Begutachtung bei Pflegeleistungen

Vermeiden Sie typische Fehler während einer Pflegebegutachtung

Lesedauer unter 1 Minute
Das Zweite Pflegestärkungsgesetz (PSG II)

Autor

  • Nina Henkels (Barmer Pflegekasse)

Die Lebenssituation der hilfsbedürftigen Personen wird während der Pflegebegutachtung leider oftmals deutlich positiver dargestellt, als sie es tatsächlich ist.

Der Besuch der Gutachterinnen und Gutachter wird häufig als Prüfung empfunden, die bestanden werden muss. Bestehende Probleme werden dadurch teilweise aus Scham entweder verharmlost oder ganz verschwiegen. Dies kann dazu führen, dass die Betroffenen letztendlich nicht den angemessenen Pflegegrad erhalten und zu niedrig eingestuft werden. Dadurch verringert sich dann die oft dringend benötigte finanzielle Unterstützung.​

Bitte beachten Sie also: Die Gutachterin bzw. der Gutachter kommt nicht, um festzustellen, wie leistungsfähig die zu pflegende Person noch ist. Es soll vielmehr dargestellt werden, bei welchen Tätigkeiten Unterstützung benötigt wird.

​Die Gutachter werden intensiv für die Begutachtung geschult, und das Begutachtungsverfahren ist so gestaltet, dass alle wichtigen Lebensbereiche betrachtet werden. Sie brauchen daher keine Angst zu haben, dass wichtige Aspekte unberücksichtigt bleiben. ​

Tipp: Gut ist es, wenn die Pflegeperson beim Besuch der Gutachterin oder des Gutachters anwesend ist. Dabei spielt es keine Rolle, wer die Pflege hauptsächlich übernimmt. Die Anwesenheit der pflegenden Tochter ist hier genauso von Vorteil wie die einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters des betreuenden Pflegedienstes.​​​​

Webcode: s050142 Letzte Aktualisierung: 08.12.2017
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