Eine Kundin bekommt in einer Apotheke eine Medikamentenpackung ausgehändigt.

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Rezeptpflichtige Arzneimittel - Informationen, Kosten und Ihre Barmer-Vorteile

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Rezeptpflichtige Arzneimittel werden vom behandelnden Arzt verordnet. Das Rezept lösen die Versicherten in ihrer Apotheke ein. Ob und wie hoch ein Zuzahlungsbetrag erforderlich ist, ist von den Festbeträgen abhängig.

Es gibt eine Vielzahl von Arzneimitteln in vergleichbarer Qualität, Wirkung und Zusammensetzung. Diese werden aber häufig zu sehr unterschiedlichen Preisen auf den Markt gebracht. Deshalb hat der Gesetzgeber festgelegt, dass für viele Arzneimittel Preishöchstgrenzen ausgehandelt werden. Wenn ein Hersteller trotzdem einen höheren Preis verlangt, müssen Sie die Preisdifferenz (Mehrkosten) aus eigener Tasche bezahlen, auch wenn Sie von der Zuzahlung befreit sind. Für viele Behandlungen gibt es Arzneimittel zum Festbetragspreis. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt werden Sie über Alternativen informieren, damit Ihnen unnötige Mehrausgaben erspart bleiben.

Die Höhe der Zuzahlungen für rezeptpflichtige Arzneimittel ist abhängig vom Preis. Je preiswerter das Arzneimittel ist, desto geringer ist also die Zuzahlung. Bei rezeptpflichtigen Arzneimitteln zahlen Sie 10 Prozent des Verkaufspreises hinzu, jedoch maximal 10 Euro und mindestens 5 Euro, allerdings jeweils nicht mehr als die Kosten des Arzneimittels. 

Beispielhafte Berechnung Ihrer Zahlung in der Apotheke für ein entsprechendes Arzneimittel

Der Festbetrag liegt bei 30 Euro, das Arzneimittel kostet aber 40 Euro. Dann müssen Sie 10 Euro selbst zahlen. Dazu kommt dann noch die gesetzliche Zuzahlung, in diesem Fall 5 Euro. Nach diesem Beispiel müssen Sie in der Apotheke 15 Euro bezahlen.

Ihre Barmer-Vorteile für rezeptpflichtige Arzneimittel

  • Begrenzte Kostenübernahme: Die Barmer übernimmt die Kosten für rezeptpflichtige Medikamente, die von einem Vertragsarzt verordnet werden, bis zur Höhe der gesetzlich festgelegten Preishöchstgrenzen, den sogenannten Festbeträgen.
  • Unbegrenzte Kostenübernahme: Sind für ein Arzneimittel keine Festbeträge definiert, zahlt die Barmer die Kosten in voller Höhe.
  • Zuzahlung und Zuzahlungsbefreiung: In beiden Fällen zahlen Sie als Versicherter lediglich die gesetzlich vorgeschriebenen Zuzahlungen. In besonderen Härtefällen können Sie teilweise von den Zuzahlungen befreit werden.
  • Kinder und Jugendliche: Nach dem Willen des Gesetzgebers sind Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr prinzipiell von den Zuzahlungen befreit, nicht aber von den über die Festbeträge hinausgehenden Mehrkosten.

Rezeptpflichtige Arzneimittel in Anspruch nehmen

  • Ärztliche Verschreibung: Ihr Arzt verordnet Ihnen rezeptpflichtige Arzneimittel auf einem rosa Kassenrezept.
  • Kompetente Beratung: Lösen Sie das Rezept ganz einfach in der Apotheke ein und fragen Sie dabei ruhig nach günstigeren Varianten. Meist wird Ihnen der Apotheker nützliche Tipps und Informationen geben können.

Weitere Information: Generika im Vergleich zu Originalpräparaten

Sogenannte Nachahmer-Präparate oder Generika sind billiger als Originalpräparate. Sie haben aber die gleiche Wirkung und Qualität. Denn genau wie die Originalpräparate müssen Generika aufwendige Prüfverfahren durchlaufen, bevor sie auf dem Markt zugelassen werden. Der günstige Preis geht darauf zurück, dass der Patentschutz abgelaufen ist und der Wirkstoff nun auch von anderen Herstellern auf den Markt gebracht werden darf.

Es lohnt sich also, Ihren Arzt oder Apotheker nach einem Generikum zu fragen. Denn diese Arzneimittel sind qualitätserprobt und gleichzeitig preisgünstiger. Apotheker sind verpflichtet, das verordnete Arzneimittel gegen ein wirkstoffgleiches preisgünstiges Arzneimittel auszutauschen, wenn Ihr Arzt dies auf dem Rezept nicht ausdrücklich ausgeschlossen hat. Verordnet der Arzt statt eines speziellen Präparats einen Wirkstoff, wird Ihnen der Apotheker auch ein entsprechend preisgünstiges Präparat mit dem verordneten Wirkstoff heraussuchen.

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Webcode: a000387 Letzte Aktualisierung: 11.07.2019
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