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Adipositas: Ursachen, Folgen und Behandlung

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Redaktion:

Oliver Treubel (Medical Writer, Content Fleet GmbH)

Qualitätssicherung:

Katrin Steffens (Diplom Ökotrophologin, Content Fleet GmbH)

Adipositas bezeichnet starkes Übergewicht, bei dem sich zu viel Körperfett im Körper angesammelt hat. Ärztinnen und Ärzte sprechen in der Regel von Adipositas, wenn der Body-Mass-Index (BMI) bei 30 oder höher liegt. Starkes Übergewicht kann die Gesundheit belasten. Mit zunehmendem Körperfett steigt das Risiko für verschiedene Erkrankungen. Dennoch entwickelt nicht jede Person mit Adipositas automatisch gesundheitliche Probleme. Besonders bei leichter Ausprägung können Betroffene zunächst beschwerdefrei sein. Adipositas entsteht meist über einen längeren Zeitraum, wenn der Körper mehr Energie aufnimmt als er verbraucht.

Was ist Adipositas?

Adipositas ist eine chronische Erkrankung, bei der sich übermäßig viel Körperfett im Körper ansammelt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Adipositas als eine übermäßige Vermehrung von Körperfett, die gesundheitliche Folgen haben kann.

Zur Einschätzung wird häufig der Body-Mass-Index (BMI) verwendet. Der BMI setzt das Körpergewicht in Verhältnis zur Körpergröße.

  • BMI ab 30: Adipositas
  • BMI zwischen 25 und 29,9: Übergewicht

Je höher der BMI ist, desto stärker ist die Adipositas ausgeprägt.

Wie häufig ist Adipositas?

Adipositas kommt weltweit immer häufiger vor und gilt als bedeutendes Gesundheitsproblem. Viele Menschen sind von starkem Übergewicht betroffen, und die Zahl der Erkrankten nimmt weiter zu.

Welche Ursachen hat Adipositas?

Adipositas entsteht meist, wenn über längere Zeit mehr Energie aufgenommen wird, als der Körper verbraucht. Der Körper speichert die überschüssige Energie als Fett.

Neben der Energiebilanz können verschiedene Faktoren die Entwicklung von Adipositas begünstigen.

Dazu gehören unter anderem:

  • Bewegungsmangel
  • eine dauerhaft sehr kalorienreiche Ernährung
  • bestimmte Lebensgewohnheiten

Diese Faktoren können dazu führen, dass sich im Körper nach und nach mehr Fettgewebe ansammelt.

Welche Folgen kann Adipositas haben?

Adipositas kann das Risiko für verschiedene Erkrankungen erhöhen. Je stärker das Übergewicht ausgeprägt ist, desto größer kann das Risiko für gesundheitliche Probleme werden.

Zu möglichen Folgen gehören unter anderem:

Allerdings entwickelt nicht jeder Mensch mit Adipositas automatisch solche Folgeerkrankungen.

Wie wird Adipositas festgestellt?

Zur Diagnose von Adipositas wird häufig der Body-Mass-Index (BMI) berechnet. Dafür wird das Körpergewicht durch das Quadrat der Körpergröße geteilt.

Der BMI hilft dabei, das Körpergewicht einzuordnen und festzustellen, ob Übergewicht oder Adipositas vorliegt.

Für eine genaue medizinische Einschätzung können zusätzlich weitere Untersuchungen erfolgen, etwa zur Bewertung möglicher Begleiterkrankungen.

Grafik der Fettverteilung beim Menschen: Viszerales und subkutanes Fett

Ein übermäßiger Taillenumfang ist ein starker Hinweis auf eine Ansammlung von viszeralem Fett und damit ein erhöhtes Gesundheitsrisiko.

Behandlung von Adipositas

Die Behandlung von Adipositas zielt in erster Linie darauf ab, das Körpergewicht langfristig zu reduzieren und gesundheitliche Risiken zu senken.

Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle.

Veränderungen des Lebensstils

Eine wichtige Grundlage der Behandlung ist eine dauerhafte Veränderung der Lebensgewohnheiten. Dazu gehören insbesondere:

Ziel ist es, die Energiebilanz zu verändern und überschüssiges Körperfett zu reduzieren.

Ein übergewichtiger Mann steht in der Küche und schneidet Gemüse

Eine gesunde Ernährung ist ein wichtiger Bestandteil bei der Therapie von Adipositas.

Weitere medizinische Behandlungen

In manchen Fällen können zusätzlich medizinische Maßnahmen notwendig sein. Welche Therapie geeignet ist, hängt unter anderem davon ab:

  • wie stark die Adipositas ausgeprägt ist
  • ob bereits Folgeerkrankungen bestehen

Die Behandlung wird individuell mit medizinischem Fachpersonal abgestimmt.

Warum eine Behandlung wichtig sein kann

Eine Behandlung kann helfen, das Risiko für Folgeerkrankungen zu verringern und die Lebensqualität zu verbessern. Bereits eine moderate Gewichtsreduktion kann positive Effekte auf die Gesundheit haben.

Häufige Fragen zu Adipositas

Adipositas ist starkes Übergewicht, bei dem sich zu viel Körperfett im Körper angesammelt hat. Meist wird Adipositas ab einem Body-Mass-Index (BMI) von 30 diagnostiziert.
Ärztinnen und Ärzte sprechen in der Regel von Adipositas, wenn der Body-Mass-Index (BMI) 30 oder höher beträgt.
Adipositas entsteht meist, wenn über längere Zeit mehr Kalorien aufgenommen werden, als der Körper verbraucht. Der Körper speichert die überschüssige Energie als Fett.
Adipositas kann das Risiko für verschiedene Erkrankungen erhöhen, zum Beispiel für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes, Gelenkprobleme oder Schlafstörungen.
Zur Einschätzung wird häufig der Body-Mass-Index (BMI) berechnet. Er setzt das Körpergewicht in Verhältnis zur Körpergröße und hilft dabei, Übergewicht und Adipositas einzuordnen.
Die Behandlung zielt meist darauf ab, das Körpergewicht langfristig zu reduzieren. Dazu gehören Veränderungen der Ernährung, mehr Bewegung und gegebenenfalls weitere medizinische Maßnahmen.