Was bringt der Dry January? Das sind die positiven Folgen
Besserer Schlaf
Wer keinen Alkohol trinkt, schläft erwiesenermaßen besser. Zwar macht Alkohol zunächst erst einmal müde, allerdings rächt sich ein promillehaltiger „Schlummertrunk“ im Laufe der Nacht. Der Schlaf ist unruhiger. Besonders Frauen – das haben Studien im Schlaflabor ergeben – werden häufiger wach und empfinden ihren Schlaf als weniger erholsam.
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Der Blutdruck kann sinken
Weil sich Alkohol stimulierend auf das vegetative Nervensystem auswirkt, riskieren vor allem Vieltrinker eine chronische Erhöhung des Blutdrucks – und damit eine Reihe von schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Alkoholreduktion wirkt sich bei ihnen, das konnte eine kanadische Studie zeigen, blutdrucksenkend aus.
Klarer Kopf
Langfristiger Alkoholkonsum kann zu einer Schrumpfung des Gehirngewebes führen. Auch Gedächtnisleistung und Konzentrationsvermögen leiden. Eine Übersichtsstudie des Bundesgesundheitsministeriums erbrachte kürzlich den Beweis, dass bereits ein regelmäßiger Alkoholkonsum von mehr als 24 Gramm Alkohol pro Tag – das entspricht 0,6 Liter Bier – das Demenzrisiko erhöht. Wer alkoholfastet, denkt und handelt zweifelsfrei klarer.
Erholung für die Leber
Als Entgiftungszentrale hat die Leber am meisten mit dem Zellgift zu schaffen. Ein Detox-Monat lässt die Leber aufatmen – sie regeneriert vergleichsweise schnell. Bei einer längeren Alkohol-Pause kann sich sogar eine Fettleber zurückbilden. Bei Menschen, die regelmäßig viel Alkohol trinken, können sich die Leberwerte verbessern.
Die Kilos schwinden
Alkohol ist einer der verlässlichsten Dickmacher. Nicht nur, weil schon ein Glas Wein mit 70 Kalorien zu Buche schlägt. Alkoholkonsum verlangsamt auch den Fettstoffwechsel für mehrere Stunden um etwa ein Drittel und er verursacht oft heftige Heißhungerattacken. Wer Bier, Wein & Co. konsequent über vier Wochen oder mehr weglässt, verliert meist wie von allein ein paar überflüssige Pfunde.
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Ein schöneres Hautbild
Weil Alkohol den Zellstoffwechsel bremst, entstehen eher Unreinheiten und – wegen seines entwässernden Effekts – auch Falten. Eine Promillepause lässt die Haut glatter und strahlender erscheinen.
Die Dry January-Challenge meistern – so halten Sie durch
Das sind allesamt gute Argumente für eine längere Trinkpause. Denn bekanntermaßen gibt es die unbedenkliche Dosis Alkohol schlichtweg nicht. Dennoch sind eingeschliffene Verhaltensmuster gerade für Menschen, die sehr häufig Alkohol konsumieren, nicht so ohne weiteres zu durchbrechen.
Der Rehabilitationspsychologe Johannes Lindenmeyer empfiehlt, sich vor der Promille-Pause ein klares Ziel zu setzen und dieses auch in der Familie und bei den Freunden kund zu tun. „Das stärkt die Motivation, die Pause durchzuhalten“, sagt Lindenmeyer. Auch dann, wenn beim Stammtisch der Tischnachbar die Augenbrauen hochzieht oder es bei der Essenseinladung heißt: „Komm, nur ein Glas zum Anstoßen!“. In den ersten Tagen kann es helfen, solche Situationen gezielt zu vermeiden, um die neue Abstinenz zu verinnerlichen – also gar nicht im Restaurant essen zu gehen.
Eine Vielzahl an alkoholfreien Getränke-Alternativen ermöglicht es heute außerdem, Alltagsrituale, die mit Prozentigem verbunden sind, promillefrei zu gestalten. Statt einem Pils zur „Sportschau“ gibt es eben alkoholfreies Bier, anstelle des Feierabend-Drinks am Freitag einen Mocktail, also einen Cocktail ohne Alkohol.
Mit jedem abstinenten Tag wird es leichter, weil sich die neue Gewohnheit festigt – das Gehirn gewöhnt sich innerhalb von einigen Tagen an die neue Situation. Und dann kommt ein anderes Gefühl auf: Wer schon einmal alkoholgefastet hat, kennt es – diesen eigentümlichen Gesundheitsstolz, der sich nach einiger Zeit einstellt und einen beflügelt. „Man spürt, dass man dem eigenen Körper etwas Gutes tut und ist stolz darauf, es durchzuhalten“, beschreibt es Skilehrerin Beate. Gerade der mentale Effekt des Alkoholfastens ist nicht zu unterschätzen.