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Presse-Newsletter - Gesundheit im Blick

Augengesundheit im Alltag stärken

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Unsere Augen sind das Fenster zur Welt. Umso wichtiger ist es, sich um die Augengesundheit zu kümmern und darauf zu achten, wie die Augen leistungsfähig bleiben können.

Um das Sehorgan zu schützen gibt es im Alltag einige konkrete Maßnahmen. Manchmal helfen da schon Kleinigkeiten. „Bei starker Sonneneinstrahlung sollte man deshalb immer eine gute Sonnenbrille aufsetzen, damit es nicht zu einer sogenannten Verblitzung, einer sehr schmerzhaften Schädigung der Hornhaut, kommt", sagt Dr. Ursula Marschall, Leitende Medizinerin bei der Barmer. Dies kann besonders bei hellem Untergrund mit starker Reflexion wie im Schnee beim Skifahren auftreten. Langzeitauswirkungen durch UV-Strahlen führen vor allem zu einer vorzeitigen Netzhautalterung, die die Sehfähigkeit beeinträchtigt.

Auch eine ausgewogene Ernährung kann sich positiv auswirken: Wer beispielsweise viel Vitamin A, B12 sowie Vitamin C isst, tut etwas für sich und sein Sehorgan. „Wer diese Vitamine in einer ausgewogenen Mischkost zu sich nimmt, versorgt auch seine Augen mit wichtigen Mikronährstoffen. Diese sind vor allem wichtig, um eine frühzeitige Makuladegeneration herauszuzögern“, so Marschall. Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungshemmend. Insgesamt sind erhöhte Blutfettwerte, Diabetes und Bluthochdruck Risikofaktoren für Augenerkrankungen.

Kleine Übungen dienen der Augen-Entspannung

Die Augen leisten besonders bei Bildschirmarbeit viel und sind dabei starken Belastungen ausgesetzt. Umso wichtiger ist es, für kurzzeitige Entlastungen zu sorgen. Hierzu gibt es verschiedene Übungen.

Eine Nah-Fern-Übung hilft dabei, den Augen unterschiedliche Perspektiven zu geben. Wer mehrmals täglich aus dem Fenster schaut und dabei bewusst weit raussieht und tief durchatmet, entspannt den Körper sowie die Augen.

Für Brillenträgerinnen und -träger eignet sich besonders die Dreipunktmassage. Dabei wird die Nasenwurzel mit Daumen und Mittelfinger angefasst und der Zeigefinger zwischen die Augenbrauen gelegt. Mit den drei Fingern werden im Anschluss alle Stellen, mit kreisförmigen Bewegungen, etwa 10 bis 20 Sekunden massiert.

Eine dritte Entspannungsübung für die Augen ist das Fingertrommeln. Dazu werden die Fingerkuppen beidseitig trommelnd von den Schläfen, über Wangen bis zum Kinn bewegt. Im Anschluss wird auf die Partie unterhalb der Augen getrommelt, um danach wieder vom Kinn bis zur Stirn zu gelangen.

Eine weitere Übung ist der Augenroller. Dabei werden die Augen in alle Richtungen gerollt, nach oben, unten, rechts und links. Das ist gut für die Muskeln des Auges.

Sehtest:

Natürlich ist die regelmäßige Beurteilung des Auges besonders wichtig. Was bei der Führerschein-Prüfung noch normal ist, gerät mit der Zeit aber oftmals in Vergessenheit. Mit den Jahren kann sich das Sehvermögen aber verändern, dies ist ein normaler Alterungsprozess, der bereits schon in frühen Jahren beginnt. Manchmal passiert das sogar fast unbemerkt, da es schleichend und langsam verläuft. „Zwischen 20 und 39 Jahren sollten mindestens drei Untersuchungen der Sehkraft erfolgen“, rät Marschall. Ab einem Alter von 40 Jahren ist eine Sehschärfenprüfung alle zwei bis drei Jahre zu empfehlen, da sich besonders mit zunehmendem Alter die Brechkraft der Hornhaut verändert und dies die Sehschärfe beeinträchtigt. „Kopfschmerzen, die im Laufes des Tages beginnen und besonders beim längeren Arbeiten am PC oder Laptop stärker werden können ein Zeichen dafür sein, dass etwas mit der Sehstärke nicht stimmt. Auch in diesem Fall sollten Betroffene den Optiker oder die Augenärztin aufsuchen und die Augen überprüfen lassen“, so Marschall.

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