Eine Frau watet barfuß durch einen Bach.
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Krampfadern entfernen: Ablauf, Vorteile, Kostenübernahme

Lesedauer weniger als 4 Min
Redaktion:
Alexandra Zimmer (Medical Writer, Content Fleet GmbH)
Qualitätssicherung:
Stefan Daumen (Fachbereich Ambulante Versorgung)

Krampfadern entfernen? Dafür gibt es mehr als nur einen Weg. Vom klassischen Stripping über Verödung bis zur CHIVA-Methode oder Laserbehandlung: Jedes Verfahren hat eigene Vor- und Nachteile. Die Barmer übernimmt die Kosten, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

Bei einer Krampfaderentfernung ziehen Ärztinnen und Ärzte erweiterte Venen in den Beinen bei einer Operation heraus oder verschließen sie durch verschiedene Verfahren. Das hilft, Beschwerden wie schwere Beine, Schwellungen oder Juckreiz zu lindern und Folgeerkrankungen vorzubeugen.

Ihre Barmer Vorteile beim Entfernen von Krampfadern:

  • Bewährte Behandlungsmethoden: Stripping, Verödung und die CHIVA-Methode gehören zur vertragsärztlichen Standardversorgung bei Krampfadern.
  • Individuelle Beratung: Welche Methode zu Ihnen passt, klären Sie gemeinsam mit Ihrem Behandlungsteam.
  • 100 % Kostenübernahme: Die Barmer trägt bei medizinischer Notwendigkeit die Kosten für die Standardverfahren.

Welche Möglichkeiten gibt es für eine Krampfaderentfernung?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Krampfadern zu behandeln, von der klassischen Operation bis hin zu neueren Methoden ohne größeren Eingriff. Welches Verfahren infrage kommt, hängt von der Art und dem Ausmaß der Krampfadern ab:

  • Stripping: Bei der klassischen Operation zieht die Ärztin oder der Arzt nach einem äußerlichen Schnitt die betroffene Vene heraus.
  • Verödung: Das ist eine bewährte Alternative bei kleineren Krampfadern. Hierbei spritzt das Behandlungsteam ein Verödungsmittel, das die Vene von innen verschließt.
  • CHIVA-Methode (Conservativ Hämodynamisch Insuffiziente Venen Ambulant): Mit Ultraschall lassen sich krankhafte Rückflusswege genau bestimmen und mit einem kleinen Eingriff gezielt unterbrechen.
  • Endoluminale Verfahren (Laser, Radiowellen): Diese Methoden ermöglichen es, die betroffenen Venen von innen ohne größere Schnitte zu verschließen. Das klingt zunächst besonders schonend. Leider treten Krampfadern nach diesen Verfahren häufiger erneut auf als bei anderen Methoden.

Wichtig zu wissen: Im Gegensatz zu Stripping, Verödung und CHIVA-Methode ist das endoluminale Verfahren bislang keine Regelleistung der Krankenkassen. Hierfür muss zunächst der Gemeinsame Bundesausschuss der Krankenkassen (G-BA) eine Bewertung vornehmen. Der G-BA legt fest, welche Behandlungen die gesetzlichen Krankenkassen regulär bezahlen. Eine ausstehende Bewertung bedeutet nicht, dass die Verfahren unwirksam oder unsicher sind. Die gesetzlichen Krankenkassen können die Kosten dafür jedoch in der Regel nicht übernehmen.

Exklusiv für Barmer Versicherte: Wenn Sie dennoch eine endoluminale Behandlung wünschen, können Sie diese bundesweit in ausgewählten Kliniken durchführen lassen, mit denen die Barmer besondere Verträge abgeschlossen hat. Dort können Sie die Behandlung direkt beginnen, ganz ohne finanzielles Risiko. Fragen Sie bei der Barmer nach Standorten der Vertragspartner.

Bezahlt Ihre Krankenkasse eine Krampfaderentfernung?

Die Barmer übernimmt die Kosten für Ihre Behandlung, wenn

  • die Entfernung der Krampfadern medizinisch notwendig ist
  • die Ärztin oder der Arzt die Krampfadern mit Stripping, Verödung oder der CHIVA-Methode entfernt
  • Sie sich für endoluminale Verfahren wie Laser oder Radiowellen in einer Praxis oder Klinik behandeln lassen, mit der die Barmer einen Vertrag zur Besonderen Versorgung abgeschlossen hat.

Wie können Sie eine Krampfaderentfernung in Anspruch nehmen?

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Die Barmer trägt die Behandlungskosten vollständig, wenn die Behandlung aus medizinischer Sicht erforderlich ist. Bei den Standardverfahren Stripping, Verödung und CHIVA-Methode erfolgt eine automatische Kostenübernahme bei zugelassenen Vertragskrankenhäusern. Für moderne Verfahren wie Laser- oder Radiowellenbehandlung zahlt die Barmer nur dann, wenn die Behandlung in speziellen Partnerkliniken oder -praxen mit Sonderverträgen durchgeführt wird.
Die optimale Behandlungsmethode richtet sich nach Größe und Ausprägung der betroffenen Venen. Während das klassische Stripping bei größeren Krampfadern zum Einsatz kommt, eignet sich die Verödung besonders für kleinere Venen. Die CHIVA-Methode arbeitet mit Ultraschall und gezielten kleinen Eingriffen. Laser- und Radiowellenverfahren kommen ohne große Schnitte aus, allerdings können Krampfadern nach diesen Behandlungen häufiger wieder auftreten. Die passende Methode sollte gemeinsam mit dem behandelnden medizinischen Team festgelegt werden.
Krampfadern werden in Facharztpraxen oder Kliniken für Venenerkrankungen (Phlebologie) behandelt. Dort führen spezialisierte Medizinerinnen und Mediziner zunächst eine gründliche Untersuchung durch und legen gemeinsam mit Ihnen die geeignete Behandlungsmethode fest. Auch Ihre Hausarztpraxis kann die erste Anlaufstelle sein, um Beschwerden zu schildern und eine Überweisung zu erhalten.
Ja, viele Verfahren zur Krampfaderentfernung können ambulant durchgeführt werden. Ob ein ambulanter Eingriff ausreicht oder ein stationärer Klinikaufenthalt nötig ist, hängt vom gewählten Verfahren und der Schwere der Erkrankung ab. Kleinere Eingriffe erlauben oft eine schnellere Rückkehr in den Arbeitsalltag, während beispielsweise nach einer Stripping-Operation meist eine Krankschreibung von ein bis drei Wochen erforderlich ist.