Ein junges Paar mit Hula Hoop Reifen in einem Park
Sportarten

Hula Hoop: Wie effektiv ist das Training wirklich?

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Redaktion:

Barmer

Qualitätssicherung:

Robin Becker (BSc Sportwissenschaft, MA Sportmanagement, BARMER)

Ein Reifen, ein bisschen Platz und plötzlich bist du mitten im Workout. Hula Hoop ist funktioniert überall: im Park, im Wohnzimmer, auf Social Media. Der Trend wirkt simpel, fast spielerisch, aber wer es ausprobiert, merkt schnell: Das kann ganz schön anstrengend werden. Und genau das macht Hula Hoop so spannend. Das Training ist einfach, macht Spaß und braucht kaum Equipment. Aber bringt Hula Hoop wirklich etwas für Fitness und Bauchmuskeln?

Was ist Hula-Hoop-Training?

Beim Hula-Hoop-Training wird ein Reifen um die Hüften geschwungen. Durch die kreisenden Bewegungen arbeitet vor allem die Körpermitte.

Dabei werden besonders aktiviert:

  • Bauchmuskeln
  • Rückenmuskulatur
  • Rumpfmuskulatur

Das Training kann außerdem den Kreislauf in Schwung bringen und ist damit auch eine Form von Ausdauertraining.

Vom Spielzeug zum Fitness-Workout

Hula Hoop ist kein neuer Hype. Die ersten Reifen wurden schon in den 1950er Jahren in den USA produziert und wurden sofort ein riesiger Erfolg: Innerhalb von vier Monaten wurden rund 25 Millionen Stück verkauft.

Der Name setzt sich aus „Hula“ (ein hawaiianischer Tanz) und „Hoop“ (englisch für Reifen) zusammen.

Seitdem taucht der Reifen immer wieder auf, verschwindet kurz und kommt dann mit neuem Hype zurück.

Wie effektiv ist Hula Hoop als Workout?

Hula Hoop kann ein effektives Training sein, besonders für Bauch, Rücken und die Körpermitte.

Wer regelmäßig trainiert, kommt dabei schnell ins Schwitzen. Das Training kann ähnlich anstrengend sein wie ein leichtes Tanztraining.

Wie intensiv das Training ist, hängt vor allem davon ab:

  • wie lange du trainierst
  • wie schnell du dich bewegst
  • wie fit du bist

Zur Orientierung:
Eine 1,70 m große Person mit 60 kg verbrennt bei 30 Minuten Training etwa 150 Kilokalorien.

Das ist nicht so viel wie bei manchen anderen Sportarten, aber trotzdem ein solides Workout.

Diese Muskeln trainierst du beim Hula Hoop

Beim Reifenschwingen arbeitet vor allem deine Körpermitte.

Trainiert werden:

  • Bauchmuskeln
  • Rückenmuskulatur
  • Gesäß
  • Oberschenkel
  • Beckenboden

Damit der Reifen oben bleibt, musst du deine Bauchmuskeln aktiv anspannen. Das macht den Bauch langfristig stärker und stabilisiert gleichzeitig den Rücken.

Ein positiver Nebeneffekt: Eine kräftige Rumpfmuskulatur kann Rückenschmerzen und Verspannungen vorbeugen.

Was Hula Hoop zusätzlich im Körper bewirken kann

Hula Hoop bewegt nicht nur Muskeln, sondern bringt auch den Körper insgesamt in Schwung.

Die Bewegung:

  • regt den Stoffwechsel an
  • fördert die Durchblutung
  • massiert die inneren Organe
  • kann Verdauung und Fettverbrennung unterstützen
  • und sich positiv auf dein Körpergefühl auswirken

Für wen ist Hula Hoop geeignet?

Das Beste am Hula Hoop: Es gibt kaum Einstiegshürden.

Der Sport ist geeignet für:

  • Anfängerinnen und Anfänger
  • Menschen ohne Vorerfahrung
  • unterschiedliche Fitnesslevel

Du brauchst:

  • keinen Kurs
  • kein teures Equipment
  • kaum Platz

Und du kannst sofort starten.

Viele Menschen werden schnell besser, auch ohne sportlichen Hintergrund.

