Work-Life-Balance

Powernapping macht fit

Lesedauer unter 3 Minuten
Ein Mann sitzt am Schreibtisch und schaut runter auf seine Hand am Krawattenknoten.

Qualitätssicherung

Dr. med. Utta Petzold (Dermatologin, Allergologin, Phlebologin bei der Barmer)
Inhaltsverzeichnis

Mit einem kurzen Schlaf zu mehr Leistung und Lebensqualität – Powernapping ist der Schlüssel. Wir erklären, warum der Powernap gesundheits- und leistungsfördernd wirken kann. Und warum schon zehn Minuten reichen, um neue Energie zu tanken.

Was ist Powernapping?

Unser schnelllebiger Alltag, der steigende Leistungsdruck und Stress im Beruf verlangen uns einiges ab. Morgens noch leistungsstark und konzentriert, fallen viele Menschen mittags in ein regelrechtes Tief. Die Folgen sind mangelnde Produktivität, Unausgeglichenheit, Konzentrations- und Kreativitätsverlust sowie gesteigerte Stresshormonproduktion. Das Bedürfnis nach kurzen Erholungsphasen am Arbeitsplatz ist längst vorhanden: Ein „ruhiger Ort im Büro, der für ein kurzes Nickerchen geeignet ist“ landet laut einer Umfrage zum Thema „Traumarbeitsplatz“ des Businessnetzwerks LinkedIn mit 22 Prozent sogar auf Platz drei der gewünschten Ausstattungsmerkmale.

Mit Powernapping zu mehr Leistungsfähigkeit

Und tatsächlich wirkt sich das einst ohnehin bewährte Nickerchen, das auch unter dem Begriff „Powernapping“ bekannt ist, positiv auf unser Wohlbefinden und auf unsere Leistungsbereitschaft aus. Die US-amerikanische NASA konnte in einer Studie belegen, dass eine halbe Stunde Powernapping die Reaktionsschnelligkeit um 16 Prozent steigert und Aufmerksamkeitsausfälle um 34 Prozent verringert. Wissenschaftler der Harvard School of Public Health belegten in ihrer Studie außerdem, dass 30 Minuten Mittagsruhe das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen um bis zu 37 Prozent reduzieren kann. Der kurze Schlaf am Mittag ist also leistungsfördernd. Und der Power Nap ein regelrechter Wachmacher.

Kurze Schlafpause – wie lange ist der perfekte Power Nap?

Im Kindealter ist der Mittagsschlaf noch die Regel. Nach einer fast lebenslangen Pause, meist erst im hohen Alter, wird er dann wieder praktiziert. In den dazwischen liegenden Generationen ist das natürliche Aufputschmittel Powernapping dagegen noch nicht angekommen. Dabei erledigt sich Erholung oft im Schlaf. Der damit einhergehende erfrischende Effekt ist hingegen sinnvoll für alle Zielgruppen. Das Alter spielt keine Rolle. Wichtiger ist vielmehr die Dauer der Erholungsphase.

Doch wie lange sollte man ein Powernapping machen? Für einen Powernap sollten Sie mindestens sechs und bestenfalls zehn Minuten einplanen. Diese Zeit soll laut Forschern der Flinders Universität in Australien die optimale Schlafdauer sein. Aber auch zwanzig bis dreißig Minuten sollen eine ähnlich positive Wirkung haben. Erst wenn Sie länger schlafen fällt der Körper in die Tiefschlafphase. Dann kann Schlaftrunkenheit die Folge sein und der erfrischende Effekt von Powernapping bleibt aus.

Powernapping lernen - ganz ohne Wecker

Eine einfache Methode, um die für sich passende Dauer eines Powernaps einschätzen zu können, ist der sogenannte Schlüsselschlaf. Dazu setzt man sich entspannt auf einen Stuhl und nimmt einen Schlüsselbund so in die Hand, dass er beim Öffnen der Hand auf den Boden fällt. Bevor man beim Powernap in eine Tiefschlafphase fällt, entspannt sich die Muskulatur. Der Schlüsselbund fällt zu Boden und Sie wachen auf. chon nach dieser kurzen Zeit sind Sie fit und ausgeruht - ganz ohne Wecker. Je öfter Sie einen Power Nap machen, desto schneller können Sie entspannen und einschlafen.

Die Barmer begleitet Sie auf dem Weg zu mehr Entspannung und Erholungsphasen. Erfahren Sie in unserem Online-Ratgeber, wie Sie Stress abbauen und Entspannung lernen. Veranstaltungen und zertifizierte Gesundheitskurse in Ihrer Nähe finden Sie mit nur wenigen Klicks bei Ihrer Barmer.

Quellenangaben

Webcode: f002118 Letzte Aktualisierung: 17.05.2019
Nach oben