Schwangerschaftsvorsorge

Die Schwangerschaft und die Mutterschaft genießen einen besonderen Schutz. Gesunde Frauen haben die besten Voraussetzungen, einen guten Schwangerschaftsverlauf und eine normale Geburt zu erleben. 

Die ärztliche Betreuung begleitet Mutter und Kind durch die gesamte Schwangerschaft und über die Entbindung hinaus. So können Gesundheitsstörungen rechtzeitig erkannt und adäquat behandelt werden. Vorrangiges Ziel der ärztlichen Schwangerenvorsorge sind das frühzeitige Erkennen und die besondere Überwachung von Risikoschwangerschaften und Risikogeburten.

Ihre Barmer-Vorteile für Schwangerschaftsvorsorge

  • Die Barmer trägt die Kosten für die medizinische Betreuung während der Schwangerschaft. Die Leistung umfasst alle medizinisch erforderlichen Maßnahmen.
  • Die Versorgung mit Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmitteln im Zusammenhang mit der Schwangerschaft und der Entbindung ist für Sie zuzahlungsfrei.
  • Mutter und Kind werden alle vier Wochen (ab der 32. Woche alle vierzehn Tage) auf eventuelle Anzeichen einer Gesundheitsstörung oder -gefährdung überprüft.
  • Zusätzlich können Sie sich auf Schwangerschaftsdiabetes untersuchen lassen. Dieser Test wird im 6. oder 7. Schwangerschaftsmonat angeboten und ist für Sie kostenfrei.
  • Grundsätzlich empfehlen wir jeder Schwangeren einen HIV-Antikörper-Test, denn die Wahrscheinlichkeit einer HIV-Übertragung auf das Kind kann durch wirksame therapeutische Maßnahmen gesenkt werden. Dieser Test ist freiwillig und für Sie kostenfrei.

Unsere Leistung Schwangerschaftsvorsorge in Anspruch nehmen

  • Die Schwangerenvorsorge wird Ihnen automatisch von Ihrem Frauenarzt angeboten.
  • Die Vorsorge ist in den Mutterschaftsrichtlinien geregelt – jede Versicherte hat Anspruch auf dieselben Leistungen.
  • Die Abrechnung erfolgt einfach und unkompliziert über die Versichertenkarte.
  • Auch ein Arztwechsel ist in der laufenden Schwangerschaft nicht ausgeschlossen. Legen Sie hierbei aber immer Ihren Mutterpass vor. Dann ist der Arzt über bisherige Untersuchungsergebnisse informiert und weiß, ob er die Betreuungspauschale abrechnen kann oder andere Abrechnungsmöglichkeiten nutzen muss.

 Die Untersuchungen der Schwangerenvorsorge

Die erste Untersuchung nach Feststellung der Schwangerschaft sollte möglichst frühzeitig erfolgen. 

Folgende Untersuchungen werden durchgeführt:

  • Familien-, Eigen-, Schwangerschafts- sowie Arbeits- und Sozialanamnese
  • Allgemeinuntersuchung und gynäkologische Untersuchung
  • Blutdruckmessung und Feststellung des Körpergewichtes
  • Urinuntersuchung und Hämoglobinbestimmung

Die Nachfolgeuntersuchungen werden im Allgemeinen im Abstand von vier Wochen stattfinden und sind unabhängig von der Behandlung auftretender Beschwerden oder Krankheitsanzeichen.

Folgende Untersuchungen werden durchgeführt:

  • Gewichtskontrolle und Blutdruckbestimmung
  • Urinuntersuchung und Hämoglobinbestimmung
  • Kontrolle des Standes der Gebärmutter und Kontrolle der kindlichen Herzaktionen
  • Feststellung der Lage des Kindes

Ultraschallwellen sind hochfrequentierte Schallwellen, die vom Baby reflektiert werden. Wenn der Babybauch per Ultraschall untersucht wird, kann das zurückkehrende Echo von einem Computer in ein Bild übersetzt werden. Dabei zeigen sich die Schallwellen als unterschiedliche Grautöne: je fester das Gewebe, desto heller die Anzeige auf dem Bild. Auf einem Ultraschallbild sehen Sie Knochen weiß dargestellt und weiches Gewebe
in Grau, das Fruchtwasser erscheint schwarz. Das Ultraschallscreening dient der Überwachung einer normal verlaufenden Schwangerschaft – mit dem Ziel, Mehrlingsschwangerschaften zu erkennen, das Kindsalter zu bestimmen, die Kindsentwicklung zu verfolgen und auffällige Merkmale des Kindes frühzeitig zu entdecken.

Insgesamt sind drei Ultraschalluntersuchungen vorgesehen:

  • 8. (+0 Tage)  bis 11. (+6 Tage) Schwangerschaftswoche
  • 18. (+0 Tage) bis 21. (+6 Tage) Schwangerschaftswoche
  • 28. (+0 Tage) bis 31. (+6 Tage) Schwangerschaftswoche

Erweiterter Basisultraschall

Schwangere haben die Wahl, die 2. Ultraschalluntersuchung entweder als Basisuntersuchung oder in einer erweiterten Form durchführen zu lassen.

  • Bei der Basisuntersuchung wird die Größe von Kopf, Bauch und eines Oberschenkels des Kindes gemessen sowie die Lage des Mutterkuchens beurteilt.
  • Beim erweiterten Ultraschall werden zusätzlich Kopfform, Gehirnkammern, Kleinhirn, Hals und Rücken, Brustkorb, Herzrhythmus, Bauchwand, Harnblase und Magen des Ungeborenen begutachtet.

Frauenärztinnen und Frauenärzte, die diese Untersuchung durchführen, müssen besonders qualifiziert sein. Schwangere, deren Ärztin oder Arzt diese Qualifikation nicht besitzt, können sich überweisen lassen. Die Abrechnung erfolgt über die Versichertenkarte.

Für Schwangere zwischen der 24. und 27. (+6 Tage) Schwangerschaftswoche empfohlen: ein kostenfreier Test auf Schwangerschaftsdiabetes.

Weitere Informationen für Ihre Schwangerschaft

Während einer Schwangerschaft und in der Stillzeit sollte jede Frau vorsichtig bei der Einnahme von Medikamenten sein. Sie könnten das Kind schädigen. Besprechen Sie deshalb jedes Arzneimittel - egal ob Abführmittel, Medikamente gegen Vorerkrankungen oder pflanzliche Präparate - mit Ihrem behandelnden Arzt/ Ihrer behandelnden Ärztin.

Weitere Informationen erhalten Sie auch unter Arzneimittelsicherheit in der Schwangerschaft und Stillzeit

Webcode dieser Seite: a000093 Autor: Barmer Erstellt am: 29.10.2015 Letzte Aktualisierung am: 31.07.2017
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