Transparenz bei der Barmer: Neuigkeiten und Hintergründe

Unser Einsatz für ein transparenteres Gesundheitswesen

Für unsere Versicherten und im Interesse aller setzen wir uns für ein besseres und transparenteres Gesundheitswesen ein. Nur informierte Patientinnen und Patienten können bestmöglich für sich entscheiden. 

Neue Funktionen für den Barmer Kompass

Die Barmer ermöglicht ihren Versicherten Einblick in Prozesse und Entscheidungen, die sie persönlich betreffen. Möglich macht dies der Barmer Kompass, der nun erweitert wird. 

Gut beraten in der Pandemie

Mit zuverlässigen Gesundheitsinformationen und einer Bürger-Hotline engagiert sich die Barmer gegen Verunsicherung und die Verbreitung von Falschmeldungen. 

Transparenz bei der Barmer: News und Infos

News-Teaser-Bild No10 Pflegereport Buchstapel

November 2022 | Berlin
Pflegereport 2022: Corona-Auswirkungen transparent gemacht
Die Corona-Pandemie hat die Pflegebedürftigen und die Pflegenden enorm belastet. Der aktuelle Pflegereport der Barmer macht die Auswirkungen von Corona auf den Pflegebereich transparent.
Gerade zu Beginn der Pandemie sind besonders in den Pflegeheimen viele Menschen an COVID-19 erkrankt. Zudem waren 50 bis 60 Prozent der mit COVID-19 Verstorbenen stationär Pflegebedürftige. Am Ende der vierten Welle waren es noch zwischen 30 und 40 Prozent. Auch das Personal in Pflegeheimen ist stark von den jeweiligen Wellen der COVID-19-Pandemie betroffen gewesen, zu Spitzenzeiten sogar fast fünfmal so viel wie andere Berufsgruppen. Das hat sich erst in der vierten Welle von August bis Dezember 2021 angeglichen. Ebenfalls auffällig: In der Frühphase der Pandemie gab es bis zu einem Drittel weniger neue Aufnahmen in Pflegeheimen. 
Die Analyse der bisherigen Corona-Wellen liefert wichtige Anhaltspunkte für den weiteren Umgang mit der Pandemie in der stationären Pflege. Nun gilt es, die richtigen Schlüsse zu ziehen und beispielsweise für den kommenden Winter einen wirkungsvollen Schutz mit psychosozialem Augenmaß zu verwirklichen. Mehr zum Pflegereport finden Sie hier.
 

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November 2022 | Berlin
Diabetes-Atlas 2022: unterschiedliche Betroffenheit transparent machen
Bundesweit leiden den Versorgungsdaten der Barmer zufolge rund 7,2 Millionen Menschen und damit 8,7 Prozent der Bevölkerung an Diabetes mellitus Typ 2. Das entspricht einem Anstieg von etwa 18 Prozent in zehn Jahren. Der interaktive Diabetes-Atlas bringt dabei Transparenz in die Verteilungen der Krankheitslast nach Bundesländern, Altersgruppen, Geschlecht und Jahr. 
So gibt es beispielsweise klare Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Während bis zu einem Alter von 40 Jahren Frauen und Männer fast im selben Maße an der „Altersdiabetes“ erkranken, steigt die Rate bei Männern ab 40 stark an. Der Diabetes-Atlas macht zudem die regionale Verteilung der Volkskrankheit transparent. In den nördlichen Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen sowie im Süden (Bayern und Baden-Württemberg) sind die relativen Häufigkeiten am niedrigsten und liegen unter 8 Prozent. In den östlichen Bundesländern hingegen liegen sie deutlich höher, bis hin zu 13,5 Prozent in Sachsen-Anhalt. 
Die Analysedaten machen klar sichtbar, wie wichtig jetzt die erfolgreiche Umsetzung der Nationalen Diabetesstrategie, aber auch individuelle Bemühungen zur Prävention sind.

Zwei Ausgaben des BARMER Arzneimittelreports-2022 liegen übereinander auf einem Stapel.

