Wie steht es um Klima- und Hitzeschutz im deutschen Gesundheitswesen? Die fünfte Ausgabe der gemeinsamen Studienreihe von BARMER und F.A.Z. Institut untersucht den Stand der Transformation. Sie zeigt: Beim Hitzeschutz gibt es erste Fortschritte, der Weg zur Klimaneutralität kommt jedoch weiterhin nur langsam voran.
Studiensteckbrief
Das Wichtigste in Kürze
- Klimaschutz ohne echten Durchbruch: Der BARMER Klimaschutzindex erreicht wieder den Ausgangswert von 2022. Eine nachhaltige Trendwende ist nicht erkennbar.
- Hitzeschutz gewinnt an Bedeutung: Gesundheitseinrichtungen reagieren zunehmend auf die gesundheitlichen Folgen hoher Temperaturen. Vielfach fehlen jedoch systematische Strategien.
- Frauen stärker belastet, aber aktiver: Frauen nehmen die Zunahme heißer Tage häufiger wahr und sorgen sich stärker um die gesundheitlichen Folgen. Sie setzen Schutzmaßnahmen im Alltag konsequenter um, fühlen sich jedoch trotzdem schlechter für Hitze gerüstet als Männer.
- Prävention und Aufklärung bleiben lückenhaft: Informationen zu Hitzerisiken und Medikamentenanpassungen erreichen die Bevölkerung noch zu selten.
- Individuelle Vorsorge stößt an Grenzen: Viele Menschen schützen sich eigenverantwortlich, treffen bei Wohnraum und Arbeitsplatz aber auf finanzielle, organisatorische und bauliche Hindernisse.
Frauen und Männer bewältigen Hitze unterschiedlich
Die Befragung zeigt deutliche Geschlechterunterschiede: 52 Prozent der Männer, aber nur 39 Prozent der Frauen kommen nach eigener Einschätzung gut oder sehr gut mit extremer Hitze zurecht. Gleichzeitig schützen sich Frauen im Alltag konsequenter.