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Personalwesen

Fachkräfte aus dem Ausland: Wie Sie Beschäftigte beim Onboarding unterstützen

Lesedauer unter 3 Minuten

Fachkräfte und Spezialisten sind weltweit gesucht. Doch die Einstellung und Beschäftigung von Fachkräften aus dem Ausland stellt Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen oft vor ganz neue Fragen – nicht nur wegen der kulturellen Besonderheiten. Wir zeigen Ihnen, welche Formalitäten einzuhalten sind und wie das Onboarding erfolgreich sind.

Das Recruiting auf dem internationalen Markt oder die Anwerbung von ausländischen Bewerbern bieten Chancen und Herausforderungen zugleich. War die Personalsuche erfolgreich, gilt es, die Beschäftigten nun auch formell und kulturell und an Bord zu holen. Neben Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitserlaubnis sind dabei auch einige andere Punkte zu beachten. Um den neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Einstieg zu erleichtern und langfristig ans Unternehmen zu binden,  ist es wichtig, sie von Anfang an gut zu begleiten. 

1. Visum beantragen

Kommen Beschäftigte aus dem EU-Ausland (nicht Teil des europäischen Wirtschaftsraumes EWR/EU), wird ein Einreisevisum bzw. Aufenthaltstitel verlangt. Hierfür wird von den Behörden geprüft, ob die Bildungsabschlüsse in Deutschland anerkannt sind. Beschäftigte und Arbeitgeber müssen die entsprechenden Unterlagen bereitstellen (Arbeitsvertrag, Zeugnisse, Pass und Passfoto). Hierbei gilt: Für besonders qualifizierte wie z.B. akademisch ausgebildete Fachkräfte ist der Arbeitsmarktzugang erleichtert worden. Detaillierte Informationen hierzu bietet z. B. das Auswärtige Amt.

2. Wohnsitz anmelden

Als Firma sollten Sie auch bei der Wohnungssuche unterstützen, denn: Wer in Deutschland arbeitet, benötigt zunächst einmal einen festen Wohnsitz bzw. eine Meldeadresse. Zuständig hierfür ist z. B. das Rathaus oder Bürgeramt. Die Anmeldebestätigung selbst vergibt das Einwohnermeldeamt. Die örtliche Behörde erreicht man in den meisten Regionen unter der zentralen Telefonnummer 115. Das Amt hilft auch bei allen Fragen rund um die Anmeldung weiter. Hilfreiche Informationen rund um das Thema Anmeldung bietet auch die Internetseite www.115.de

3. Steuernummer beantragen

Wer die Anmeldebestätigung in der Hand hält, sollte sich nach einer Steueridentifikationsnummer erkundigen. Die Steuer-ID-Nummer ist wichtig, sobald Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine Beschäftigung aufnehmen. Sollte das Rathaus oder Bürgeramt sie nicht darauf ansprechen, können Firmen auch direkt beim Finanzamt nachfragen, um dort eine Steuer-ID-Nummer zu beantragen. Finden Sie jetzt das zuständige Finanzamt.

4. Krankenkasse wählen

Außerdem benötigen Berufstätige beim Jobstart eine Kranken- und Pflegeversicherung. Die Barmer als eine der größten gesetzlichen Krankenkassen bietet einen schnellen und umfassenden Service für internationale Beschäftigte, die Mitglied werden möchten – z. B. auch  in englischer Sprache.

5. Sozialversicherungsnummer anfordern

Zudem benötigen Ihre Beschäftigten eine Sozialversicherungsnummer, damit Sie als Arbeitgeber Gehalt ausbezahlen können und wir die Versicherungsbeiträge korrekt verbuchen können. Ihr Ansprechpartner bei der Barmer kann diese Nummer innerhalb weniger Tage für Sie beantragen.

6. Bankkonto eröffnen

Darüber hinaus benötigen Mitarbeitende ein Gehaltskonto bei einer deutschen Bank. Ein Vergleich kann sich hier lohnen: Es gibt zum Beispiel Banken, die keine Kontogebühren verlangen. Die meisten Banken bieten außerdem günstige Tarife für Online-Konten.

Unterstützung der Barmer für internationale Beschäftigte

First steps abroad: Was es heißt, in Deutschland zu arbeiten

Wie geht es Menschen, die aus beruflichen Gründen nach Deutschland kommen? Unser Video zeigt, worauf es in der ersten Zeit ankommt.

Sie suchen nach speziellen Informationen für ausländische Fachkräfte? Oder benötigen eine Auskunft in Englisch? Die Barmer bietet Ihnen ein umfassendes Infopaket, das Sie an Ihre Mitarbeiter weitergeben können. Für ausländische Mitarbeiter bieten wir unter 0800 333 0060 eine telefonische Beratung in Englisch an (7-20 Uhr, Anrufe aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz sind kostenfrei).

Auf unseren internationalen Webseiten finden Sie außerdem wichtige Infos rund um die Gesundheitsversorgung und Krankenversicherung in Deutschland in unterschiedlichen Fremdsprachen. Praktische Broschüren und Medien, die beim Einstieg helfen, können Sie unter Downloads kostenlos herunterladen und an Ihre Beschäftigten weitergeben.



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