Medikamente und Arzneimittel

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Wie wirken Medikamente?

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Autor/in

Barmer Internetredaktion

Qualitätssicherung

Heidi Günther (Apothekerin bei der Barmer)

Kein Medikament gleicht dem anderen. Kleine Pillen, große Kapseln. Tropfen, Pflaster, Salben. Gespritzt oder geschluckt. So unterschiedlich Medikamente eingenommen werden, so unterschiedlich wirken sie. Das Grundprinzip ist jedoch bei allen gleich.

Medikamente gelangen auf ganz unterschiedlichen Wegen in unseren Körper. Wir schlucken sie, bekommen sie gespritzt, tropfen sie uns ins Auge. Je nachdem, welcher Weg gewählt wird, durchlaufen die Wirkstoffe in den meisten Fällen den Magen-Darm-Trakt – bei einigen Applikationsformen aber eben auch nicht.

Nachdem ein Mittel über den Darm aufgenommen wurde, gelangt es in die Pfortader und von dort in die Leber, bevor es über Herz und Lunge den Körperkreislauf und damit seinen Bestimmungsort erreicht. Während der ersten Passage durch die Leber werden Arzneistoffe umgewandelt. Dieser Prozess wird als First-Pass-Effekt bezeichnet. Wie gut ein Mittel wirkt, hängt also auch davon ab, was mit ihm in der Leber passiert.

Denn: Manche Wirkstoffe werden erst auf ihrem Weg durch die Leber wirksam; wir nehmen sie als sogenannte Prodrugs ein, in der Leber werden sie aktiviert. Bei anderen Stoffen sinkt durch die Verstoffwechselung in der Leber ihre Wirksamkeit.

Der Verlust der Wirkung lässt sich umgehen, indem man die Dosis erhöht. Das ist allerdings nicht immer erwünscht oder möglich; manche Medikamente sind in höherer Dosierung beispielsweise giftig. Dann besteht die Möglichkeit, den Magen-Darm-Trakt zu umgehen: indem man Wirkstoffe spritzt, sie als Pflaster benutzt oder als Tablette unter der Zunge zergehen lässt. Sie Auf diesem Weg gelangen sie in den Blutkreislauf, ohne zunächst die Leber zu passieren.

Die Leber spielt auch eine zentrale Rolle bei Abbau und Ausscheidung von Medikamenten: Hier werden sie so verändert, dass sie besser wasserlöslich sind und über die Nieren mit dem Urin ausgeschieden werden können.

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