Kiel, 5. Januar 2026 – Nach den Festtagen an Weihnachten und Silvester planen immer mehr Menschen, den „trockenen Januar“ als Neujahrsvorsatz umzusetzen. „Dry January“ ist keine coole Ginsorte, sondern eine 2013 in England gestartete Gesundheitskampagne. Sie zielt darauf ab, die gesundheitlichen Folgen übermäßigen Alkoholkonsums zu mindern. „Wer einen Monat auf Alkohol verzichtet, schläft besser, hat weniger Kopfschmerzen und verliert Gewicht. Auch das Immunsystem, die Konzentration, das Herz-Kreislaufsystem und die Leber profitieren von der Abstinenz“, sagt Torsten Nowak, Landespressesprecher der Barmer in Schleswig-Holstein. In Schleswig-Holstein gebe es überdurchschnittlich viele Menschen, die von Alkoholsucht betroffen sind.
Überdurchschnittlich viele Alkoholkranke in Schleswig-Holstein
In Schleswig-Holstein leiden 162 von 10.000 Erwachsenen an Alkoholmissbrauch, wie der Morbiditäts- und Sozialatlas des Barmer Instituts für Gesundheitssystemforschung zeigt. Das sind 9,5 Prozent mehr als der Bundesdurchschnitt von 148 Personen je 10.000 Erwachsene. Männer sind hier deutlich häufiger betroffen als Frauen: 2023 waren von 10.000 Erwachsenen 104 Frauen und 222 Männer alkoholkrank. „Der Dry January bietet eine gute Gelegenheit, das eigene Trinkverhalten zu überdenken und gesündere Gewohnheiten zu entwickeln. Wer den Verzicht als große Herausforderung empfindet, zeigt möglicherweise erste Anzeichen einer Sucht und benötigt Hilfe“, sagt Nowak. Die Barmer biete auf ihrer Website einen Selbsttest an. Mit zehn Fragen unter www.barmer.de/a006509 lasse sich das eigene Suchtrisiko einschätzen.