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Nur kein Stress! Körper und Psyche im Gleichgewicht halten

Lesedauer unter 3 Minuten
Das Bild zeigt einen gestressten Mann am Arbeitsplatz.

Ob auf der Arbeit, zu Hause oder im Freundeskreis – wenn die Anforderungen des Lebens Menschen unter Druck setzen, entsteht Stress. Dieser kann dauerhaft und gesundheitsschädigend sein. Oft reichen jedoch kleine Veränderungen in den Lebensgewohnheiten um Ausgeglichenheit und Entspannung in den Alltag zu bringen.

Das Phänomen Stress kennen Menschen seit ewigen Zeiten. Ursprünglich diente er unseren Vorfahren dazu, Gefahren zu überleben. Noch immer laufen menschliche Stressreaktionen nach altbekannten Mustern ab. „In der Alarmphase beschleunigen sich Herzschlag und Atmung, und die Muskeln spannen sich an. Dann wird gehandelt, je nach Situation entweder angegriffen oder geflohen. In der Erholungsphase schließlich bauen wir die verbrauchten Energiereserven wieder auf“, erklärt Andrea Jakob-Pannier, Psychologin bei der Barmer. Stress ist demnach eine natürliche Reaktion auf besondere Belastungen, etwa den Corona-Lockdown. Entscheidend ist, wie man Stress grundsätzlich wahrnimmt. „Positiv erlebt, kann Stress das Wohlbefinden und Selbstvertrauen steigern. Gerät die Balance zwischen An- und Entspannung aus den Fugen, empfinden wir Stress als negativ und fühlen uns überfordert. Langfristig kann das körperlich und psychisch krankmachen“, so Jakob-Pannier.

Wie reagiert der Körper auf Stress?

Typische körperliche Stressreaktionen sind Muskelverspannungen, Rücken- und Kopfschmerzen, beschleunigter Herzschlag und schnellere Atmung, Blutdruckanstieg oder -abfall und Schweißausbrüche. Auch Magen-Darm-Probleme können auf Stress hinweisen. Als psychische Reaktionen auf Stress sind Unsicherheit, Gereiztheit, depressive Stimmung, aber auch Konzentrationsschwäche und Hektik gut bekannt.

Was hilft gegen Stress?

„Zunächst ist es ratsam, auf die Reaktionen des eigenen Körpers und der Psyche zu achten. Hilfreich ist es, die Stressauslöser zu erkennen und sie möglichst zu beseitigen“, rät die Psychologin. Am Arbeitsplatz oder im Homeoffice lassen sich vielleicht Abläufe anders organisieren. In der Freizeit oder im Familienleben helfen Struktur und klare Regeln, aber auch Achtsamkeit. Lassen sich die Stressauslöser nicht gänzlich vermeiden, ist es ratsam, sich selber stark zu machen. „Eine Möglichkeit sind Atemübungen. Sie haben den Vorteil, dass sie sich gut in den Alltag einbauen lassen und rasch Wirkung zeigen“, so Jakob-Pannier. Hilfe böten heutzutage auch digitale Apps wie 7Mind. Wer selber aktiv werden will, findet beispielsweise im Hatha Yoga eine sehr gute Möglichkeit, sich durch Körper- und Atemübungen im Alltag ganz bewusste Pausen von stressigen Situationen zu schaffen. Yoga hat zudem den Vorteil, dass die Krankenkassen beim Einstieg helfen, indem sie es auch als Präventionsmaßnahme bezuschussen.

Atemübungen

So gelingen Atemübungen:

  1. Stelle die Uhr auf die gewünschte Meditationszeit ein.
  2. Begib dich in eine entspannte Position, egal ob stehend oder liegend. Achte hierbei auf einen geraden Rücken, sodass du tiefe und gleichmäßige Atemzüge machen kannst.
  3. Schließe nach Belieben deine Augen und beginne mit der Atemübung zur Entspannung.
  4. Atme vollständig ein und zähle dabei bis vier.
  5. Halte anschließend die Luft an und zähle erneut bis vier.
  6. Atme wieder aus und zähle dabei bis vier.
  7. Halte anschließend die Luft an und zähle erneut bis vier.
  8. Achte darauf, dass du möglichst tief in und aus deinem Bauch heraus atmest.

Mehr Tipps, Informationen und Kursangebote rund um das Thema Stress gibt es unter: www.barmer.de/stress

Webcode: p016722 Letzte Aktualisierung: 19.04.2021
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