Das Bild zeigt eine schwangere Frau vor einer rosafarbenen Wand.
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Gesund durch die Risikoschwangerschaft – Vorsorge ist unverzichtbar

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Ein oft lang ersehnter Wunsch geht in Erfüllung, wenn der Schwangerschaftstest positiv ausfällt. Und obwohl Schwangerschaften heutzutage als so sicher wie nie zuvor gelten, bleibt bei vielen werdenden Müttern eine unter Umständen berechtigte Sorge um Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen.


Eine Schwangerschaft bedeutet meist eine Zeit voller Glück, neuen Herausforderungen und Veränderungen. Doch bereits bei Erstuntersuchungen werden einige künftige Mütter  mit der Diagnose einer Risikoschwangerschaft konfrontiert. „Werdende Eltern sollten daraufhin keinesfalls in Panik ausbrechen. Die Bezeichnung einer Risikoschwangerschaft bedeutet im ersten Schritt nur, dass die Schwangere und ihr Kind medizinisch besonders gut beobachtet werden sollten. Komplikationen könnten auftreten, sind jedoch in den allermeisten Fällen medizinisch beherrschbar“, erklärt Dr. Ursula Marschall, Leitende Medizinerin bei der Barmer.

Wann spricht man von einer Risiko-Schwangerschaft?

Die Gründe für die Kennzeichnung „Risikoschwangerschaft“ im Mutterpass können vielfältig sein. Bereits eine Mehrlingsschwangerschaft erfüllt die Kriterien dieser Einstufung. Unter anderem neigen auch vergleichsweise ältere Frauen etwas häufiger zu Früh- und Fehlgeburten sowie Schwangerschaftskomplikationen. Daher gelten sie ab dem 35. Lebensjahr als Risikopatientinnen, wenn sie ihr erstes Kind erwarten und nach dem 40. Lebensjahr bei weiteren Kindern. Doch auch hier gilt: Die allermeisten Kinder kommen kerngesund auf die Welt. Leiden werdende Mütter hingegen an chronischen Erkrankungen und benötigen sie dauerhaft Medikamente, ist ein regelmäßiger Austausch zwischen Haus- und Fachärzten erforderlich, um die Gefahr eines riskanten Schwangerschaftsverlaufes zu reduzieren. Des Weiteren ist insbesondere bei Schwangeren mit psychischen Erkrankungen eine besonders gute Betreuung geboten. Hier arbeiten Hebammen, Gynäkologinnen und Gynäkologen sowie Psychiaterinnen und Psychiater vernetzt zusammen. Nicht zuletzt können auch Suchterkrankungen oder Komplikationen in früheren Schwangerschaften die Diagnose Risikoschwangerschaft begründen.

Vorsorgetermine wahrnehmen und Komplikationen verhindern

Um das Risiko von Komplikationen möglichst gering zu halten, sollten werdende Eltern alle wichtigen Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen. „Eine intensive medizinische Betreuung ermöglicht es, Gesundheitsrisiken bei Mutter oder Kind frühzeitig zu erkennen. So kann eine unter Umständen notwendige Behandlung umgehend erfolgen und eine möglichst komplikationsfreie Schwangerschaft und Geburt unterstützt werden“, so Marschall. Zusätzlich kann eine Hebamme werdenden Eltern Unterstützung bieten und bei Fragen oder Unsicherheiten zur Seite stehen. Werdende Eltern sollten die besondere Zeit der Schwangerschaft in erster Linie dazu nutzen, sich auf die neuen Lebensumstände vorzubereiten. Denn neben unverzichtbaren Vorsorgeuntersuchungen können vor allem Ruhe und eine gesunde Lebensweise den Verlauf einer Schwangerschaft positiv beeinflussen.

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