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Brustschmerzen: Ursachen, Symptome und Warnzeichen

Lesedauer weniger als 12 Min
Redaktion:
Alexandra Zimmer (Medical Writer, Content Fleet GmbH)
Qualitätssicherung:
Dr. med. Carla Knobloch (Ärztin, Content Fleet GmbH)

Brustschmerzen können als Druck, Engegefühl, Brennen, Ziehen oder Stechen auftreten. Häufig stecken vergleichsweise harmlose Ursachen wie Muskelverspannungen dahinter, allerdings können die Schmerzen auch auf ernsthafte Erkrankungen hinweisen. Welche Ursachen infrage kommen und wann ärztliche Hilfe notwendig ist.

Was sind Brustschmerzen?

Brustschmerzen fühlen sich je nach Ursache sehr unterschiedlich an. Sie treten beispielsweise als Druck, Engegefühl, Brennen, Ziehen oder Stechen auf. In vielen Fällen steckt eine harmlose Ursache dahinter.

Brustschmerzen können: 

  • Drücken, ziehen, brennen oder stechen
  • Einseitig links oder rechts, mittig oder im gesamten Brustkorb vorkommen
  • Oberflächlich sein oder tief sitzen
  • Nur kurz auftreten oder länger anhalten
  • Bei Berührung, körperlicher Belastung oder ohne erkennbaren Auslöser entstehen

Ein junger Mann hat Schmerzen in der Brust

Harmlos oder nicht? Lassen Sie Brustschmerzen sicherheitshalber medizinisch abklären.

Brustschmerzen sind auch ein mögliches Anzeichen für eine schwere Erkrankung wie einen Herzinfarkt.

Welchen Ursprung können Brustschmerzen haben?

Brustschmerzen können von verschiedenen Organen und Körperbereichen ausgehen oder sogar einen psychischen Ursprung haben. 

Zu den möglichen Auslösern zählen:

  • Herz und Blutgefäße
  • Lunge und Brustfell
  • Speiseröhre und Magen
  • Muskeln, Rippen und Gelenke
  • Psychische Belastungen

Die Art der Beschwerden liefert häufig erste Hinweise auf die mögliche Ursache.

Video: Wann sind Brustschmerzen gefährlich?

Barmer Doc Sebastian erklärt, was hinter dem Symptom Brustschmerzen steckt.

Wann sind Brustschmerzen ein Notfall?

Rufen Sie sofort den Notruf 112, wenn Brustschmerzen plötzlich auftreten und zusätzlich weitere Warnsignale auftreten. 

Typische Alarmzeichen sind: 

  • Starker Druck oder Engegefühl in der Brust
  • Atemnot
  • Ausstrahlende Schmerzen in Arm, Rücken, Hals, Kiefer oder Oberbauch
  • Kalter Schweiß
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Schwindel oder Verwirrtheit
  • Starke Unruhe oder Todesangst
  • Kurzzeitige Bewusstlosigkeit
  • Sehr niedriger oder stark erhöhter Blutdruck
  • Blutiger Husten

Diese Beschwerden können auf lebensbedrohliche Erkrankungen wie einen Herzinfarkt, eine Lungenembolie, einen Pneumothorax oder eine Blutdruckkrise hinweisen. In diesen Fällen ist sofortige medizinische Hilfe erforderlich.

Wie fühlen sich Brustschmerzen an?

Brustschmerzen können sich sehr unterschiedlich anfühlen. Neben der Stärke der Beschwerden liefern auch die Schmerzart, Begleitsymptome und unter welchen Umständen die Beschwerden auftreten Hinweise auf die mögliche Ursache. Typisch sind Druck und Engegefühl, Brennen, Stechen sowie Schmerzen beim Atmen, bei Bewegung oder unter Stress.

