Eine Frau läuft barfuß durchs Gras
Leistungen

Stoßwellentherapie: Behandlung bei Nieren- und Gallensteinen sowie Fersenschmerzen

Lesedauer weniger als 4 Min

Redaktion:

Barmer

Qualitätssicherung:

Stefan Daumen (Abteilung Ambulante Versorgung)

Ihre Barmer-Vorteile bei der Stoßwellentherapie

Vollständige Übernahme Ihrer Kosten

Bei der Therapie von Nieren- und Gallensteinen sowie bei Fersenschmerzen entstehen für Sie keine Kosten.

Wiederholung der Therapie möglich

Sie erhalten die Stoßwellentherapie einmal im Jahr über Ihre Gesundheitskarte, ohne die Leistung beantragen zu müssen.

Kostenfreie medizinische Beratung

Mit der Barmer Teledoktor-App erhalten Sie in wenigen Minuten professionelle Unterstützung bei Ihren Fragen.

Die Stoßwellentherapie (ESWT) ist eine sanfte Behandlungsmethode bei Schmerzen an Gelenken und Sehnen. Obwohl die ESWT grundsätzlich keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung darstellt, übernimmt Ihre Barmer bei bestimmten Beschwerden die Behandlungskosten für eine Stoßwellentherapie.

Was ist eine Stoßwellentherapie?

Die Stoßwellentherapie ist eine schonende Methode zur Behandlung von akuten und chronischen Schmerzen im Bewegungsapparat. Dabei werden außerhalb des Körpers (extrakorporal) Druckwellen erzeugt. Das Verfahren wird daher auch als extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) bezeichnet. Das Ziel der Stoßwellentherapie ist es, die Selbstheilungsprozesse des Körpers anzuregen.

Welche Leistungen erhalten Sie bei einer Stoßwellentherapie?

Die Stoßwellentherapie ist ein modernes Behandlungsverfahren, das mechanische Druckwellen nutzt, um gezielt Heilungsprozesse im Körper zu aktivieren. Je nach Beschwerden kommen dabei zwei Formen zum Einsatz: radiale und fokussierte Stoßwellen.

Bezahlt die Krankenkasse die Stoßwellentherapie?

Die Barmer übernimmt die Kosten für die Stoßwellentherapie

  • bei chronischen Schmerzen aufgrund von nachgewiesenen Nieren- oder Gallensteinen und
  • bei Fersenschmerzen aufgrund einer Entzündung der Plantarfaszie. Übernommen werden drei Sitzungen je Fuß, wenn Ihre körperliche Aktivität seit mindestens sechs Monaten eingeschränkt ist und eine herkömmliche konservative Therapie während dieser Zeit keine Erfolge erzielte. Zusätzlich sollten Sie in den letzten zwei Quartalen jeweils mindestens einmal in Behandlung bei einem zugelassenen Facharzt oder einer Fachärztin gewesen sein. Die Behandlung kann als fokussierte oder radiale ESWT erfolgen und muss durch Orthopäden, Unfallchirurgen sowie Fachärzte für Physikalische und Rehabilitative Medizin erbracht werden. Eine Behandlung durch andere Facharztgruppen (z. B. Fachärzte für Unfallchirurgie) und Hausärzte kann nicht übernommen werden.

Wie können Sie eine Stoßwellentherapie in Anspruch nehmen?

Häufige Fragen und Antworten zur Stoßwellentherapie

Die Stoßwellentherapie ist eine schonende, nicht-operative Behandlungsmethode, bei der außerhalb des Körpers mechanische Druckwellen (Stoßwellen) erzeugt werden, um Heilungsprozesse im Gewebe anzuregen und Schmerzen zu lindern. Der medizinische Fachbegriff lautet extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT).

Die Stoßwellentherapie zielt darauf ab, Schmerzen zu lindern und die Selbstheilung des Gewebes zu fördern.

Die Barmer übernimmt die Kosten der Stoßwellentherapie bei bestimmten Beschwerden:
✔ Nieren- oder Gallensteine
✔ Fersenschmerzen aufgrund einer Entzündung der Plantarfaszie (z. B. Fersensporn)

Bei der Stoßwellentherapie werden Druckwellen gezielt auf die betroffene Körperstelle gerichtet. Man unterscheidet zwei Hauptformen:

  • Fokussierte Stoßwellen: Dringen tief ins Gewebe ein und eignen sich z. B. zur Behandlung von Nieren- oder Gallensteinen oder tieferen Problemen.
  • Radiale Stoßwellen: Breiten sich flächiger aus und wirken bei oberflächlichen Beschwerden wie Fersenschmerzen.
    Die Druckwellen unterstützen den Zellstoffwechsel, lösen muskuläre Verspannungen und regen Heilungsprozesse an.
Eine Therapiesitzung dauert meist 15–30 Minuten. Nach einer ärztlichen Untersuchung wird die betroffene Stelle lokalisiert und mit einem Gel vorbereitet. Anschließend wird das Stoßwellengerät auf die entsprechende Körperregion gesetzt und die Druckimpulse abgegeben. Die Behandlung ist in der Regel gut verträglich und kann ein leichtes Klopfen oder Prickeln verursachen.
Sie können die Stoßwellentherapie einmal jährlich über Ihre Gesundheitskarte in Anspruch nehmen, ohne separaten Leistungsantrag und ohne zusätzliche Kosten.
Ja, die Barmer übernimmt die vollständigen Kosten, wenn die Therapie unter den genannten Voraussetzungen erfolgt:
✔ bei nachgewiesenen Nieren- oder Gallensteinen,
✔ bei Fersenschmerzen (Plantarfaszienentzündung),
und wenn Sie seit mindestens sechs Monaten eingeschränkt aktiv sind und eine konservative Therapie ohne spürbaren Erfolg war. Die Abrechnung erfolgt direkt über Ihre Gesundheitskarte.
Die Behandlung muss durch Ärztinnen oder Ärzte aus bestimmten Fachgruppen erfolgen, darunter Orthopädie, Unfallchirurgie oder Fachärzte für physikalische und rehabilitative Medizin. Eine Abrechnung über die Krankenkasse ist nur in solchen Fällen möglich.
Für die Kostenübernahme bringen Sie einfach Ihre Gesundheitskarte zur Behandlung mit. Es empfiehlt sich, im Vorfeld mit Ihrer Praxis oder dem Barmer-Serviceteam abzustimmen, ob die Voraussetzungen erfüllt sind und welche Fachärzte oder Fachärztinnen in Ihrer Nähe die Leistung anbieten.
✔ Nicht-operative, schonende Therapie
✔ Schmerzlinderung und Förderung körpereigener Heilprozesse
✔ Keine Zuzahlung bei Erfüllung der Voraussetzungen
✔ Jährliche Wiederholung möglich
✔ Direkte Abrechnung über die Gesundheitskarte
Die Stoßwellentherapie ist nicht für alle Beschwerden geeignet und wird nur bei klar definierten Indikationen erstattet.

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