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DMP Asthma bronchiale - Besser-Leben-Programm für Asthma-Patienten

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Autor

Internetredaktion Barmer

Qualitätssicherung

Thomas Abele (Barmer)
Inhaltsverzeichnis

Unter den verschiedenen Disease Management Programmen (DMP) für Chroniker richtet sich das DMP Asthma bronchiale speziell an chronisch Kranke mit Atemwegserkrankungen. Gemeinsam mit Ärzten haben wir ein Besser-Leben-Programm entwickelt, das die Lebensqualität von betroffenen Patienten verbessern soll.

Asthma bronchiale ist eine chronische Atemwegserkrankung, die eine abgestimmte medizinische Versorgung erfordert.

Wie unterstützt das DMP der Barmer die Behandlung von Asthma bronchiale?

Zur Behandlung von Asthma bronchiale gehören verschiedene Bausteine: ein gezielter Einsatz von Medikamenten, regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen sowie Wissen zur Vermeidung der Auslöser von Asthmaanfällen. Ein weiterer wichtiger Baustein ist die körperliche Aktivität: Sport stärkt Lunge und Herz und führt oftmals zur Verringerung der Asthmasymptome. Dies gilt für Erwachsene genauso wie für Kinder und Jugendliche.

Unser Besser-Leben-Programm unterstützt Betroffene dabei, diese Bausteine richtig einzusetzen und zu steuern. Der Behandlungsplan wird gemeinsam mit Ihnen abgestimmt, stets nach den aktuellsten wissenschaftlichen Leitlinien. Sie lernen, das tägliche Leben frei und selbstständig zu gestalten. Ziel ist es, Ihre Lebensqualität zu erhöhen und Folgeerkrankungen zu vermeiden.

Was sind die Voraussetzungen für die Teilnahme am DMP Asthma bronchiale?

Als Mitglied der Barmer können Sie oder betroffene Familienangehörige am Programm teilnehmen, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Asthma bronchiale wurde eindeutig diagnostiziert und durch Ihren Arzt oder Ihre Ärztin bestätigt.
  • Ihr gewählter Arzt oder Ihre gewählte Ärztin unterstützt Disease-Management-Programme.
  • Sie nehmen nicht bereits an unserem Besser-Leben-Programm COPD teil.
  • Ist Ihr Kind betroffen, muss dieses für eine Teilnahme das erste Lebensjahr vollendet haben.

Wie können Sie am DMP Asthma bronchiale teilnehmen?

  • Wenn Sie die genannten Voraussetzungen erfüllen, sprechen Sie einfach Ihren Arzt oder Ihre Ärztin aktiv bei Ihrem nächsten Termin auf das DMP Asthma bronchiale an.
  • Sie erklären Ihre Einwilligung und schreiben sich in der gewählten Arztpraxis in das Programm ein.
  • Wenn Ihr Arzt nicht teilnimmt, setzen Sie sich mit Ihrer Barmer in Verbindung, um teilnehmende Ärzte in Ihrer Region zu finden. Das DMP Asthma bronchiale wird bundesweit angeboten.
  • Die Teilnahme ist für Sie freiwillig und kostenfrei.
  • Sie können die Teilnahme jederzeit auf eigenen Wunsch beenden.

Welche Leistungen sind mit dem DMP Asthma bronchiale bei der Barmer verbunden?

