Pressemitteilungen aus Nordrhein-Westfalen

Pflegende Angehörige: Unterstützung bei Abschiednehmen und Trauer

Lesedauer unter 2 Minuten

Düsseldorf, 21. Oktober 2021 – Etwa 430.000 Menschen in Nordrhein-Westfalen werden nach Angaben des statistischen Bundesamtes zu Hause von Angehörigen gepflegt – ohne Unterstützung eines ambulanten Pflegedienstes. Am Ende der oft extrem belastenden Pflegezeit stehen Tod und Trauer. Wie können sich Angehörige auf diese letzte Phase der Pflege vorbereiten? Was ist bei der Pflege von Sterbenden zu beachten? Wie können Verlust, Schmerz und Trauer bewältigt werden? Rat und Informationen bietet ein neues Modul des Barmer Pflegecoach. „Mit unserer digitalen Unterstützungsplattform möchten wir die Sorgen der pflegenden Angehörigen aufgreifen und ihnen mit Hinweisen und Hintergrundinformationen Sicherheit für diesen letzten Abschnitt der Pflege geben“, sagt Heiner Beckmann, Landesgeschäftsführer der Barmer in NRW.

Erfahrungsberichte und Erkenntnisse aus der Sterbebegleitung

„Wenn sich alte, pflegebedürftige Menschen zurückziehen, keinen Hunger und Durst mehr zeigen, vermehrt schlafen und ihre Umgebung nur eingeschränkt wahrnehmen, können dies Anzeichen dafür sein, dass es bald zu Ende geht“, sagt Beckmann. Doch auch stark eingeschränkte Menschen nehmen Berührungen, Massagen oder Düfte wahr. So ließen sich gemeinsame Momente zum Abschiednehmen gestalten. Mit übersichtlichen Infotexten, kurzen Videos und Hörbeiträgen bietet der Pflegecoach einfühlsame Unterstützung zu den Themen Sterben, Abschiednehmen und Trauer. Die Inhalte beruhen auf Erkenntnissen der Sterbebegleitung und auf Erfahrungsberichten von pflegenden Angehörigen.

Viele verlässliche Informationen für Angehörige

Der Pflegecoach der Barmer ist seit rund einem Jahr online. Er greift konkrete Pflege- und Lebenssituationen auf und geht auf die Belastungen, Probleme und Bedürfnisse der Angehörigen direkt ein. Neben dem neuen Modul „Abschiednehmen“ gibt es weitere Themenbereiche wie „Demenz verstehen“, „Essen und Trinken mit Demenz“, „Ich bleiben“, „Verstehst Du mich?“ und „Toilettengeschichten“. Der Pflegecoach kann kostenlos und ohne vorherige Anmeldung genutzt werden und steht auch pflegenden Angehörigen und Interessierten zur Verfügung, die nicht bei der Barmer versichert sind.

Weitere Infos unter: www.barmer.de/a005703

Kontakt für die Presse:

Tobias Klingen
Pressesprecher Barmer Nordrhein-Westfalen
Telefon 0800 333 004 45 11 31
E-Mail: presse.nrw@barmer.de
Twitter: twitter.com/BARMER_NRW

Nach oben