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Im Sommer kühlen Kopf beweisen: Wetterfühligkeit entgegenwirken

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Ob Regen oder Sonne, Hitze oder Kälte – der menschliche Organismus passt sich ständig an Temperaturschwankungen und Wetterbedingungen an. Kommt der der Körper dabei jedoch nicht mit, kann es zu gesundheitlichen Problemen kommen. Grund dafür ist die sogenannte Wetterfühligkeit.

Was hilft bei Wetterfühligkeit? // Mit Dr. Ursula Marschall, Leitende Medizinerin bei der BARMER

Heute noch sommerlich heiß, morgen schon wieder regnerisch und kühl. Bei vielen Menschen ist der Organismus überfordert, sich extremen Wetterveränderungen anzupassen. Die Folge ist, dass das vegetative Nervensystem, was unter anderem die Atmung, Verdauung und den Stoffwechsel regelt, überreizt ist. Dies führt bei einigen zu körperlichen Beschwerden und allgemeinen Unwohlsein – zusammengefasst unter dem Begriff der Wetterfühligkeit. Bei wetterfühligen Menschen löst ein Temperaturumschwung im schlimmsten Fall sogar gesundheitliche Probleme aus.

Symptome bei wetterfühligen Menschen

„Symptome für Wetterfühligkeit sind unter anderem Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Kreislaufprobleme oder Schlafstörungen, die während oder kurz nach einem Temperaturwechsel eintreten. In schlimmeren Fällen können sogar Migräneattacken oder Schmerzen in Knochen, Gelenken und Narben auftreten“, erklärt Dr. Ursula Marschall, Leitende Medizinerin bei der Barmer. Begleiterscheinungen sind häufig auch eine gereizte Stimmung oder Antriebslosigkeit. Wenn Betroffene anhaltende Probleme belasten, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Besonders Patientinnen und Patienten mit Asthma oder Rheuma sind stark wetterfühlig. Wenn es durch einen Temperatursturz kälter wird, dann verstärken sich die Symptome wie starke Atembeschwerden und Schmerzen in den Gelenken. Auch hier ist der Gang zu einer Ärztin oder Arzt unerlässlich.

Den Temperaturschwankungen entgegenwirken

Um den gesunden Körper bestens auf Temperaturschwankungen vorzubereiten, hilft es ihn abzuhärten. Die Expertin rät, täglich bei jedem Wetter eine halbe Stunde raus an die frische Luft zu gehen. „Ein Spaziergang reicht meist schon aus, um den Organismus anpassungsfähiger zu machen. Der Effekt kann durch Ausdauersport, ausreichend Schlaf, Kneipp-Anwendungen und Wechselduschen zusätzlich unterstützt werden“, sagt Marschall. Eher vorsichtig sollten chronisch Erkrankte und ältere Betroffene sein. Hier ist ärztlicher Rat zu empfehlen, welche Methoden für sie am besten sind. Bei Menschen, die aufgrund von Stress sensibel auf das Wetter reagieren, können Entspannungsmethoden wie Yoga oder Mediationseinheiten zu mehr innerer Ruhe verhelfen. Zudem trägt natürlich eine ausgewogene Ernährung dazu bei, den Körper fit zu halten.

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