Druck oder Engegefühl in der Brust

Brustbeschwerden fühlen sich nicht immer wie Schmerzen an. Betroffene haben manchmal auch das Gefühl, eine Last liege auf dem Brustkorb. Hinter diesen Beschwerden können unterschiedliche Ursachen stecken, darunter auch ernsthafte Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Typische Beschwerden:

  • Druck auf der Brust, als säße jemand auf dem Brustkorb
  • Das Gefühl, ein schweres Gewicht laste auf der Brust
  • Engegefühl hinter dem Brustbein

Mögliche Ursachen:

  • Herzinfarkt: Typisch sind starker Druck oder Schmerz mittig im Brustkorb. Häufig strahlen sie in Arme, Oberbauch oder Rücken aus. Atemnot, kalter Schweiß oder Übelkeit treten in vielen Fällen zusätzlich auf.
  • Angina pectoris: Dieses Symptom weist darauf hin, dass der Herzmuskel zu wenig Blut und damit zu wenig Sauerstoff erhält. Häufig sind verengte Herzkranzgefäße die Ursache. Die Beschwerden treten meist bei körperlicher Belastung oder Stress auf und klingen in Ruhe ab.
  • Herzmuskelentzündung (Myokarditis): Zum Beispiel nach einer Virusinfektion kann sich der Herzmuskel entzünden und Symptome wie Druck oder Enge in der Brust auslösen.
  • Psychische Ursachen: Stress, Angst, Depressionen oder eine Herzneurose (Kardiophobie) können Brustdruck verursachen. Die Beschwerden ähneln oft einem Herzinfarkt, obwohl das Herz gesund ist.

Brennende Brustschmerzen

Brennen hinter dem Brustbein kann zwar auf Probleme des Herzens hinweisen, geht aber typischerweise vom Magen oder der Speiseröhre aus.

Typische Beschwerden:

  • Brennender oder scharfer Schmerz hinter dem Brustbein, besonders nachts im Liegen oder beim Bücken
  • Aufsteigende Hitze aus dem Magen
  • Stärkeres Brennen nach dem Essen oder im Liegen

Regelmäßig kommt saures Aufstoßen hinzu. Ein saurer oder bitterer Geschmack steigt bis in den Rachen. Reizt Magensäure die Atemwege, kann das für Husten und Heiserkeit sorgen.

Mögliche Ursachen:

  • Sodbrennen und Refluxkrankheit: Magensäure fließt in die Speiseröhre zurück und verursacht das typische innere Brennen in der Brust. Üppige Mahlzeiten, Kaffee oder Alkohol begünstigen das.
  • Speiseröhrenentzündung (Refluxösophagitis): Als chronische Folge aufsteigender Magensäure kann sich die Speiseröhre entzünden.

Stechende Brustschmerzen

Stechende Brustschmerzen wirken oft beunruhigend, haben jedoch häufig eine vergleichsweise harmlose Ursache.

Typische Beschwerden:

  • Kurze, punktförmige Schmerzen, die plötzlich entstehen und rasch wieder verschwinden können
  • Stechen bei Bewegung, Drehbewegung oder tiefem Einatmen
  • Schmerzen an einer klar begrenzten Stelle

Mögliche Ursachen:

  • Muskelverspannungen: Langes Sitzen, einseitige Belastung oder Sport können die Brustmuskulatur verspannen. Wärme und Dehnübungen lindern die Beschwerden oft.
  • Reizung von Nerven: Verursacht gürtelförmige Schmerzen auf der rechten oder linken Seite des Brustkorbs, die sich beim Atmen oder Husten verstärken.
  • Rippenprellung: Dabei schmerzen die Rippen beim Atmen, Husten und Bewegen. Auch ohne sichtbare Verletzung kann das wochenlang anhalten.

Hinweis: Stechende Schmerzen, die sich durch Druck auf die Brust auslösen lassen oder verstärken, sprechen eher gegen eine Herzursache. Allerdings können stechende Schmerzen trotzdem auch auf Herzprobleme hinweisen. So können sich gerade bei Frauen oder älteren Menschen die Brustschmerzen bei einem Herzinfarkt auch stechend oder scharf anfühlen.

Eine Frau sitzt nachdenklich im Büro, stützt das Kinn auf die Hand und blickt in die Ferne.

Nicht hinter jedem Brustschmerz steckt eine körperliche Erkrankung: Auch Stress, Angst oder Depressionen können Druck- und Engegefühle in der Brust auslösen.

