Sunday Scaries: Junge Frau, die sich einen roten Pullover über ihr Gesicht zieht
Gesund in Schule, Studium und Job

Sunday Scaries: Warum der Montag schon am Sonntag stresst und was dagegen hilft

Lesedauer weniger als 5 Min
Redaktion:
Ulrike Schnyder (Medical Writer, Content Fleet GmbH)
Qualitätssicherung:
Viktoria Vida (Psychologin, Master of Science)

Sunday Scaries: Der Quick-Check

Karussell mit 3 Elementen
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Was sind Sunday Scaries?

Am Sonntag springt dein Kopf schon in den Montagsmodus, obwohl eigentlich noch Wochenende ist? Das kann deinen Stresspegel steigen lassen.
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Was kannst du dagegen tun?

Wenn du Stressfaktoren erkennst, beseitigst oder anders mit ihnen umgehst, kannst du dir deinen Sonntag zurückholen.
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Wann wird es kritisch?

Grübelst du nicht nur sonntags, sondern wochenlang ständig, fühlst dich antriebslos und niedergeschlagen, steckt vielleicht mehr dahinter. Dann ist medizinische Hilfe angesagt.

Sonntagabend, deine Suchtserie läuft, du scrollst nebenbei am Handy. Dann denkst du plötzlich an morgen. Und das Zittern beginnt. Was hilft gegen die Sunday Scaries? 

Was sind die Sunday Scaries?

Der Gedanke an den Stress der kommenden Woche macht dich fertig? Mist, dich haben wohl die Sunday Scaries erwischt. 

Synonyme dafür sind Sonntagsblues oder Sonntagsangst. Die Sunday Scaries überfallen dich typischerweise sonntags am Nachmittag oder Abend und können sich ganz unterschiedlich anfühlen. Nach Müdigkeit, Niedergeschlagenheit, Sorge oder Nervosität beispielsweise.

Woher kommt die Sonntagsangst?

Die Sunday Scaries können entstehen, wenn du eigentlich noch Freizeit hast, dein Gehirn aber schon in den Montagsmodus springt. Stress auf der Arbeit scheint ein starker Trigger für die Sunday Scaries zu sein.

Probleme im Job oder Praktikum

Schon am Sonntag null Bock auf die Arbeitswoche? Das ist besonders heftig, wenn du bei der Arbeit überfordert bist oder miese Stimmung im Team herrscht.

Work-Life-Imbalance

Am Wochenende schnell eine E-Mail für den Job beantwortet? Verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit, zerrt das an deinen mentalen Ressourcen und deiner Energie. Kein Wunder, dass am Ende der Woche die Luft raus ist und der Sonntagsblues zuschlägt. Sogar bei Menschen, die ihre Arbeit lieben.

Rhythmus-Clash zwischen Wochenende und Montag

Viele lassen es am Wochenende etwas langsamer angehen, schlafen aus, entschleunigen. Wenn am Sonntagabend die Gedanken dann wieder um Termine, To-do-Listen und Meetings in der kommenden Woche kreisen, kann das zu Stress führen und den Übergang vom Wochenende zum Arbeits-, Studiums- oder Schulalltag unter der Woche unangenehm machen.

Ein junger Mann läuft mit Kopfhörern um den Hals durch die Stadt

Trotz Sunday Scaries entspannt bleiben: Kleine Routinen können den Start in die neue Woche erleichtern.

Wie lässt sich der Sonntagsblues überwinden?

Geht es dir mental gut und bist du mit Arbeit, Praktikum, Uni oder generell deinen Wochenaufgaben cool, stehen die Chancen gut, dass du die Sunday Scaries überwinden kannst. Geh in dich und überlege, was dich eigentlich stresst. Hier kannst du dann ansetzen.

Arbeits- und Alltagsstress abbauen

Sprich Probleme auf der Arbeit, im Praktikum oder mit deinen Mitmenschen offen an. Das braucht Mut, aber du schaffst das. Vielleicht hilft es dir auch, über deine Sunday Scaries mit einer Person in deinem Umfeld zu sprechen. Manchen könnte es gehen wie dir.

Work-Life-Balance finden

Trenne Arbeit besser von deiner Freizeit. Am besten schließt du die Arbeitswoche am Freitag ab und notierst, was du nicht geschafft hast. Darum kann sich dein Nächste-Woche-Ich kümmern. An freien Tagen bist du nicht für Vorgesetzte und Teammitglieder erreichbar. Und wenn du doch dringend noch arbeiten musst, setz dir einen strikten zeitlichen Rahmen.

