Eifersucht: Zwei Frauen streiten sich
Partnerschaft

Eifersucht: Ultimativer Liebesbeweis oder Belastung für die Beziehung?

Lesedauer weniger als 10 Min
Redaktion:
Miriam Frieß (Medical Writer, Content Fleet GmbH)
Qualitätssicherung:
Lea Roland (Psychologin, Master of Science, Content Fleet GmbH)

Eifersucht: 3 Fragen, 3 Antworten

Karussell mit 3 Elementen
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Was ist Eifersucht eigentlich?

Eifersucht ist ein Zeichen dafür, dass du Angst um deine Beziehung hast, weil jemand oder etwas sich scheinbar mit hineindrängt. Das kann romantische, aber auch freundschaftliche Beziehungen betreffen.
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Wie kannst du Eifersucht überwinden?

Das Lächeln der Kommilitonin an deinen Freund wird sofort zur Bedrohung? Hinterfrage Katastrophen-Gedanken, die zur Eifersucht führen, und spreche über deine Sorgen. Auch Achtsamkeit kann helfen.
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Welche Ursachen hat Eifersucht?

Bist du unsicher oder vergleichst dich oft mit anderen, regt sich die Eifersucht schneller. Schlechte Erfahrungen, psychische Belastungen oder andere Beziehungsprobleme stecken ebenfalls oft dahinter.

Date-Night, deine Freundin lächelt zur Kellnerin hoch und du spürst schon wieder diesen Stich in der Brust. Wie viel Eifersucht noch normal ist, wann sie ungesund wird und was du dagegen tun kannst.

Was kannst du gegen Eifersucht in der Beziehung tun?

Warst du schon einmal in einer Beziehung, in der du Angst hattest, deinen Lieblingsmensch an eine andere Person zu verlieren? Denn genau das steckt hinter Eifersucht: das Gefühl, das Einflüsse von außen die Beziehung bedrohen. Das ist ein nachvollziehbares und völlig normales Empfinden, wenn es ab und zu kurz aufflammt.

Gleichzeitig kann das aber für alle Beteiligten sehr unangenehm sein.

Das kannst du tun, um deine eigene Eifersucht zu bekämpfen

Die Lerngruppe könnte so effizient sein, wenn da nicht dieser Kerl wäre, der deiner Freundin immer viel zu nahekommt und dem du wünschst, dass ihm für den Rest seines Lebens beim Abwasch der Ärmel ins Wasser rutscht.

So kannst du mit diesem Gefühl der Eifersucht umgehen:

  • Bleib im Moment: Suche dir Coping-Strategien wie Atemübungen, um dein Nervensystem in schwierigen Momenten zu regulieren.
  • Bewerte dich nicht: Es ist völlig okay, hin und wieder eifersüchtig zu sein. Verurteile dich nicht dafür.
  • Hinterfrage deine Katastrophen-Gedanken: Wenn du eifersüchtig bist, springen deine Gedanken womöglich zum schlimmstmöglichen Ausgang. Hinterfrage, wie wahrscheinlich solche Szenarien wirklich sind.
  • Identifiziere Auslöser: Schau genau hin, in welchen Situationen du eifersüchtig wirst, damit du für die Zukunft gewappnet bist.
  • Sprich über deine Sorgen: Rede mit deinem Partner oder deiner Partnerin über die Situationen, in denen du Eifersucht spürst, und was genau dich dann eifersüchtig macht.

Wichtig: Wenn du häufig und ohne konkreten Grund eifersüchtig wirst, hat das Gefühl vielleicht mehr mit dir zu tun als mit der anderen Person. In diesem Fall solltest du die Ursachen bei dir erforschen, statt deinem Partner oder deiner Partnerin die Verantwortung zu geben.

Das kannst du tun, wenn dein Significant Other eifersüchtig ist

Du bist mit einer Freundin feiern, dein Partner sitzt zu Hause und ruft schon zum dritten Mal an, weil er glaubt, du könntest ihn betrügen? Okay, das geht ja mal gar nicht für dich, Red Flag. Oder lässt sich das kitten?

