Betrugsversuche: So reagieren Sie richtig

Betrugsversuche per Mail, am Telefon oder an Ihrer Haustür

Leider kommt es immer wieder vor, dass Kriminelle vorgeben, im Namen der Barmer zu handeln und so versuchen, an Ihre Daten zu gelangen. Wie Sie mit solchen Betrugsversuchen umgehen können.

Phishing-Nachrichten

Immer wieder werden betrügerische E-Mails und SMS verbreitet, die den Eindruck erwecken sollen, von der Barmer zu stammen.

Diese Nachrichten suggerieren häufig in der Betreffzeile oder im Fließtext eine besondere Eilbedürftigkeit, zum Beispiel durch Formulierungen wie „In 4 Tagen läuft die Gültigkeit Ihrer Registrierung ab", „dringlich“ „eilig“. Regelmäßig ergeht dabei die Aufforderung, Ihre Daten zu aktualisieren und zu diesem Zweck auf einen bestimmten Link zu klicken. Zudem werden Szenarien beschrieben, was passieren könnte, wenn Sie der Aufforderung nicht nachkommen.

In Wahrheit stehen die Nachrichten aber in keinerlei Zusammenhang mit der Barmer. Betrüger versuchen vielmehr, Angesprochene auf gut Glück zu einer Reaktion und Mitteilung von Daten zu veranlassen. 

Oftmals, jedoch nicht immer, ergeben sich aus der Nachricht selbst Hinweise darauf, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt, etwa, wenn ungewöhnliche Formulierungen, Begriffe oder Schreibweisen sowie Rechtschreibfehler verwendet werden. Da die Erstellung derartiger Nachrichten allerdings immer häufiger mit Unterstützung Künstlicher Intelligenz stattfindet, kann es an oben aufgezeigten Auffälligkeiten fehlen.  

Wichtiger Hinweis

Bitte seien Sie wachsam, wenn Sie Nachrichten der Barmer erhalten. Prüfen Sie zunächst die E-Mail-Adresse des Absenders, um sicherzustellen, dass diese Nachricht tatsächlich von der Barmer stammt. Die Barmer bittet niemanden, über einen Link Daten herauszugeben. Geben Sie unter dem erbetenen Link daher keine Daten ein. Ihre Daten könnten ansonsten von Betrügern missbraucht werden.     

Häufige Fragen zu Betrugsversuchen

Phishing Mails

Oftmals sehen Sie als Absender ausschließlich eine Namensbezeichnung z.B. „Barmer“. Prüfen Sie daher zunächst, ob sich hinter der Namensbezeichnung eine Absender-E-Mail-Adresse verbirgt, die sich unzweifelhaft der Barmer zuordnen lässt. Sollten Sie in der Absender-E-Mail eine verwirrende Aneinanderreihung von Buchstaben und Zahlen und/oder eine fehlende @barmer.de-Endung feststellen, könnte dies ein Hinweis für die fehlende Urheberschaft der Barmer sein und der weitere Umgang mit dieser Nachricht Ihre erhöhte Aufmerksamkeit erfordern.      
Die Barmer bittet in E-Mail-Nachrichten nicht um eine Datenpreisgabe über eine beigefügte Verlinkung oder ein Formular. Erhöhte Vorsicht ist geboten, wenn Sie hierüber zur Preisgabe sensibler Informationen (z.B. Kontoverbindungsdaten) innerhalb einer bestimmten Frist aufgefordert werden und die Datenpreisgabe mit einem geldwerten Vorteil in Verbindung gebracht wird. Die in betrügerischer Absicht gewonnenen Daten könnten im Zweifelsfall dazu missbraucht werden, Ihnen einen (finanziellen) Schaden zuzufügen.     

Fingierte Anrufe

Rufnummer wird immer angegeben

Anrufe der Barmer erfolgen niemals mit unterdrückter Nummer. Unsere Kundenbetreuer rufen nicht an Samstagen, Sonntagen und an Feiertagen an.

Bei Anrufen aus unseren Geschäftsstellen wird im Display des Angerufenen die jeweilige Vorwahl der Stadt angegeben, z. B. "0202" für Wuppertal oder "02381" für Hamm/Westfalen.

Bankverbindung und Geburtsdaten sind bekannt

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Barmer fragen ohne einen direkten Zusammenhang zu einem aktuellen Leistungs- und Erstattungsantrag nicht nach einer Bankverbindung. Auch nicht nach Ihrem Geburtsdatum, welches uns bekannt ist, sofern Sie bei uns versichert sind.

Nur transparente Angebote

Eventuelle Zusatzleistungen werden nie vorab und ohne einen Zusammenhang wie z.B. Ausbildungsstart oder Arbeitgeberwechsel telefonisch beworben. Es erfolgen im Vorfeld rechtssichere, nachvollziehbare sowie transparente Angebote über Barmer spezifische Leistungen via Anzeigen in Medien, über Aushänge und Flyer mit unserem offiziellen Logo, Schreiben auf Barmer Briefpapier an Versicherte, Marketingaktionen der Barmer, etc.

Kein Datenabgleich am Telefon

Bei telefonischen Angeboten wie "Programm 60+", Flugambulanz "FASI" (Hausbesuche!) oder der Wunsch nach "Datenabgleich" im Zusammenhang mit einer Beitragsrückzahlung oder einer Leistungsgewährung, handelt es sich um fingierte, nicht autorisierte Anrufe/Kontaktaufnahmen Dritter.

Mitgliedsnummer ist bekannt

Fragen Sie bei Zweifeln an der Identität des Anrufers nach Ihrer Mitgliedsnummer. Um sich diese selbst zu besorgen, vereinbaren Sie aus Sicherheitsgründen lieber einen Rückruf über den Barmer Rückruf.

Rufen Sie sicherheitshalber zurück

Im Zweifelsfall können Sie vereinbaren, dass Sie zurückrufen. Lassen Sie sich den Namen und das Anliegen nennen und kontaktieren Sie das Barmer Telefon über die Rufnummer 0202 568 333 1010 zur weiteren Klärung.

Telefonat beenden

Bei Verdachtsmomenten, dass es sich bei den Anrufen ggf. um missbräuchliche fingierte Anrufe nicht autorisierter Dritte handeln könnte oder bei Zweifeln an der Identität der Anrufer, sollten die Versicherten das Telefonat sofort beenden.

Besuche an Ihrer Haustür

Immer wieder geben sich nicht autorisierte Personen im Rahmen eines Hausbesuchs als Mitarbeiter der Barmer aus und fordern Versicherte gezielt zur Herausgabe ihrer Versichertenkarte auf. Eine Aufforderung zur Herausgabe der elektronischen Gesundheitskarte wird seitens unserer Beschäftigten nicht praktiziert.
 
 Geben Sie Ihre Versichertenkarte nicht heraus und beenden Sie das Gespräch.