Brustschmerzen beim Atmen 

Atemabhängige Brustschmerzen führen meistens zu einer flacheren Atmung und können ungefährlichere Ursachen wie einen gereizten Nerv oder auch ernste Hintergründe haben.

Typische Beschwerden:

  • Brustschmerzen beim tiefen Einatmen
  • Brustschmerzen, die sich beim Husten verstärken
  • Atemabhängiges Stechen, das in der Atempause nachlässt und beim Einatmen wiederkehrt

Mögliche Ursachen:

  • Lungenentzündung (Pneumonie): Das Lungengewebe entzündet sich, ausgelöst zum Beispiel durch Bakterien oder Viren. Zusätzlich können Fieber, Husten und Kurzatmigkeit auftreten.
  • Rippen- oder Brustfellentzündung (Pleuritis): Das Rippenfell entzündet sich, häufig nach einer Lungenentzündung. Das kann einen scharfen, stechenden Schmerz auslösen.
  • Lungenembolie: Ein Lungengefäß wird beispielsweise durch ein Blutgerinnsel verschlossen. Typisch sind plötzliche Atemnot, Herzrasen und atemabhängige Brustschmerzen. Das kann ein medizinischer Notfall sein.
  • Pneumothorax: Luft gelangt in den Spalt zwischen Lunge und Lungenfell. Dadurch kann ein Teil der Lunge in sich zusammenfallen. Der Schmerz setzt plötzlich ein, oft kommt starke Atemnot dazu. Dann liegt ebenso ein medizinischer Notfall vor.
  • Perikarditis: Der Herzbeutel entzündet sich zum Beispiel durch Bakterien, Viren oder Pilze und ruft die Beschwerden hervor.

Brustschmerzen bei Bewegung oder Druck

Schmerzen in der Brust oder auf dem Brustbein, die beim Bewegen oder Draufdrücken entstehen, klingen zunächst beunruhigend, sind aber meist harmlos. Regelmäßig gehen sie von Muskeln, Gelenken oder Knorpeln des Brustkorbs aus. Fachleute bezeichnen solche Beschwerden als Brustwandsyndrom.

Ein einfacher Drucktest liefert erste Hinweise: Löst Druck auf eine klar begrenzte Stelle den bekannten Schmerz aus, spricht das eher gegen eine Herzursache.

Typische Beschwerden:

  • Schmerzen beim Drehen des Oberkörpers, besonders nach ruckartigen oder einseitigen Bewegungen
  • Druckschmerz an einer klar begrenzten Stelle
  • Auch tiefes Einatmen kann schmerzen, weil sich der Brustkorb bewegt. Beim Abtasten fühlen sich verspannte Muskeln oft hart oder knotig an.
     

Mögliche Ursachen:

Tipp: Wer Schmerzen in der Brust hat, die sich durch Bewegung oder Druck verschlimmern, kann zunächst Wärme und Schonung ausprobieren. 

Brustschmerzen mit Herzrasen und Angstgefühlen

Manchmal treten Brustschmerzen zusammen mit Herzrasen oder starken Angstgefühlen auf. Das wirkt bedrohlich, hat aber normalerweise keine ernsthafte körperliche Ursache.

Typische Beschwerden: 

  • Druck oder Engegefühl in der Brust
  • Herzklopfen oder Herzrasen
  • Ein Beklemmungsgefühl, als ob sich die Brust zuschnürt
  • Starkes Angst- oder Panikgefühl bis zum Kontrollverlust

Zusätzlich können Zittern, Schweißausbrüche, Schwindel, Übelkeit oder Kribbeln in Händen und Gesicht vorkommen.

Mögliche Ursachen:

  • Panikattacken: Angst beginnt plötzlich und ist sehr intensiv
  • Angststörungen: Sorgen und innere Anspannung halten länger an
  • Herzneurose: Angst vor einer Herzerkrankung bleibt bestehen, obwohl das Herz gesund ist
  • Starker Stress: Anhaltende Belastungen im Alltag oder speziell im Beruf können die Beschwerden auslösen

Wie werden Brustschmerzen behandelt?