Der richtige Hula-Hoop-Reifen

Für Anfängerinnen und Anfänger kann ein größerer und etwas schwererer Reifen hilfreich sein.

Der Grund:
Solche Reifen lassen sich oft leichter kontrollieren und bleiben stabiler in der Bewegung.

Mit zunehmender Übung kann man später auch andere Reifen ausprobieren.

Wie oft sollte man trainieren?

Wenn du Ergebnisse sehen möchtest, hilft vor allem Regelmäßigkeit.

Eine gute Orientierung:

  • mehrmals pro Woche trainieren
  • mit etwa 15 Minuten starten
  • langsam auf etwa 30 Minuten steigern

Wenn du dranbleibst, kann das Training ähnlich intensiv werden wie Tanzsport.

Drei einfache Übungen für dein Training

Wenn du etwas Abwechslung willst, kannst du dein Training leicht variieren.

1. Richtung wechseln

Lass den Reifen:

  • mal nach links
  • mal nach rechts
  • mal schneller
  • mal langsamer kreisen

So werden unterschiedliche Muskeln aktiviert.

2. Ausfallschritt mit Hula Hoop

  • Einen Schritt nach vorne machen
  • Vorderes Bein leicht beugen
  • Hinteres Bein gestreckt lassen
  • Reifen weiter kreisen lassen
  • Arme nach oben strecken

So trainierst du zusätzlich Beine und Gesäß.

3. Hula-Squats

  • Beim Kreisen leicht in die Hocke gehen
  • wieder aufrichten
  • alternativ Ausfallschritte einbauen

Wichtig: Der Reifen bleibt dabei in Bewegung.

So gelingt der Einstieg

Am Anfang fällt der Reifen oft zu Boden, das ist völlig normal.

Mit ein bisschen Übung klappt es schnell besser.

So startest du:

  1. Den Reifen auf Taillenhöhe anlegen
  2. Mit beiden Händen leicht zusammendrücken
  3. Füße in Schrittstellung, etwa 30 cm Abstand
  4. Bauch anspannen
  5. Den Reifen mit einer Hand anschieben
  6. Mit kleinen Gewichtsverlagerungen arbeiten

Hinweis:
Die Hüfte kreist am Anfang nicht aktiv. Die Bewegung kommt aus einem leichten Wippen der Beine.

Warum Hula Hoop ein Klassiker ist

Hula Hoop ist ein unkompliziertes Training, das viele Menschen leicht in ihren Alltag einbauen können. Irgendwo liegt vielleicht noch ein Reifen zu Hause und wird wieder hervorgeholt.

Der Trend lebt davon, dass:

  • die Bewegung Spaß macht
  • schnell Erfolge sichtbar sind
  • immer neue Tricks entstehen

Es gibt Kurse, Tutorials und sogar Wettbewerbe.

Ein Beispiel: In Thailand haben 4.483 Menschen gleichzeitig Hula Hoop gemacht. Und manche schafften es, den Reifen hunderte Male hintereinander zu kreisen.

Häufige Fragen zu Hula Hoop

Hula Hoop kann ein effektives Training sein, vor allem für Bauch-, Rücken- und Rumpfmuskulatur. Wenn man mehrmals pro Woche trainiert und die Trainingszeit langsam steigert, kann das Training den Kreislauf anregen und den Körper fordern.
Zum Einstieg können etwa 15 Minuten Training ausreichen. Mit zunehmender Übung kann die Dauer schrittweise auf etwa 30 Minuten erhöht werden.

Beim Hula-Hoop-Training arbeiten vor allem:

  • Bauchmuskeln
  • Rückenmuskulatur
  • Rumpfmuskulatur

Die kreisenden Bewegungen stabilisieren die Körpermitte.

Für Trainingseffekte empfiehlt sich regelmäßiges Training, zum Beispiel mehrmals pro Woche.
Ein größerer und etwas schwererer Reifen kann für Anfängerinnen und Anfänger hilfreich sein, weil er sich leichter kontrollieren lässt.

Neben dem klassischen Kreisen lassen sich auch andere Übungen integrieren, zum Beispiel:

  • Richtungswechsel beim Kreisen
  • Kniebeugen mit Reifen
  • Ausfallschritte während der Bewegung

Das sorgt für mehr Abwechslung im Training.

Literatur und weiterführende Informationen

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