Hände mit Desinfektionsgel

Was Firmen zur Eindämmung des Coronavirus beitragen können

Durch die Zunahme von Coronafällen in Deutschland sind Firmen mit immer mehr Fragen konfrontiert: Was können Arbeitgeber tun, um Beschäftigte und Betrieb zu schützen? Welche Pflichten haben Arbeitnehmer und Arbeitgeber? Und was ist bei Krankmeldungen und Quarantäne zu beachten? Hier finden Sie aktuelle Informationen rund um die Corona-Pandemie.

Aus arbeitsrechtlicher Sicht sind Arbeitgeber verpflichtet, Maßnahmen zu treffen, damit sich Arbeitnehmer nicht am Arbeitsplatz anstecken. Welche Maßnahmen das im Einzelnen sind, ist jedoch nicht festgelegt. Ein wirksamer Schutz sind zum Beispiel Hygieneregeln wie Händewaschen, die in Geschäftsräumen ausgehängt oder im Intranet veröffentlicht werden. Zudem gilt: Wer in Kontakt zu einem Verdachtsfall steht, sollte wie bei Grippe- oder Erkältungspatienten möglichst ein bis zwei Meter Sicherheitsabstand halten. Das Tragen eines Mundschutzes dagegen ist in Deutschland nicht sinnvoll. Dazu ist das Auftreten entsprechender Viren in der Umgebung viel zu gering, um einen wirklichen Schutz darzustellen. Ein effektiver Mundschutz muss entsprechenden Anforderungen genügen. Dazu gehört die Durchlässigkeit der Partikel und vieles mehr.

Wenn Betriebsangehörige erkranken

Was ist, wenn eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter krank werden? Bei einer vermutlichen Infektion sollte die betroffene Person möglichst schnell einen Arzt kontaktieren. Der Arzt oder die Ärztin können dann einen Test auf Infektion mit dem Coronavirus durchführen und über die Versichertenkarte abrechnen, wenn sie es für erforderlich halten. Hierbei sollen sie sich an den jeweils aktuellen Kriterien des Robert Koch-Instituts (RKI) orientieren.

Arbeitgeber müssen ihrer Fürsorgepflicht gegenüber der Belegschaft nachkommen. Das heißt: Bei einem begründeten Verdacht auf eine Coronavirusinfektion muss der Arbeitgeber die Betroffenen umgehend nach Hause schicken und anweisen, ihren Arzt oder das Gesundheitsamt telefonisch zu kontaktieren. Von Rückkehrern aus aktuellen Risikogebieten können Arbeitgeber zudem eine „Unbedenklichkeitsbescheinigung“ verlangen. Diese kann vom Arzt oder Gesundheitsamt ausgestellt werden.

Weitere Serviceangebote für Beschäftigte

  • Telefonberatung: Unter 0800 84 84 111 stellt die Barmer eine kostenlose Hotline für alle Fragen zu Corona zur Verfügung, die rund um die Uhr erreichbar ist.
  • Informationsangebot: Ständig aktualisierte Informationen rund um das Coronavirus bietet  das Themenspecial auf der Barmer-Internetseite.
  • Englische Informationen: Die wichtigsten Fragen zum Thema beantwortet die Barmer außerdem auf ihrer englischen Website.
  • Plakataushang: Um auf die wichtigsten Maßnahmen zur Hygiene hinzuweisen, stellen wir Ihnen ein Poster zur Verfügung, dass Sie in vier Varianten ausdrucken oder ins Intranet stellen können: jeweils in Deutsch (DIN A4 und DIN A3) und Englisch (DIN A4 und DIN A3).

* Aufgrund der ständig veränderten Lage können wir für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen leider keine Gewährleistung übernehmen.

Webcode dieser Seite: f004374 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 27.03.2020
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