Drei junge Erwachsene während ihres Bundesfreiwilligendienstes.
Beiträge & Vorteile

Bundesfreiwilligendienst und Krankenversicherung: Alles Wichtige im Überblick

Lesedauer unter 4 Minuten

Redaktion

  • Barmer Internetredaktion

Gesellschaftliches Engagement, neue Erfahrungen und das gute Gefühl, etwas für die Allgemeinheit zu tun: Diese Möglichkeiten eröffnen sich beim Bundesfreiwilligendienst (BFD). Während des Dienstes sind die Freiwilligen durch die gesetzliche Krankenversicherung gesundheitlich bestens abgesichert. Was es zu beachten gibt und ob dabei Kosten entstehen. 

Die Bandbreite der Möglichkeiten beim Bundesfreiwilligendienst ist riesig: Sie reicht vom Engagement in sozialen oder gesundheitlichen Einrichtungen über den Einsatz im Umwelt- und Naturschutz oder im Sportverein bis zum Freiwilligendienst im kulturellen Bereich.

So bietet sich auch die Gelegenheit, praktische Erfahrungen zu sammeln, neue Perspektiven einzunehmen und sich weiterzubilden – ob vor oder nach dem Studium oder der Ausbildung, während einer beruflichen Umorientierungsphase oder in der Rentenzeit. Eines ist bei den vielfältigen Angeboten immer gleich: Das Engagement soll dem Allgemeinwohl dienen – und die Freiwilligen, auch Bufdis genannt, sollen gut abgesichert sein.

Wie bin ich während des Bundesfreiwilligendienstes krankenversichert?

Wer einen Bundesfreiwilligendienst leistet, ist wie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Auszubildende sozialversicherungspflichtig: Das bedeutet, dass die Krankenversicherung in einer gesetzlichen Krankenkasse verpflichtend ist. Die Beiträge dafür übernimmt vollständig die jeweilige Einsatzstelle, also beispielsweise die Sozialstation, das Theater oder der Sportverein – für den oder die Bufdi entstehen keine Kosten.

Falls du bisher in einer Familienversicherung versichert warst, wirst du als Bufdi eigenständig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert. Sind nach dem Bundesfreiwilligendienst die Voraussetzungen für eine Familienversicherung weiterhin gegeben, etwa weil du ein Studium oder eine schulische Ausbildung aufnimmst, kann die Familienversicherung fortgesetzt werden.

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Da es beim Bundesfreiwilligendienst keine Altersgrenze nach oben gibt, können auch Menschen, die schon in Rente sind, einen Bundesfreiwilligendienst leisten. Für sie gilt ebenfalls die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung – doch nur, wenn sie zuvor bereits in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert waren.

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Im Grunde nicht: Die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung gilt auch, wenn du vorher privat versichert warst. Du musst dich also während des Bundesfreiwilligendienstes in einer gesetzlichen Krankenkasse versichern. Fragen zur Unterbrechung deiner privaten Krankenversicherung solltest du möglichst vorab klären.

Es gibt allerdings einige Ausnahmen von der gesetzlichen Versicherungspflicht für Personen, die „versicherungsfrei“ sind: Darunter fallen beispielsweise versicherungsfreie Berufsgruppen wie Richterinnen und Richter, Lehrerinnen und Lehrer sowie Beamtinnen und Beamte.

Gleiches gilt, wenn du über 55 Jahre alt bist und innerhalb der vergangenen fünf Jahre nicht gesetzlich versichert sowie mindestens die Hälfte dieser Zeit von der Versicherungspflicht befreit warst – oder wenn du hauptberuflich selbstständig warst. In jedem Fall solltest du Fragen zur privaten Krankenversicherung bei der jeweiligen Einsatzstelle deines Bundesfreiwilligendienstes besprechen.

Den Bundesfreiwilligendienst gibt es seit dem Jahr 2011. Schon zwei Jahre nach Einführung schaffte es der Begriff Bufdi als Bezeichnung für die Freiwilligen im Bundesfreiwilligendienst in den Duden.

Das erklärte Ziel der beim Bundesministerium für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben angesiedelten Initiative ist es, möglichst vielen Menschen ein Engagement für das Allgemeinwohl möglich zu machen. Zugleich soll nicht einfach nur Dienst geleistet werden: Die Vermittlung verschiedener Kompetenzen, etwa im sozialen, ökologischen, kulturellen oder interkulturellen Bereich, und die Vermittlung politischer Bildung sind sogar im zugrunde liegenden Gesetz verankert.

Das Bundesfreiwilligendienstgesetz (BFDG) schreibt beispielweise vor, dass die Freiwilligen pädagogisch betreut werden und während des Bundesfreiwilligendienstes an 25 Seminartagen teilnehmen.

  • Der Bundesfreiwilligendienst dauert zwischen sechs und 18 Monate, üblich sind meist zwölf Monate. In Ausnahmefällen kann er auf bis zu 24 Monate verlängert werden.
  • Sobald die Vollzeitschulpflicht erfüllt ist (in der Regel mit 15 oder 16 Jahren, je nach Bundesland), kann es losgehen. Nach oben gibt keine Grenze – Alter, Geschlecht, Schulabschluss und Nationalität spielen keine Rolle.
  • Anders als das Freiwillige Soziale Jahr muss der Bundesfreiwilligendienst nicht in Vollzeit, sondern kann auch in Teilzeit (mindestens 20 Wochenstunden) geleistet werden. Bei Bufdis unter 27 Jahren ist das jedoch nur in bestimmten Fällen möglich, beispielsweise bei gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder für die Betreuung von Kindern.
  • Der Bundesfreiwilligendienst ist ein freiwilliges Engagement, Bufdis bekommen jedoch ein sogenanntes Taschengeld. Die Höhe wird mit der Einsatzstelle vereinbart – es gibt aber eine Obergrenze: Sie liegt im Jahr 2022 bei maximal 423 Euro monatlich. Die Obergrenze für das Taschengeld wird jährlich von der Bundesregierung neu festgelegt. Zudem kann die Einsatzstelle Unterkunft und Verpflegung stellen.
  • Nach Abschluss des Bundesfreiwilligendienstes haben die Bufdis das Recht auf ein qualifiziertes Zeugnis. Außerdem kann in bestimmten Fällen der Bundesfreiwilligendienst als Wartesemester oder Praktikum angerechnet werden.

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