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FSME-Impfung: Schutz vor Frühsommer-Meningoenzephalitis durch Zecken

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Autor/in

Barmer Internetredaktion

Qualitätssicherung

Heidi Günther (Apothekerin bei der Barmer)
Inhaltsverzeichnis

Die FSME-Impfung, umgangssprachlich auch Zeckenimpfung genannt, schützt sowohl Kinder als auch Erwachsene vor der infektiösen Erkrankung Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Besonders gefährdet sind Personen, die sich in FSME-Risikogebieten aufhalten. Die Barmer übernimmt die vollen Kosten für die FSME-Impfung.

Das FSME-Virus wird durch einen Stich von Zecken übertragen und führt im schlimmsten Fall zu einer Entzündung der Hirnhäute, des gesamten Gehirns und des Rückenmarks. Auch ein schnelles Entfernen der Zecke ist kein Garant dafür, dass es nicht zu einer Infektion kommt. Die Impfung gegen FSME bietet hier zuverlässig Schutz.

Für wen ist eine FSME-Impfung sinnvoll?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen Personen, die in einem FSME-Risikogebiet wohnen oder in ein solches Gebiet reisen und dort mit Zecken in Kontakt kommen könnten, sich zur Vorsorge gegen FSME impfen zu lassen. Das Risiko, sich mit FSME-Viren zu infizieren, ist im Frühjahr und Sommer höher als in den kalten Jahreszeiten. Die FSME kann aber auch im Herbst und in warmen Wintern auftreten. Wer sich daher in einem Risikogebiet in freier Natur aufhalten möchte, sollte ganzjährig an eine Impfung denken.

Zu den FSME-Risikogebieten in Deutschland zählen vor allem Regionen in Baden-Württemberg, in Bayern, in Südhessen, im südöstlichen Thüringen und Sachsen. Einzelne FSME-Risikogebiete befinden sich zudem in Mittelhessen, in Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Niedersachsen. Das Robert-Koch-Institut stuft alle Risikogebiete jährlich neu ein.

Kinder können ab dem ersten Geburtstag gegen FSME geimpft werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrer Kinderärztin bzw. Ihrem Kinderarzt über die Impfung.

Wie läuft eine FSME-Impfung ab?

In Deutschland stehen derzeit zwei FSME-Impfstoffe zur Verfügung, die auf dem gleichen Wirkprinzip basieren: Der Patient bekommt abgetötete, inaktivierte FSME-Viren in den Körper gespritzt.

Für einen kompletten Impfschutz sind drei Impfungen erforderlich – die sogenannte Grundimmunisierung. Nach der ersten Impfung folgt, je nach verwendetem Impfstoff, die zweite Impfung ein bis drei Monate später. Die dritte Impfung erhalten Sie dann nach fünf bis zwölf beziehungsweise neun bis zwölf Monaten. Um die Impfreihe abzuschließen, muss also ein Zeitraum von mindestens sechs Monaten eingeplant werden. Der Impfschutz beginnt frühestens zwei Wochen nach der zweiten Impfung. Es besteht dann bei 98 Prozent der Geimpften ein Impfschutz, der allerdings nur etwa ein Jahr anhält. Wer alle drei Impfungen hat, ist – je nach Lebensalter – zunächst für drei Jahre geschützt. Alle Personen, die sich weiterhin in Risikogebieten aufhalten, können ihren Impfschutz mit einer Auffrischimpfung für weitere drei bis fünf Jahre verlängern.

Möglich ist auch eine Schnellimmunisierung. Dabei werden alle drei Impfungen innerhalb von drei Wochen verabreicht, um die Grundimmunisierung zu erreichen. Es ist dann allerdings notwendig, bereits nach einem Jahr aufzufrischen.

Wichtig zu wissen: Die FSME-Impfung schützt nicht gegen Borreliose, die auch von Zecken übertragen wird. Borreliose ist eine bakterielle Infektion, die insbesondere das Nervensystem und die Gelenke betreffen kann.

Welche Nebenwirkungen können nach einer FSME-Impfung auftreten?

Der FSME-Impfstoff ist allgemein gut verträglich. Mögliche Nebenwirkungen sind – wie bei vielen anderen Impfungen auch – Schmerzen, Rötungen oder Schwellungen an der Einstichstelle. In den ersten vier Tagen können auch Symptome wie bei einer Erkältung oder einem leichten Magen-Darm-Infekt auftreten. So können sich z. B. Fieber, Kopf-, Muskel- sowie Gelenkschmerzen, Unwohlsein oder Magen-Darm-Beschwerden bemerkbar machen. Die Beschwerden halten in der Regel nicht lange an und verursachen auch keine Folgeschäden. Schwere Nebenwirkungen treten nur sehr selten auf.

Werden die Kosten für eine FSME-Impfung von der Barmer übernommen?

Wenn Sie in einem FSME-Risikogebiet wohnen, übernimmt die Barmer die Kosten der drei FSME-Impfungen und aller Auffrischungsimpfungen. Sie können sich kostenlos mit Ihrer Versichertenkarte in Ihrer Arztpraxis oder auch beim Gesundheitsamt impfen lassen.

Wenn Sie nicht in einem FSME-Risikogebiet wohnen, jedoch eine Reise in ein FSME-Risikogebiet planen, können Sie sich und Ihre Familie ebenfalls gegen FSME impfen lassen. In diesem Fall gilt die FSME-Impfung als Reiseschutzimpfung, deren Kosten die Barmer ebenfalls vollständig übernimmt. Dies gilt sowohl für Reisen innerhalb Deutschlands als auch ins Ausland. Die Abrechnung erfolgt in diesem Fall nicht über die Versichertenkarte, sondern in Form einer Rückerstattung. Reichen Sie dafür die Rechnungsunterlagen Ihrer Arztpraxis im Original oder als Kopie bei uns ein.

Alle Barmer-Versicherten, die am Barmer Bonusprogramm teilnehmen, können bei einer FSME-Impfung zusätzlich Bonuspunkte sammeln.

Ihre Barmer-Vorteile bei der FSME-Impfung

  • Vollständige Kostenübernahme: Die Barmer übernimmt die Kosten der gesamten FSME-Impfreihe und aller Auffrischungsimpfungen bei Personen, die in FSME-Risikogebieten leben.
  • Gut geschützt auf Reisen: Auch bei Reisen in Risikogebiete, ob innerhalb Deutschlands oder ins Ausland, übernimmt die Barmer die Kosten für die FSME-Impfung als Reiseschutzimpfung.
  • Punkte sammeln: Mit einer FSME-Schutzimpfung sammeln sie zusätzlich Punkte im Barmer Bonusprogramm. Die gesammelten Punkte können Sie später für individuelle Barmer Leistungen einlösen.

Möchten Sie alle Impftermine im Blick haben? Dann nutzen Sie den Impfplaner im digitalen Gesundheitsmanager der Barmer.

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Webcode: a006813 Letzte Aktualisierung: 17.08.2021
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