Wie viel Eifersucht eine Partnerschaft aushält, ist sehr individuell. Spürst du aber, dass sie dich und deine Beziehung belastet, kannst du das hier tun:

  • Such das Gespräch: Versuche zu verstehen, was genau die Eifersucht auslöst. Liebevolle Worte und eine Umarmung können die Situation eventuell schon klären.
  • Sprich dich bei Außenstehenden aus: Ein Gespräch mit einer Vertrauensperson kann ebenfalls helfen, mit der Eifersucht deines Partners oder deiner Partnerin umzugehen.
  • Praktizier Selbstfürsorge: Tue dir etwas Gutes und wirke darauf hin, dass ihr beide euch auch außerhalb der Beziehung ein eigenes Leben mit eigenem Freundeskreis und eigenen Hobbys aufbaut.
  • Setz Grenzen: Mache deutlich, wenn es zu viel wird. Dein Partner oder deine Partnerin kann vielleicht nichts für die Eifersucht, wohl aber etwas dafür, wie er oder sie damit umgeht.

Woran erkennst du überzogene Eifersucht?

Hand aufs Herz: Hast du schon einmal heimlich das Handy deines Partners oder deiner Partnerin durchsucht? Laut einer aktuellen Umfrage hat das jede vierte Person bereits gemacht. Das kann ein Hinweis auf Eifersucht sein.

So kann sich ein Übermaß an Eifersucht äußern:

  • Kontrollverhalten: zum Beispiel Handy durchsuchen oder Standort tracken
  • Freiheitseinschränkendes Verhalten: zum Beispiel Clubs oder freizügige Kleidung verbieten
  • Drohungen und Beleidigungen: zum Beispiel Druck ausüben, mit Strafen drohen oder die andere Person abwerten

Eifersucht ist dann ein Dauerthema, fast alles löst Eifersucht aus und das Thema kommt immer wieder hoch.

Du findest dich selbst darin wieder? Dann hinterfrage, woher diese Eifersucht kommt, und überlege, wie du gesünder damit umgehen willst.

Dein Partner oder deine Partnerin legt solches Verhalten an den Tag? Das brauchst du nicht zu ertragen. Extreme Eifersucht kann sogar gefährlich werden, wenn die eifersüchtige Person ihr Besitzdenken über dein körperliches und seelisches Wohl stellt. Nimm das ernst. Such dir Unterstützung aus deinem Umfeld oder professionelle Hilfe.

Was ist Eifersucht überhaupt?

Per Definition ist Eifersucht ein Gefühl, das auftritt, wenn du die Beziehung zu einer Person durch äußere Einflüsse bedroht siehst. Einfacher ausgedrückt: Du wirst eifersüchtig, wenn du Angst hast, die Beziehung zu einer bestimmten Person zu verlieren, weil diese sich jemand oder etwas anderem zuwenden könnte.

Fun Fact: Eifersucht begrenzt sich nicht auf romantische Beziehungen. Das Gefühl kann in jeder Art von Beziehung auftreten, auch in Freundschaften, unter Kolleginnen und Kollegen oder in der Familie.

Daran erkennst du, dass du eifersüchtig bist

  • Du fühlst dich unruhig.
  • Du sorgst dich intensiv darum, was dein Lieblingsmensch gerade macht, wo er ist und wer bei ihm ist.
  • Du verlierst mehr und mehr das Vertrauen in deine Partnerin oder deinen Partner.
  • Dein Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein schrumpfen langsam, aber sicher.

Diese Arten der Eifersucht gibt es

Ist deine eigene oder die Eifersucht deines Gegenübers vielleicht gerechtfertigt? Um das zu bewerten, kann es helfen, zwischen verschiedenen Arten zu unterscheiden:

  • Reaktive Eifersucht: Es hat ein tatsächlicher Vertrauensbruch stattgefunden, zum Beispiel wenn dein Freund mit einer anderen Person rumgeknutscht hat.
  • Misstrauische Eifersucht: Dabei geht es um eifersüchtige Reaktionen, ohne dass es einen wirklichen Grund für die Eifersucht gibt, beispielsweise kontrollierende Fragen oder heimliche Blicke auf dein Handy.
  • Präventive Eifersucht: Das ist eine Reaktion auf erste Warnsignale, dass bald ein Vertrauensbruch im Raum stehen könnte, etwa wenn das Handy nur noch verkehrt herum auf dem Tisch landet und auffällig oft bei der Kommilitonin abgehangen wird.
  • Selbsterzeugte Eifersucht: Diese Art der Eifersucht kann regelrecht paranoide Züge annehmen. Alles wird überinterpretiert und katastrophisch eingeordnet. Für Außenstehende sind die Gedankengänge dabei nur schwer nachzuvollziehen.

