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Wenn die Haut im Sommer verrücktspielt – Mallorca-Akne erkennen und behandeln

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So war der Urlaubsbeginn nicht gedacht. Nach dem ersten Tag in der Sonne juckende Pickel an Hals, Schultern, Brust und Rücken statt sonnengebräunter Haut. Wie Sie die sogenannte Mallorca-Akne erkennen, behandeln und vermeiden können, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Der Sommerurlaub steht vor der Tür und viele freuen sich auf eine unbeschwerte Zeit am Strand. Jeder weiß, wie wichtig es ist, sich vor zu viel Sonne zu schützen. Aber das Zusammenspiel von UV-Strahlung und fetthaltiger Sonnencreme verträgt nicht jede Haut. Wenn nach dem ersten Tag in der Sonne juckende kleine Knoten und Pusteln auf der Haut auftreten, dann ist das höchstwahrscheinlich die sogenannte Mallorca-Akne. 

Eine Form der Sonnenallergie

Was genau hinter der Mallorca-Akne steckt, erklärt Dr. Utta Petzold, Dermatologin bei der BARMER: „Acne aestivalis, so heißt die Mallorca Akne in der Medizin, ist genaugenommen eine Form der Sonnenallergie. UV-A-Strahlen reagieren mit Fettbestandteilen auf der Haut und dadurch entzündet sich der Haarfollikel - es treten kleine, juckende Knötchen und Pusteln auf.“ Es wird vermutet, dass die Fette in Pflegeprodukten und Sonnencremes diese Reaktion begünstigen. Wissenschaftlich belegt ist dieser Zusammenhang jedoch nicht, denn die Symptome können unter UV-A-Strahlung auch ohne Verwendung von Cremes auf der Haut auftreten. Der Unterschied zur klassischen Akne (Acne vulgaris) liegt sowohl in der Entstehung als auch in den Symptomen „Die klassischen Akne geht mit Mitessern einher, die entstehen, wenn ein Haarfollikel durch Hornmaterial verstopft ist und sich deshalb Talg aufstaut. Es kommt zu einer eitrigen Entzündung. Diese bessert sich in der Regel unter UV-Einwirkung. 

Kühlen statt kratzen

Von Mallorca-Akne sind am häufigsten jüngere Menschen zwischen 20 und 30 Jahren betroffen und meistens trifft es Frauen. In der Regel werden Betroffene zu Beginn des Urlaubs von der Mallorca-Akne überrascht, wenn die Haut noch nicht an die Sonne gewöhnt ist. Was können sie tun, um die Pusteln und Pickel möglichst schnell wieder loszuwerden? „Wer die Anzeichen einer Mallorca-Akne bei sich feststellt, sollte Aufenthalte in der Sonne vermeiden, bis die Hautveränderungen abgeheilt sind,“ rät Petzold. Ebenfalls wichtig: Nicht kratzen! „Durch das Kratzen wird die Haut verletzt, die Entzündung kann sich verschlimmern und der Juckreiz noch stärker werden,“ sagt Petzold. Stattdessen können Zinklotionen helfen, die Entzündung zu lindern. Auch ein Aloe-Vera-Gel oder Hamamelis-Gel können helfen. Wer keine Salben im Haus hat, kann zur Linderung des Juckreizes die betroffenen Hauregionen mit kühlen Wickeln bedecken. Ein beliebtes Hausmittel sind Quarkwickel, deren Wirksamkeit wissenschaftlich jedoch nicht belegt ist. Helfen diese Maßnahmen nicht weiter, sollte der Hausarzt aufgesucht werden. Dieser kann Medikamente verordnen wie zum Beispiel leicht schälende oder entzündungshemmende Cremes und Tabletten gegen den Juckreiz (Antihistaminika).

Der beste Schutz: Auf Sonne verzichten

Besser wäre es natürlich, die Mallorca-Akne zu vermeiden. Die Maßnahmen dazu sind einfach, auch wenn sie nicht ins Urlaubskonzept vieler Sonnenanbeterinnen und Sonnenanbeter passen. „Sonnenbaden sollte schon allein wegen des Hautkrebsrisiko ein No-Go sein“, sagt Petzold. „Wer auf Nummer sicher gehen will, meidet die Sonne in den Mittagsstunden und trägt zusätzlich lange, UV-dichte Kleidung“, rät Petzold. Beim Eincremen sollte die Sonnencreme nicht zu sparsam aufgetragen werden. Wenn eine Neigung zur Sommer-Akne bekannt ist, sollte eine Creme mit einem niedrigen Anteil an Fetten, so genannte hydrophile Gele oder Cremes, gewählt werden. Und noch ein Hinweis ist Petzold wichtig. „Viele Menschen glauben, sie müssten ihre Haut an die Sonne gewöhnen, indem sie vor dem Urlaub schon einmal zum Vorbräunen ins Sonnenstudio gehen. Tatsächlich schädigen sie ihre Haut damit.“ Egal, ob Mallorca-Akne, Hautkrebs oder Sonnenbrand, für einen unbeschwerten Urlaub sollte ungeschützter Aufenthalt in der Sonne vermieden werden.
 

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