Die Behandlung von Brustschmerzen richtet sich nach der Ursache der Beschwerden. Während beispielsweise Muskelverspannungen, Sodbrennen oder psychische Belastungen hinter den Schmerzen stecken können, kommen auch Erkrankungen von Herz, Lunge oder Speiseröhre infrage. Eine ärztliche Abklärung hilft dabei, die Ursache zu erkennen und gegebenenfalls die passende Behandlung einzuleiten.

Fazit: Brustschmerzen auf einen Blick

  • Symptome: Brustschmerzen können drücken, stechen, brennen oder ziehen. Sie treten mittig, links, rechts oder im gesamten Brustkorb auf, bei Bewegung, Atmung oder in Ruhe.
  • Ursachen: Häufig entstehen sie durch Muskelverspannungen, Sodbrennen oder Beschwerden der Brustwand. Auch Erkrankungen des Herzens, der Lunge, Speiseröhre und Brustdrüse kommen infrage.
  • Warnzeichen: Plötzlich starke Brustschmerzen, Engegefühl, Atemnot, kalter Schweiß, Schwindel sowie Schmerzen, die in den Arm oder den Kiefer ausstrahlen, sind Notfallsymptome. Sofort den Notruf 112 wählen.
  • Diagnose: Die Ärztin oder der Arzt beurteilt Art, Dauer und Begleitsymptome der Schmerzen. Je nach Verdacht werden EKG, Blutuntersuchungen oder bildgebende Verfahren durchgeführt.
  • Therapie: Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Beschwerden.