Ein junges Paar lächelt in die Kamera.

Auch in einer glücklichen Partnerschaft kann Eifersucht auftauchen. Wichtig ist, ehrlich über Gefühle und Bedürfnisse zu sprechen.

Diese Ursachen kann Eifersucht haben

Eifersucht ist eine sehr komplexe Emotion, bei der frühere Erfahrungen, die Persönlichkeit und die mentale Gesundheit eine große Rolle spielen. Das kann dazu beitragen:

  • Eigene Unsicherheit: Denkst du insgeheim, dein Partner oder deine Partnerin spielt in einer anderen Liga? Wenn du glaubst, nicht gut genug zu sein, siehst du deine Beziehung auch schneller bedroht.
  • Vergleiche mit anderen: Wenn du dich öfter mit anderen vergleichst und dabei zumindest in deinen Gedanken den Kürzeren ziehst, können die hübsche Kollegin deines Freunds oder der etwas zu freundliche Kellner plötzlich als Gefahr für deine Beziehung erscheinen.
  • Psychische Belastungen: Wenn dein Nervensystem durch eine Angsterkrankung, Zwangsstörung oder Depressionen ohnehin am Anschlag ist, kann deine innere Anspannung sich auch auf deine Beziehung übertragen, zum Beispiel als Eifersucht.
  • Schlechte Erfahrungen: Dein Ex ist fremdgegangen und jetzt bist du auch bei deinem neuen Partner on edge? Vergangene schlechte Erfahrungen oder frühere toxische Beziehungen können beeinflussen, wie du deine jetzige Partnerschaft wahrnimmst.
  • Andere Beziehungsprobleme: Wenn es ohnehin kriselt, wirken scheinbar kleine Dinge plötzlich wie eine Bedrohung für die Beziehung. Damit kann Eifersucht auch ein Signal sein, dass etwas Grundlegenderes nicht stimmt.

Sind verschiedene Geschlechter auf unterschiedliche Weise eifersüchtig?

Männer und Frauen unterscheiden sich darin, was genau Eifersucht überhaupt auslöst.

So sind Frauen eher bei emotionalen Vertrauensbrüchen eifersüchtig, etwa wenn ihr Partner Gefühle für eine andere Frau entwickelt. Männer entwickeln eher bei sexuellen Vertrauensbrüchen wie dem klassischen Seitensprung Eifersucht. Und auch das sind nur Tendenzen, vor allem in Hetero-Beziehungen. Andere Paare wurden in vielen Studien nicht untersucht, oder die Sexualität der Teilnehmenden wurde gar nicht angegeben.

Die Gründe für die unterschiedlichen Auslöser bei Männern und Frauen sind komplex. Zum Beispiel kann es eine Rolle spielen, wie Eifersucht in der Familie oder Kultur vorgelebt wird. Aber auch das eigene Selbstbewusstsein kann einen Unterschied machen.

Ist Eifersucht der ultimative Liebesbeweis?

Von leichten Romantikkomödien bis zu Dark-Romance-Büchern: Medien porträtieren Eifersucht oft als Zeichen für eine tiefe Verbindung, für die wahre Liebe. Romantisch, oder?

Forschenden zufolge kann Eifersucht durchaus ein Merkmal einer engen Bindung sein. Gerade Eifersucht als Reaktion auf einen tatsächlichen Vertrauensbruch zeigt, dass in der Beziehung eine tiefe romantische Verbindung besteht. Das sieht allerdings anders aus, wenn eine Person zu Unrecht Eifersucht empfindet.

Dann ist das Gegenteil der Fall: Starke Eifersucht und kontrollierendes Verhalten sehen Fachleute als destruktive Kraft, die der Beziehung schaden kann. 
 

Fazit: Ist Eifersucht immer schlecht?

Eifersucht ist ein Gefühl, dass in einem gewissen Maß völlig normal sein kann. Viele innere und äußere Faktoren können beeinflussen, wie schnell eine Person eifersüchtig wird – und nicht auf alles hast du Einfluss.

Was allerdings jeder Mensch beeinflussen kann, ist der Umgang mit der Eifersucht. Du hast es in der Hand, ob du dich von dem Gefühl überwältigen lassen willst. Und hat dein Partner oder deine Partnerin seine oder ihre Eifersucht nicht im Griff und legt kontrollierendes Verhalten an den Tag, bist du dafür nicht verantwortlich. Suche dir in diesem Fall Support aus deinem Umfeld, bei Beratungsstellen oder professionelle Hilfe.

