Ein junger Mann mit einer Wolldecke über der Schulter hält ein Fieberthermometer in der Hand und schaut auf ein Tablet
Arztbesuch und Behandlung

Diagnoseschlüssel: Welche Krankheit hinter dem Code auf Ihrer Krankmeldung steckt

Lesedauer unter 3 Minuten

Redaktion

  • Barmer Internetredaktion

Qualitätssicherung

  • Christina Wittkop (Barmer Institut für Gesundheitssystemforschung - bifg)

Der ICD-10-Diagnoseschlüssel dient der amtlichen Klassifikation für ärztliche Diagnosen in der ambulanten und stationären Versorgung. Ihr behandelnder Arzt oder Ihre behandelnde Ärztin verwendet diesen ICD-Code auch, um Krankheitsdiagnosen auf Ihrer Krankschreibung zu verschlüsseln. Mit der ICD-Diagnoseauskunft der Barmer haben Sie die Möglichkeit, die vollständige Diagnose einer Krankheit oder eines Gesundheitsproblems zu erfahren.

Jetzt schnell und einfach den ICD-Code auf Ihrer Krankmeldung entschlüsseln

So entschlüsseln Sie den ICD-Code: Geben Sie das ICD-Kürzel (z. B. J06, aber ohne darauf folgenden Buchstaben G oder V) von Ihrer Krankschreibung ein und klicken Sie dann auf den Button „Erläuterung anzeigen“. Sie erhalten eine Erklärung, welche Krankheit oder welches gesundheitliche Problem hinter dem Diagnoseschlüssel steckt.

Was bedeutet der ICD-10-Code auf Ihrer Krankmeldung?

Die Abkürzung „ICD” steht für „International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems”. Mithilfe des ICD-Codes können weltweit Krankheiten und Gesundheitsprobleme eindeutig zugeordnet werden. Die Klassifizierung erfolgte von der Weltgesundheitsorganisation (WHO). ICD-10 ist die aktuelle Version des Zuordnungssystems für medizinische Diagnosen.

Sie haben Fragen zur Ursache oder Behandlung einer speziellen Krankheit? Dann werfen Sie doch gleich einen Blick in unser umfassendes Krankheitslexikon „Krankheiten A-Z“.

Der ICD-Code hat eine feste Struktur und besteht immer aus einem Buchstaben und aus mindestens zwei Ziffern. Der Buchstabe am Anfang beschreibt dabei die Diagnosegruppe. Der Anfangsbuchstabe J steht beispielsweise für „Krankheiten der Atmungsorgane“. Mithilfe der Ziffern lässt sich die Diagnose genauer beschreiben.

Welche ICD-Diagnosegruppen gibt es?

BuchstabeDiagnosegruppe
A, BInfektionserkrankungen und parasitäre Krankheiten
C00 bis D48Gut- und bösartige Tumore
D50 bis D90Krankheiten des Blutes und des Immunsystems
EHormon-, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten
FPsychische und Verhaltensstörungen
GKrankheiten des Nervensystems
HKrankheiten von Auge und Ohr
IKrankheiten des Kreislaufsystems
JKrankheiten der Atmungsorgane
KKrankheiten der Verdauungsorgane
LKrankheiten der Haut und der Unterhaut
MKrankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes
NKrankheiten der Harnausscheidungs- und Geschlechtsorgane
OSchwangerschaft, Geburt und Wochenbett
PZustände, die ihren Ursprung um die Geburt herum haben
QAngeborene Fehlbildungen
RSymptome und Krankheitsanzeichen
S, TVerletzungen und Vergiftungen
USchlüsselnummern für besondere Zwecke
V, W, X, YÄußere und gesellschaftliche Ursachen von Krankheit und Ableben
ZFaktoren, die krank machen und zum Arzt führen

Mit zusätzlichen Buchstaben nach den Ziffern, die nicht zum offiziellen ICD-Diagnoseschlüssel gehören, kann Ihr Arzt oder Ihre Ärztin die Krankheit noch genauer definieren, z. B. welche Körperseite betroffen ist:

BuchstabeDiagnose
Ggesicherte Diagnose
VVerdacht
AAusschluss
Llinks
Rrechts
Bbeidseitig

Die Auskunft zu den Diagnoseschlüsseln können Sie übrigens auch ganz schnell und einfach mit der Barmer Teledoktor App nutzen. Entschlüsseln Sie mobil direkt über Ihr Handy den ICD-10-Code auf Ihrem „Gelben Schein“.

Literatur und weiterführende Informationen

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