Wann sollte mein Kind zum ersten Mal zum Zahnarzt?
Zahnarztbesuche sollten früh normal werden. Bei Kindern zwischen dem 6. Lebensmonat und dem 6. Geburtstag übernimmt die Barmer die Kosten für sechs zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen.
Diese Untersuchungen dienen der Früherkennung von:
- Munderkrankungen
- Zahnerkrankungen
- Kiefererkrankungen
Schon mit dem Durchbruch der ersten Milchzähne ist richtige Zahnpflege wichtig. Denn ohne sie kann bereits früh Karies entstehen.
Wie bereite ich mein Kind auf den Zahnarztbesuch vor?
Sprich mit deinem Kind vorher darüber, dass eine Untersuchung oder Behandlung ansteht. Erzähle, wie der Besuch ungefähr abläuft, aber ohne zu viele Details. Wichtig ist, keine Versprechen zu machen, die vielleicht nicht stimmen. Aussagen wie:
- „Es tut gar nicht weh“
- „Der Bohrer kitzelt nur“
können Kinder misstrauisch machen. Wenn es doch unangenehm wird, fühlen sie sich möglicherweise getäuscht. Besser ist eine ruhige, ehrliche Vorbereitung: Die Zahnärztin oder der Zahnarzt schaut sich die Zähne an und hilft dabei, dass sie gesund bleiben.
Was tun, wenn mein Kind nicht Zähne putzen will?
Kinder haben nicht immer Lust auf Zähneputzen. Das ist normal. Wichtig ist: Die Zahnbürste sollte nicht gegen den Willen des Kindes in den Mund gedrückt werden. Das kann Druck aufbauen und Zähneputzen noch schwieriger machen. Besser ist ein spielerischer Zugang.
7 Tipps, damit Kinder beim Zähneputzen besser mitmachen
1. Bei Babys eine sichere Position wählen
Babys und kleinere Kinder können in einer Stillposition in der Armbeuge gehalten werden. So kommst du gut an die Zähnchen und reduzierst das Risiko, mit der Zahnbürste abzurutschen. Ein Finger auf dem Zahnfleisch unter der Oberlippe kann helfen, den Mund leichter offen zu halten.
2. Beim Putzen sprechen, singen oder erzählen
Erzähl eine kleine Geschichte oder sing ein Zahnputzlied. So wird aus dem Putzen eher ein Ritual als eine Pflicht. Im besten Fall entsteht ein Moment, auf den sich dein Kind sogar freut.
3. Die Zahnbürste zur Heldin machen
Bei älteren Kindern können Geschichten helfen: Die Zahnbürste jagt Zahnmonster. Oder sie sucht Kariesverbrecher. Oder verschwundene Essensreste. Solche Bilder machen verständlich, warum geputzt wird.
4. Dein Kind mitentscheiden lassen
Manche Kinder machen eher mit, wenn sie Zahnbürste oder Zahnputzbecher selbst aussuchen dürfen. Eine Lieblingsfigur, eine besondere Farbe oder eine elektrische Zahnbürste kann Motivation schaffen, vor allem, wenn Eltern selbst auch elektrische Zahnbürsten nutzen.
5. Eine eigene Zahnputzstation einrichten
Ein kleiner Schemel, eine Schüssel, ein Spiegel, Zahnbürste und Becher: Eine eigene Zahnputzstation kann Kindern das Gefühl geben, selbstständiger zu sein. Das macht die Routine greifbarer.
6. Zahnputzlieder nutzen
Bei Streamingdiensten gibt es Zahnputzlieder, die zwei bis drei Minuten dauern. Das hilft Kindern, die Putzzeit besser einzuhalten und Eltern müssen nicht ständig „noch weiter“ sagen.
7. Feste Zeiten einführen
Zähneputzen klappt besser, wenn es vorhersehbar ist.
Zum Beispiel:
- morgens nach dem Frühstück
- abends nach dem Schlafanzug-Anziehen
So wird das Kind nicht plötzlich aus einem Spiel gerissen, sondern weiß: Jetzt kommt unser Zahnputzritual.