Rhythmus angleichen

Wenn du am Wochenende gemütlich ausschläfst, kann dir das deinen Tag-Nacht-Rhythmus zerschießen, und du liegst Sonntagabend lange wach. Besser von Montag bis Sonntag zu ähnlichen Zeiten aufstehen und schlafen gehen.

Weitere Sonntagsblues-Tipps, die zudem deine mentale Gesundheit pushen:

  • Schlaf gut. Kein Doomscrolling, schaff dir lieber eine gute Schlafhygiene, damit du ausgeschlafen in die Woche startest.
  • Break the Blues und plan am Sonntagabend etwas Schönes. Das kann ein Date mit Freundinnen und Freunden sein, Sport oder ein cooles Game.
  • Gönn dir Lichtblicke für die kommende Woche, etwa ein Mittagessen mit dem Lieblingskollegen oder einen Filmabend mit der WG.

Sonntagsdepression: Was tun, wenn es mehr als Blues ist?

Gelegentliche Sunday Scaries nerven, aber du kannst selbst etwas dagegen tun. 

Wenn hingegen der bloße Gedanke an deinen Alltag zur Belastung wird, du ständig schlecht schläfst, grübelst, traurig, antriebslos oder unruhig bist, dich schlecht konzentrieren kannst oder keinen Appetit hast, lohnt es sich, genauer hinzusehen. 

Halten mehrere solcher Beschwerden über mindestens zwei Wochen an, können sie auf eine Depression hinweisen. 

Was tun? Am besten wendest du dich dann an deine Hausärztin oder deinen Hausarzt.

Warum hast du häufig Schlafprobleme von Sonntag auf Montag?

Die Sunday Scaries können es dir erschweren, einzuschlafen. Logisch, wenn du Sorgen wälzt, kommt es nicht zur Ruhe. Ein weiterer möglicher Grund, warum du sonntags nicht gut einschlafen kannst: Du schläfst am Wochenende zu lange. Das kann dazu führen, dass dein Körper am Sonntag nicht genügend Zeit hat, pünktlich wieder richtig müde zu werden.

Um die Schlaflosigkeit von Sonntag auf Montag zu lindern, probier mal diese Tipps: 

Video: Einschlafprobleme: Was dir WIRKLICH hilft

In diesem Video geht es darum, was in deinem Körper eigentlich passiert, wenn du schläfst: von Gehirn-Reset über Stoffwechsel bis hin zu deiner mentalen Gesundheit und warum guter Schlaf so wichtig ist, auch wenn wir ihn oft unterschätzen. Mehr Videos gibt’s in unserer Schlaf‑Playlist auf YouTube.

Mehr Ausgeglichenheit, weniger Sunday Scaries?

Am Ende geht es darum, mit den eigenen Ressourcen gut umzugehen. 

Kümmerst du dich um deine mentale Gesundheit, ist das wie Spa für die Psyche. Das tut deinem ganzen Körper gut und kann dir helfen, besser mit Sunday Scaries klarzukommen.

Sunday Scaries: Häufige Fragen und Antworten

Sunday Scaries sind das unangenehme Gefühl, das am Sonntagnachmittag oder -abend auftritt, wenn du an die bevorstehende Woche denkst. Der Körper steckt noch in Freizeitphase, der Kopf schaltet bereits in den Arbeitsmodus. Diese innere Zerrissenheit löst Unbehagen aus, das sich durch Müdigkeit, Niedergeschlagenheit, Nervosität oder Sorgen äußern kann. Andere Bezeichnungen dafür sind Sonntagsblues und Sonntagsangst.
Stress in Job, in der Uni und generell im Alltag lösen den Sonntagsblues aus. Auch wenn die Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben verschwimmen, kann das die Sonntagsangst verstärken, ebenso die Umstellung vom entspannten Wochenendrhythmus auf den hektischeren Wochenablauf.
Du solltest herausfinden, welche Faktoren dich stressen, um gegen sie vorzugehen. Hast du beispielsweise Ärger mit deiner Kollegin oder dem Prof, sprich das an und versuch, das zugrundeliegende Problem zu lösen. Auch ausreichend Schlaf und Fokus auf schöne Dinge können helfen. Sinnvoll ist alles, was dich generell ausgeglichener macht.
Ein müder Sonntag kann mehrere Gründe haben. Samstag feiern gewesen? Mit Alkohol kannst du zwar häufig schneller einschlafen, aber du schläfst unruhiger und wachst weniger erholt auf. Vielleicht hast du auch genüsslich ausgeschlafen und dir den Schlafrhythmus etwas zerschossen, das kann nämlich auch müde machen. 

Weiterführende Informationen

Literatur

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