Eine Frau arbeitet in einem medizinischen Labor.
Pressemitteilung aus Thüringen

Barmer Thüringen ruft zu Früherkennungsuntersuchungen auf

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Birgit Dziuk, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Thüringen. Foto: Michael Reichel

Birgit Dziuk, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Thüringen. Foto: Michael Reichel

Erfurt, 31. Januar 2023 – Nicht mal jeder vierte Mann in Thüringen ist in den vergangenen Jahren für eine Krebsfrüherkennungsuntersuchung zum Hausarzt beziehungsweise zur Hausärztin gegangen. Bei Thüringens Frauen war es im Schnitt immerhin jede zweite, wie aus Daten der Barmer hervorgeht. Anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar macht die Krankenkasse auf die geringe Inanspruchnahme aufmerksam und ruft dazu auf, die Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen. Denn Krebserkrankungen sind laut Statistischem Landesamt die zweithäufigste Todesursache in Thüringen. „Früherkennungsuntersuchungen können Leben retten. Je früher eine Krebserkrankung erkannt wird, desto höher sind die Heilungschancen. Nicht ohne Grund ist Krebsvorsorge Kassenleistung“, sagt Birgit Dziuk, Landesgeschäftsführerin der Barmer Thüringen.

Prostata-, Darm- und Hautkrebs

Bei der hausärztlichen Krebsfrüherkennungsuntersuchung für Männer führt der Hausarzt beziehungsweise die Hausärztin eine gezielte Anamnese durch sowie eine Tastuntersuchung des Genitalbereichs und der Lymphknoten. Alle gesetzlich versicherten Männer ab 45 Jahren können eine solche Untersuchung jährlich in Anspruch nehmen. Darüber hinaus können Männer und Frauen ab 35 Jahren alle zwei Jahre ein Hautkrebsscreening in Anspruch nehmen. Hier lag die Inanspruchnahme im Jahr 2021 bei Thüringens Männern bei 7,3 Prozent und bei Thüringens Frauen bei 8,7 Prozent.

Stuhltest für Zuhause

Einen immunologischen Stuhltest zur Früherkennung von Darmkrebs ließen in Thüringen 6,4 Prozent der Männer und rund zehn Prozent der Frauen im Jahr 2021 durchführen. Die Barmer bietet angesichts der geringen Inanspruchnahme eine „Darmkrebsfrüherkennung für Zuhause“. Über einen Link kann ein immunologischer Stuhltest für angefordert werden, der anschließend kostenlos zur Auswertung in ein Labor verschickt wird. Den Test können Versicherte bereits im Alter ab 40 Jahren machen. Gesetzlich ist er erst ab 50 Jahren vorgesehen. Diese Darmkrebsfrüherkennung ist für Personen gedacht, die keine Anzeichen und kein besonderes Risiko für Darmkrebs haben. Bei positivem Ergebnis des Stuhltests ist die Darmspiegelung mit der Chance zur Entfernung von auffälligem Gewebe eine ärztliche Leistung, die hilft Darmkrebs zu erkennen und zu verhindern. „Das sind Chancen und Leistungsansprüche, die genutzt werden sollten“, sagt Birgit Dziuk.

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