Eifersucht: Häufige Fragen und Antworten

Man unterscheidet zwischen reaktiver, präventiver und selbsterzeugter Eifersucht. Die reaktive Form tritt auf, wenn tatsächlich ein Vertrauensbruch passiert ist. Präventive Eifersucht zeigt sich bei ersten Anzeichen, dass bald etwas schiefgehen könnte. Bei der selbsterzeugten Variante werden Situationen überinterpretiert und dramatisiert, ohne dass es dafür nachvollziehbare Gründe gibt.
Hinter Eifersucht verbirgt sich meist die Angst, einen nahestehenden Menschen zu verlieren. Du befürchtest, dass sich die wichtige Person in deinem Leben jemand oder etwas anderem zuwendet und die Beziehung dadurch gefährdet wird.
Eifersucht kann verschiedene Dinge über dich aussagen: Möglicherweise fühlst du dich unsicher oder hältst dich für nicht gut genug. Auch häufige Vergleiche mit anderen Personen, bei denen du scheinbar schlecht abschneidest, können dahinterstecken. Außerdem spielen oft frühere negative Erfahrungen, psychische Belastungen oder andere Schwierigkeiten in der aktuellen Beziehung eine Rolle.
Auch wenn sich das schnell so dahinsagt: Überzogene Eifersucht ist nicht automatisch krankhaft. Es gibt aber psychische Erkrankungen, bei denen starke Eifersucht auftreten kann. Dazu gehören Zwangsstörungen, Alkoholsucht, paranoide Persönlichkeitsstörungen und Wahnvorstellungen wie der Eifersuchtswahn. Liegt eine psychische Erkrankung der Eifersucht zugrunde, ist es ratsam, dir oder dem Menschen, mit dem du in einer Beziehung bist, professionelle Hilfe zu suchen.
Professionelle Unterstützung wie eine Gesprächstherapie kann dabei helfen, den Ursachen der Eifersucht auf den Grund zu gehen, an ihnen zu arbeiten und das Selbstvertrauen zu stärken. Auch kann die betroffene Person dabei lernen, besser mit der Eifersucht umzugehen. 
Die Ursachen sind vielfältig: Mangelndes Selbstbewusstsein, häufige Vergleiche mit anderen, psychische Erkrankungen wie Angststörungen oder Depressionen können eine Rolle spielen. Auch negative Erfahrungen aus früheren Partnerschaften oder toxischen Beziehungen tragen dazu bei. Manchmal signalisiert Eifersucht auch, dass in der aktuellen Beziehung grundsätzlich etwas nicht stimmt.
Übermäßige Eifersucht äußert sich durch Kontrollverhalten wie das heimliche Durchsuchen des Handys oder Überwachen des Standorts. Auch freiheitseinschränkende Verhaltensweisen, etwa Verbote bezüglich Kleidung oder Ausgehen, sind Warnsignale. Wenn Eifersucht zum Dauerthema wird und fast jede Situation sie auslöst, ist das ebenfalls problematisch.
Nein, Eifersucht ist nicht per se eine psychische Störung. Vielmehr steckt dahinter ein komplexes Gefühl, das in gewissem Maß völlig normal ist. Allerdings können psychische Belastungen wie Angsterkrankungen, Zwangsstörungen oder Depressionen Eifersucht verstärken. Stark ausgeprägte Eifersucht kann auch paranoide Züge annehmen. Außerdem kann sie Teil einer psychischen Erkrankung wie Wahnvorstellungen sein.
Du kannst mit Atemübungen im Moment bleiben und dein Nervensystem beruhigen. Wichtig ist, dich nicht für deine Gefühle zu verurteilen, da Eifersucht menschlich ist. Hinterfrage katastrophische Gedanken auf ihre Wahrscheinlichkeit hin und erkenne Situationen, die bei dir Eifersucht auslösen. Das offene Gespräch mit deiner Partnerin oder deinem Partner über deine Sorgen ist besonders hilfreich. Wenn du dich dem nicht gewachsen fühlst, kann dir auch professionelle Beratung oder eine Psychotherapie helfen.

Weiterführende Informationen

Literatur

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