Leistungen und Beratung im Besser-Leben-Programm

Das Besser-Leben-Programm der Barmer sieht regelmäßige ärztliche Untersuchungen vor, um den Verlauf der Erkrankung und Therapieerfolge zu kontrollieren und zu erfassen. Ihr Arzt bespricht dabei mit Ihnen gemeinsam, in welchem Abstand diese Untersuchungen erfolgen sollen. Unabhängig davon wird bei Asthmapatienten ab dem 5. Lebensjahr mindestens einmal jährlich eine Lungenfunktionsmessung durchgeführt und dokumentiert.
Ihr Arzt oder Ihre Ärztin berät Sie über Maßnahmen, wie Sie im Alltag verantwortungsbewusst und handlungssicher mit der Erkrankung Asthma bronchiale umgehen, eine mögliche Verschlechterung des Krankheitsverlaufes selbst erkennen und Kontakt mit belastenden Ursachen, wie beispielsweise Allergenen oder dem Rauchen, vermeiden können.
Um ein besseres Grundverständnis für die Krankheit Asthma bronchiale zu entwickeln, bietet die Barmer spezielle Schulungsprogramme an. Dabei erlangen Sie wichtige Kenntnisse über den Krankheitsverlauf, individuelle Auslöser, die Behandlung von Asthma bronchiale und richtige Atemtechniken, wenn Inhalatoren zum Einsatz kommen. In den Schulungen können Sie sich zudem mit anderen Betroffenen austauschen. Auch als Eltern eines von Asthma betroffenen Kindes fällt die Betreuung nach einer solchen Schulung oft leichter.
Körperliche Bewegung und regelmäßiger Sport kann helfen, die Symptome von Asthma bronchiale zu verringern und Ihre körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern. Ihr behandelnder Arzt und die Geschäftsstellen der Barmer beraten Sie im Rahmen des Besser-Leben-Programms gern zu individuellen Sportarten und Bewegungsangeboten, angepasst an Ihren Gesundheitszustand und Ihre körperliche Belastbarkeit.
Die Erkrankung Asthma bronchiale und ihre Begleit- und Folgeerkrankungen können weitreichende Auswirkungen auf Ihre körperliche Belastbarkeit und psychische Gesundheit haben. Unter Umständen können sie zu einer verminderten Erwerbsfähigkeit führen. Als Patient haben Sie in dem Fall die Möglichkeit, Rehabilitationsmaßnahmen in Anspruch zu nehmen, die speziell auf Atemwege und Lunge ausgerichtet sind. Eine solche Reha kann Ihre Chancen verbessern, wieder Ihrem Beruf nachgehen zu können und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Die Rehabilitationsmaßnahmen können ambulant oder stationär durchgeführt werden. Die Notwendigkeit dafür überprüft Ihr Arzt jeweils individuell.
Ihre Ärztin oder Ihr Arzt prüft im Rahmen dieses Behandlungsprogramms auch, ob psychotherapeutische Hilfe und/oder eine psychiatrische Behandlung für Sie hilfreich sein können.
Krankheiten, die häufig in Kombination mit Asthma bronchiale auftreten, werden erkannt und behandelt. Dazu zählen beispielweise Entzündungen der Nase und Nasennebenhöhlen, Pseudokrupp bei Kindern, Übergewicht oder auch der sogenannte Reflux, ein Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre. Die richtige Therapie dieser Begleit- und Folgeerkrankungen kann gleichzeitig zu einer Linderung der Asthmasymptome verhelfen.
Die medikamentöse Behandlung von Asthma bronchiale im Rahmen des DMP erfolgt nach Absprache mit Ihrem Arzt. Ein individueller Therapieplan sowie spezielle Beratungen und Asthmaschulungen sollen Ihnen helfen, Ihre Beschwerden zu kontrollieren, den Bedarf an Medikamenten richtig einzuschätzen und diese korrekt anzuwenden.
Wurden die auslösenden Erreger für Ihr allergisch bedingtes Asthma erkannt und ist eine medikamentöse Behandlung bisher ohne Erfolg, prüft Ihr Arzt, ob eine Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie, SIT) als Maßnahme Erfolg versprechend sein kann.
Impfungen gegen die Grippe (Influenza) oder Pneumokokken als Erreger einer bestimmten Art von Lungenentzündung können helfen, Ihre bereits geschwächten Atemwege zu schützen. Lassen Sie sich im Rahmen des DMP Asthma bronchiale von Ihrem behandelnden Arzt beraten.


Bewertung des DMP Asthma bronchiale

Sowohl wir als auch die Ärzte haben im Rahmen der DMP den Auftrag, eine Qualitätssicherung durchzuführen. Die Ergebnisse sind in den folgenden Qualitätssicherungsberichten enthalten:

Um die Auswirkung einer Behandlung im DMP besser bewerten zu können, besteht der gesetzliche Auftrag, regelmäßige Evaluationsberichte zu erstellen. Die Zwischenberichte zu den Evaluationsergebnissen für das DMP Asthma bronchiale finden Sie hier:

Sie möchten mehr über Asthma bronchiale erfahren?

Mehr zum Thema lesen Sie auf den Internetseiten des Deutschen Allergie- und Asthmabunds.

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Webcode: a000028 Letzte Aktualisierung: 05.10.2020
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