Oktober 2022 | Berlin
Arzneimittelreport 2022: Gefahren der Polypharmazie durch digitale Transparenz ausschließen
Die Arzneimitteltherapie ist in Deutschland so komplex wie niemals zuvor. Ohne digitale Hilfe kann sie nicht ausreichend transparent und damit sicher sein. Das belegt der aktuelle Arzneimittelreport der BARMER. Er analysiert die Arzneimitteltherapie von Versicherten ab dem Alter von 40 Jahren für den Zeitraum von zehn Jahren. Demnach werden je Versicherten im Schnitt 37 Diagnosen innerhalb einer Lebensdekade dokumentiert. Patientinnen und Patienten bekommen etwa 20 Wirkstoffe verordnet, bei Menschen ab 80 Jahren sind es sogar eineinhalbmal so viele. In dieser Zeit besucht eine Patientin oder ein Patient im Schnitt rund 21 Arztpraxen. „Für Ärztinnen und Ärzte ist es kaum möglich, angesichts der Komplexität der Arzneimitteltherapie den Überblick zu behalten und Medikationsrisiken einzuschätzen“, so Prof. Dr. med. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der BARMER. Eine transparente digitale Dokumentation ist somit für Arzneimitteltherapiesicherheit unabdingbar.

Ein Notfallwagen im Einsatz.

September 2022 | Berlin
Krankenhausreport 2022: unerfahrene Kliniken sollten Eingriffe abgeben 
Routine kann Leben retten: Je häufiger ein Krankenhaus bestimmte Behandlungen durchführt, desto höher die Qualität und umso seltener kommt es zu Komplikationen. Aber lassen sich Operationen aus Kliniken mit wenig Erfahrung problemlos in Häuser mit viel Expertise verlegen? Das hat die Barmer in ihrem Krankenhausreport 2022 für bestimmte Eingriffe an Hüfte und Knie sowie nach Herzinfarkten untersucht. Das Ergebnis: Für viele Eingriffe wäre eine Verlagerung im Sinne der Patientinnen und Patienten möglich und sinnvoll und zwar ohne, dass sich dadurch die Fahrzeit deutlich verlängern würde. 
Der Krankenhausreport der Barmer erscheint jährlich mit wechselnden Schwerpunktthemen und basiert auf einer Analyse von Versichertendaten und Qualitätsberichten der Krankenhäuser. Hier können Sie den Krankenhausreport 2022 abrufen
 

Cover Gesundheitsreport 2022 in einem Tablet

August 2022 | Wuppertal
Gesundheitsreport 2022 veröffentlicht – Schwerpunkt Gender
Der Barmer Gesundheitsreport wertet jährlich die Krankmeldungen der Erwerbstätigen aus, die bei der Barmer versichert waren. Dies schafft Transparenz über krankheitsbedingte Fehlzeiten von Beschäftigten und unterstützt so eine gezielte Förderung gesunder Arbeit. Schwerpunkt der diesjährigen Auswertung sind die genderspezifischen Unterschiede im Hinblick auf gesundheitliche Probleme und Erkrankungen in drei unterschiedlichen Erwerbsaltersgruppen. Die Ergebnisse belegen, dass es in allen untersuchten Altersgruppen Gender-Unterschiede gibt. Die meisten Unterschiede bleiben auch dann bestehen, wenn man herausrechnet, dass verschiedene Berufe mit verschiedenen Risikoprofilen je nach Geschlecht verschieden stark vertreten sind. Frauen und Männer werden also unterschiedlich krank, auch wenn sie gleiche oder vergleichbare Berufe ausüben. Das spricht dafür, im betrieblichen Gesundheitsmanagement geschlechtsspezifische Unterschiede stärker zu berücksichtigen.
Lesen Sie mehr zum Gesundheitsreport 2022

Eine junge Frau sitzt am Tisch am Laptop und hat einen Hund auf dem Schoß

Mai 2022 | Berlin
Digitaler Atlas schafft Transparenz über Krankheitsgeschehen in Deutschland
Das Barmer Institut für Gesundheitssystemforschung (bifg) gibt mit dem neuen Morbiditäts- und Sozialatlas Journalisten, Wissenschaftlern und allen Interessierten die Möglichkeit, das Krankheitsgeschehen in Deutschland detailliert zu analysieren. Es handelt sich um ein interaktives, digitales Angebot auf der Website des Instituts. Der Atlas erlaubt es, die Krankheitslast für zahlreiche Erkrankungen bis auf die Ebene einzelner Landkreise nachzuverfolgen. Neben regionalen Vergleichen sind auch Analysen des Krankheitsgeschehens nach Alter, Bildung oder Geschlecht möglich. Basis der Auswertungen sind anonymisierte und standardisierte Versichertendaten. Das Angebot ist kostenfrei nutzbar und offen zugänglich.
Testen Sie den Morbiditäts- und Sozialatlas

