Drei junge Menschen arbeiten zusammen
Pressemitteilung der Barmer Thüringen

Thüringen verzeichnet erneut Rückgang bei Krankschreibungen

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  • Die Zahl der krankheitsbedingten Fehltage ist in Thüringen das dritte Jahr in Folge gesunken, von 27,6 Tagen im Jahr 2022 auf 24,8 Tage im Jahr 2025.
  • Fehlzeiten wegen Atemwegsinfekten sind in Thüringen binnen drei Jahren um 25 Prozent zurückgegangen.
  • Im Jahr 2022 hatte der Krankenstand in Thüringen ein Allzeithoch erreicht. Treiber dieser Entwicklung waren die Einführung der eAU sowie zahlreiche Corona-, Grippe- und Atemwegserkrankungen.
  • Statement Robert Büssow, Landesgeschäftsführer der Barmer Thüringen: „Aktuelle Daten zum Krankenstand mit den Jahren vor 2022 zu vergleichen ist trügerisch. Der Vergleich hinkt gewaltig.“

Erfurt 27.01. 2026 – Die Zahl der krankheitsbedingten Fehltage ist in Thüringen das dritte Jahr in Folge zurückgegangen. Das geht aus Daten der Barmer hervor. Demnach summierte sich die durchschnittliche Zahl der Fehltage von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern im vergangenen Jahr auf 24,8. Im Jahr 2022 waren es durchschnittlich 27,6 Tage. Der Krankenstand* ist von 7,6 Prozent im Jahr 2022 auf 6,8 Prozent im vergangenen Jahr gesunken. 

Robert Büssow, Landesgeschäftsführer der Barmer Thüringen. Foto: Kai Eisentraut

Robert Büssow, Landesgeschäftsführer der Barmer Thüringen. Foto: Kai Eisentraut

„Der erneute Rückgang der Fehltage zeigt, dass sich Nachholeffekte nach der Coronapandemie weiter abschwächen. Das heißt, die nach der Pandemie nachgeholten Infekte sind inzwischen rückläufig“, sagt Robert Büssow, Landesgeschäftsführer der Barmer Thüringen. Die Fehltage wegen Atemwegsinfekten seien im Vergleich der Jahre 2022 und 2025 um rund 25 Prozent gesunken. „Im Jahr 2022 hatte der Krankenstand in Thüringen ein Allzeithoch erreicht. Treiber dieser Entwicklung war neben einer Infektwelle jedoch vor allem ein statischer Effekt, nämlich die Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsmeldung (eAU)“, erklärt Büssow. 

Aktuelle Daten zum Krankenstand mit den Jahren vor 2022 zu vergleichen sei daher trügerisch. Der Vergleich hinke gewaltig, so der Barmer-Landeschef angesichts der gegenwärtigen Diskussion um angeblich zu hohe Ausfallquoten von Beschäftigten. Erst seit dem Jahr 2022 sei ein realistisches Bild zum Krankschreibungsgeschehen möglich, weil seitdem erstmals alle Arbeitsunfähigkeiten überhaupt erfasst werden. Zuvor gab es keine automatische elektronische Übermittlung von Krankenscheinen an die Kassen. So erklärt sich weitestgehend auch der deutliche Anstieg der krankheitsbedingten Fehltage vom Jahr 2021 (22,4 Tage) zum Jahr 2022 (27,6 Tage). In den Jahren 2018 bis 2021 hingegen zeigen sich den Barmer-Daten zufolge keine auffälligen Veränderungen.

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