Sozialversicherungsrecht

Kinderkrankengeld

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Laut § 45 SGB V haben Versicherte Anspruch auf Krankengeld von ihrer Krankenkasse, wenn es nach ärztlichem Zeugnis erforderlich ist, dass sie zur Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege ihres erkrankten und versicherten Kindes der Arbeit fernbleiben*, eine andere in ihrem Haushalt lebende Person das Kind nicht beaufsichtigen, betreuen oder pflegen kann und das Kind das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder behindert und auf Hilfe angewiesen ist.

Wird das Kind auf Grund der Pandemie im Jahr 2021 oder bis zum 23.09.2022 zu Hause betreut, ist ein Antrag erforderlich. Dieser kann hier heruntergeladen und direkt ausgefüllt werden. Anschließend kann der Antrag bequem über das geschützte Postfach der Barmer eingereicht werden. In diesen Fällen ist keine Unterschrift erforderlich. 

Kinderkrankengeld: Anspruchsdauer

Der Krankengeldanspruch ist auf zehn Arbeitstage pro Kind (Corona-Sonderregelung 2021 und 2022: 30 Arbeitstage) pro Kind, bei mehreren Kindern maximal auf 25 Arbeitstage je Versicherte (Corona-Sonderregelung 2021 und 2022: 65 Arbeitstage) im Kalenderjahr begrenzt. Bei Alleinerziehenden beträgt der Anspruch pro Kalenderjahr 20 Arbeitstage pro Kind (Corona-Sonderregelung 2021 und 2022: 60 Arbeitstage) bzw. 50 Arbeitstage (Corona-Sonderregelung 2021 und 2022: 130 Arbeitstage) bei mehreren Kindern. Die zeitliche Befristung entfällt bei der Beaufsichtigung, Betreuung und Pflege von Kindern, die an einer schweren, lebensbedrohlichen Erkrankung leiden.

Der Anspruch auf Kinderkrankengeld ist von der jeweiligen Familiensituation abhängig:


Genereller Anspruch für jeden Elternteil
Anspruch für Alleinerziehende

Anspruch pro KindMaximaler AnspruchAnspruch pro KindMaximaler Anspruch
Regulärer Anspruch10 Arbeitstage25 Arbeitstage20 Arbeitstage50 Arbeitstage
Sonderregelung 202130 Arbeitstage

65 Arbeitstage

60 Arbeitstage
130 Arbeitstage
Sonderregelung 202230 Arbeitstage65 Arbeitstage60 Arbeitstage130 Arbeitstage

Höhe des Kinderkrankengeldes

Das Kinderkrankengeld beträgt 90 % des ausgefallenen Nettoentgelts aus beitragspflichtigem Arbeitsentgelt der Versicherten. Wurde in den vorangegangenen 12 Monaten beitragspflichtiges einmaliges Arbeitsentgelt (z. B. Weihnachtsgeld) bezogen, beträgt das Krankengeld 100 % des ausgefallenen Nettoentgelts aus beitragspflichtigem Arbeitsentgelt, höchstens aber 70 % der Beitragsbemessungsgrenze nach § 223 Absatz 3 SGB V.

Sozialversicherungsbeiträge bei Bezug von Kinderkrankengeld

Das Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes ist beitragspflichtig zur Sozialen Pflegeversicherung (PV), Gesetzlichen Rentenversicherung (RV) sowie zur Arbeitslosenversicherung (ALV).

Als Beitragsbemessungsgrundlage dienen 80 % des vom Unternehmen gemeldeten ausgefallenen Bruttoarbeitsentgeltes. Der Bezieher bzw. Bezieherin des Kinderkrankengeldes zahlt die Hälfte des Beitrags, der Träger (z. B. Krankenkasse) den Rest.

*Wegen der Corona-Pandemie hat die Bundesregierung den Anspruch auf Kinderkrankengeld nochmals erweitert und auf 2022 ausgedehnt. So gelten die oben dargestellten Regelungen bis 23.09.2022 auch dann, wenn eine Betreuung des Kindes zu Hause notwendig wird, weil die Schule, der Kindergarten, die Klasse oder Gruppe aufgrund der Pandemie geschlossen bleibt oder die Präsenzpflicht im Unterricht ausgesetzt bzw. der Zugang zum Kinderbetreuungsangebot eingeschränkt ist.

Qualitätssicherung

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