Eine Frau putzt sich die Zähne

Mai 2022 | Berlin
Barmer Kompass: Neuer Service für Ihren Zahnersatz
Der Leistungsprozess Zahnersatz wird in den Kompass integriert. Der Kompass ist Teil der Barmer-App und ermöglicht es Versicherten, den Bearbeitungsstatus Ihrer Anträge digital zu verfolgen. Neben Anliegen rund um Kranken- oder Mutterschaftsgeld und Hilfsmittel unterstützt der Kompass nun auch beim Thema Zahnersatz und schlüsselt Heil- und Kostenpläne transparent und verständlich auf. Dieser Service ergänzt das Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt und kann mehr Klarheit über die Behandlung verschaffen. So hilft ein virtuelles Zahnschema, den geplanten Zahnersatz und die Behandlung nachzuvollziehen. Eine Kostenaufstellung gibt Aufschluss über den übernommenen Anteil der Barmer und den jeweiligen Eigenanteil. 
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Ein älteres Paar steht an einem See, der Mann sitzt im Rollstuhl

Februar 2022 | Berlin
Barmer Kompass: Hilfsmittel immer im Blick
Der Barmer Kompass als Teil der Barmer-App wird um den Leistungsprozess Hilfsmittel erweitert. Mit dem Kompass können Versicherte, ähnlich wie beim Online-Shopping, den Bearbeitungsstatus Ihrer Anträge digital verfolgen. Versicherte, die ein Hilfsmittel beantragt haben, verschafft der Kompass Klarheit darüber, wie es mit ihrem Hilfsmittelantrag bei der Barmer weitergeht. Die Versicherten können jeden Schritt nachvollziehen und haben außerdem volle Kostentransparenz. Sie bekommen Antworten auf die Frage, welche Kosten in ihrem Fall übernommen werden, wie hoch die gesetzliche Zuzahlung oder der jeweilige Eigenanteil ist. Außerdem enthält der Kompass Kontaktdaten zum Hilfsmittelanbietenden und weiß, an wen man sich wenden kann, wenn das Hilfsmittel einmal kaputt sein sollte oder gewartet werden muss.
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Eine dreiköpfige Familie sitzt gemeinsam am Tisch und schaut auf den Bildschirm eines Notebooks.

November 2021 | Berlin
Barmer Kompass für Transparenz bei CDR-Awards nominiert
Die Barmer setzt sich für mehr Transparenz im Gesundheitswesen ein. Mit dem Kompass hat sie ein digitales Werkzeug entwickelt, mit dem Versicherte Leistungsprozesse der Krankenkasse nachvollziehen können. Intransparente Abläufe führen oft zu Unsicherheit und einem Gefühl der Hilflosigkeit bei Menschen, die sich aufgrund von Krankheit in einer ohnehin belastenden Situation befinden. Der Kompass als Bestandteil der Barmer-App und des Online-Mitgliederbereichs wurde zunächst entwickelt, um den Krankengeldprozess transparenter zu gestalten. Das Tool wird nun kontinuierlich erweitert und deckt künftig auch die Themen Zahnersatz, Hilfsmittel und Mutterschaftsgeld ab.
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Ein Mann sitzt auf einer Fensterbank und nutzt einen Laptop

Juni 2021 | Berlin
Erster Transparenzbericht veröffentlicht
Die Barmer hat als eine der größten Krankenkassen Deutschlands ihren ersten Transparenzbericht vorgelegt. Damit stehen den rund neun Millionen Versicherten der Krankenkasse und allen Interessierten umfassende Informationen zur Leistungsqualität etwa bei Zahnersatz, Hilfsmitteln oder Krankengeld zur Verfügung. „Versicherte können bestmöglich für sich entscheiden, wenn sie über ausreichende und verständliche Informationen verfügen. Genau das ist unser Ziel. Wir wollen unsere Arbeitsabläufe, Entscheidungsprozesse und die Leistungsqualität für unsere Versicherten nachvollziehbar machen. Unser Transparenzbericht bildet hier einen weiteren wichtigen Meilenstein“, sagt Prof. Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer. Neben den Daten aus der Leistungspraxis richtet der aktuelle Bericht auch einen Fokus auf die Entscheidungsprozesse der Kasse.
Lesen Sie hier den Transparenzbericht 2020