Zu sehen ist ein Mann mit seinen Händen am Kopf vor einer Flasche und einem Glas Alkohol
Pressemitteilung der Barmer Thüringen

Alkohol, Fastenzeit und ein Gesellschaftsproblem

Lesedauer weniger als 3 Min

Überblick

  • In Thüringen ist der Anteil der Menschen, die an diagnostizierter Alkoholsucht leiden, um ein Viertel höher als im bundesweiten Schnitt.
  • Unter den 50- bis 70-Jährigen in Thüringen hat eine von 40 Personen ein Alkoholproblem.
  • Angesichts der bevorstehenden Fastenzeit empfiehlt die BARMER, gänzlich und dauerhaft auf Alkohol zu verzichten.
  • Robert Büssow, Landesgeschäftsführer der BARMER Thüringen:
    "Das begleitete Trinken für Jugendliche ist Teil der gesellschaftlichen Verharmlosung von Alkohol." 

Robert Büssow, Landesgeschäftsführer der Barmer Thüringen. Foto: Kai Eisentraut

Robert Büssow, Landesgeschäftsführer der Barmer Thüringen. Foto: Kai Eisentraut

Erfurt, 17. Februar 2026 – In Thüringen werden jährlich im Schnitt 15 von 1.000 Menschen wegen psychischer und anderer Verhaltensauffälligkeiten im Zusammenhang mit Alkohol in einer niedergelassenen Praxis oder in einer Klinik medizinisch versorgt. „Alkohol ist weder Genussmittel noch Kulturgut. Es handelt sich schlicht und ergreifend um ein schleichend tödliches Zellgift. Das macht es so gefährlich“, findet Robert Büssow, Landeschef der Barmer Thüringen, klare Worte. Am Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit, weswegen er appelliert, auf Alkohol zu verzichten. „Und das am besten nicht nur bis zum Karsamstag, sondern dauerhaft“, so Büssow weiter. Alkoholkonsum sei gesellschaftlich noch immer so verharmlost, dass laut Umfragen nahezu jede dritte erwachsene Person ein Konsumverhalten habe, das mit einem moderaten oder hohen Krankheitsrisiko assoziiert ist. Das Zellgift Alkohol ist für die Entstehung von mehr als 200 Krankheiten mitverantwortlich. Wie aus Daten der Barmer hervorgeht, haben mehr als 40 Prozent der Alkoholkranken Depressionen, ebenfalls 40 Prozent haben Bluthochdruck, rund jeder Fünfte hat Diabetes.

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