Häufige Fragen und Antworten zu Brustschmerzen

Ja, in vielen Fällen haben Brustschmerzen ungefährliche Auslöser. Häufig entstehen die Beschwerden durch verspannte Muskeln oder Probleme der Brustwand. Auch hormonelle Schwankungen können bei Frauen zu Spannungsgefühlen in der Brust führen. Allerdings sollte man neue oder wiederkehrende Brustschmerzen immer ärztlich abklären lassen. So lässt sich sicherstellen, dass keine behandlungsbedürftige Erkrankung dahintersteckt.
Bei plötzlich auftretenden starken Beschwerden mit Engegefühl, Atemnot, kaltem Schweiß oder Schwindel sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden. Auch Schmerzen, die in Arm oder Kiefer ausstrahlen, sowie blutiger Husten erfordern sofortige medizinische Hilfe. Ein normaler Arzttermin ist angebracht, wenn die Beschwerden neu sind, wiederkehren, länger bestehen bleiben, im Alltag belasten und keine weiteren Begleitsymptome auftreten. Eine rechtzeitige Abklärung schafft Sicherheit und ermöglicht bei Bedarf eine frühzeitige Behandlung.
Bei Herzproblemen entsteht typischerweise ein starker Druck oder ein Engegefühl eher mittig hinter dem Brustbein. Die Beschwerden strahlen häufig in Arme, Rücken, Kiefer oder Oberbauch aus und werden oft von Atemnot, kaltem Schweiß oder Übelkeit begleitet. Harmlose Brustschmerzen sind dagegen meist punktförmig begrenzt und verstärken sich oft durch Druck auf die betroffene Stelle oder bei Bewegung. Ein einfacher Drucktest kann erste Hinweise liefern: Lässt sich der Schmerz durch Drücken auf eine bestimmte Stelle auslösen, spricht dies meist gegen eine Herzursache. Für eine sichere Unterscheidung sollte aber ärztlicher Rat eingeholt werden.
Bei einem Herzinfarkt treten die Beschwerden typischerweise mittig im Brustkorb hinter dem Brustbein auf. Von dort können sie in verschiedene Körperregionen wie Arme, Oberbauch oder Rücken ausstrahlen. Die Schmerzen sind nicht auf eine bestimmte Seite beschränkt, sondern zeigen sich als diffuses Druck- oder Engegefühl im zentralen Brustbereich. Begleitend kommen häufig Atemnot, kalter Schweiß, Übelkeit oder starke Unruhe hinzu.
Die Behandlung richtet sich nach der jeweiligen Ursache der Beschwerden. Bei Verspannungen oder Muskelschmerzen können Wärme, Schonung und Dehnübungen Linderung verschaffen. Gegen Sodbrennen helfen oft kleinere Mahlzeiten und das Vermeiden von Kaffee oder Alkohol. Stressbedingte Brustbeschwerden lassen sich durch Entspannungstechniken oder psychologische Unterstützung reduzieren. Wichtig ist, zunächst die genaue Ursache durch eine ärztliche Untersuchung feststellen zu lassen.
Einseitige Brustschmerzen gehen häufig von Muskeln, Nerven oder dem Rippenfell aus und sind oft weniger bedrohlich als zentrale Beschwerden. Sie können durch Verspannungen, eingeklemmte Nerven oder Rippenprellungen entstehen. Dennoch sollten neue oder anhaltende einseitige Schmerzen ärztlich abgeklärt werden, um ernsthafte Ursachen wie Lungenentzündungen oder Rippenfellentzündungen auszuschließen. Bei Frauen können auch Veränderungen im Brustgewebe die Ursache sein, die unbedingt untersucht werden müssen.
Ja, Verspannungen oder Blockaden der Brustwirbelsäule können Schmerzen im Brustbereich auslösen. Auch einseitige Belastungen oder langes Sitzen begünstigen Muskelverspannungen, die in den Brustkorb ausstrahlen. Bei einem Herzinfarkt können die Beschwerden ebenfalls in den Rücken ausstrahlen. Deshalb ist es wichtig, auf weitere Begleitsymptome wie Atemnot, kalten Schweiß oder Engegefühl zu achten und im Zweifel sofort medizinische Hilfe zu rufen.
Bei neuen, wiederkehrenden oder belastenden Brustschmerzen ist zunächst die Hausarztpraxis die richtige Anlaufstelle. Dort lässt sich klären, ob eine harmlose Ursache vorliegt oder eine weiterführende Untersuchung nötig ist. Je nach Verdacht können dann Überweisung zu Fachärzten und Fachärztinnen der Kardiologie, Orthopädie oder anderen Spezialgebieten erfolgen. Bei akuten Notfallsymptomen wie starkem Engegefühl, Atemnot oder kaltem Schweiß sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden.
Ärztinnen und Ärzte klären Brustschmerzen durch ein ausführliches Gespräch zu Beginn, Dauer, Auslösern und Begleitsymptomen ab. Eine körperliche Untersuchung, ein EKG und Bluttests liefern Hinweise auf Herz, Lunge, Muskulatur oder den Magen-Darm-Trakt als mögliche Ursache. Je nach Verdacht können Ultraschall, Röntgen, CT, Belastungstests oder eine Magenspiegelung die Diagnostik ergänzen. Die Kombination der Befunde hilft, gefährliche Ursachen wie einen Herzinfarkt oder eine Lungenembolie von weniger bedrohlichen Auslösern zu unterscheiden.
Die Beschwerden können von verschiedenen Organen und Strukturen ausgehen. Häufige Auslöser sind Muskelverspannungen, Sodbrennen oder Probleme der Brustwand. Auch Erkrankungen des Herzens wie Herzinfarkt oder Angina pectoris im Rahmen einer koronaren Herzerkrankung kommen infrage. Weitere mögliche Ursachen sind Lungenerkrankungen, Speiseröhrenentzündungen, eingeklemmte Nerven oder Rippenprellungen. Bei Frauen können zudem hormonelle Schwankungen oder Veränderungen im Brustgewebe verantwortlich sein.
Bei einem Herzinfarkt zeigen sich bei Frauen häufig nicht die typischen starken Brustschmerzen. Stattdessen erleben sie vermehrt Übelkeit, Rückenschmerzen, ausgeprägte Müdigkeit, Schlafstörungen, Kurzatmigkeit oder Beschwerden im Oberbauch. Weil diese Symptome auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, wird ein Herzinfarkt bei Frauen oft erst spät erkannt. Dies verdeutlicht die Bedeutung einer geschlechtssensiblen Medizin, die diese Unterschiede berücksichtigt.

Weiterführende Informationen

Literatur

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