Mehr Migräne- und Kopfschmerzpatienten

Kiel (11.01.2016) Kopfschmerzen und Migräne zählen zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. So begaben sich im Jahr 2014 in Schleswig-Holstein allein bei der Barmer GEK über 20.000 Versicherte wegen Migräne oder Spannungskopfschmerzen in ärztliche Behandlung, wie Auswertungen von Diagnosedaten ergeben haben. Dies sind rund 11 Prozent mehr als noch im Jahr 2010. Hochgerechnet auf ganz Schleswig-Holstein ist von rund 155.000 Menschen auszugehen, die insbesondere wegen Migräne einen Arzt aufgesucht haben. 80 Prozent der Betroffenen sind Frauen, am häufigsten in der Altersgruppe der 40- bis 60-Jährigen. "Die Zahl der tatsächlich Betroffenen dürfte indes noch höher liegen. Denn bei einer bekannten Migräne wird nicht bei jedem Anfall ein Arzt aufgesucht", erläutert Thomas Wortmann, Landesgeschäftsführer der Barmer GEK für Schleswig-Holstein.

Migräne oder Kopfschmerzen?

Eine Migräne ist nicht mit "normalen" Kopfschmerzen zu vergleichen. Oftmals kündigt sich eine Migräne bereits mehrere Stunden vorher an. Mögliche Symptome sind Sehstörungen wie farbige Lichtblitze, Zickzack-Linien oder schwarze Löcher im Gesichtsfeld (Gesichtsfeldausfälle), Sprachstörungen, Kribbeln und/oder Schwäche in einem Arm oder Bein oder Gleichgewichtsstörungen. Die schließlich eintretenden Kopfschmerzen sind sehr heftig, pochend und lang anhaltend. Bei Migräne verstärkt sich der Kopfschmerz, wenn man sich körperlich betätigt – das ist bei Spannungskopfschmerzen in der Regel nicht der Fall. Weitere Anzeichen einer Migräne sind Lichtscheu, Lärm- und Geruchsempfindlichkeit. Diese Phase kann 4 bis 72 Stunden dauern. Ein ruhiger, abgedunkelter Raum kann die Symptome bessern. Mediziner vermuten als Ursache der Migräne eine Entzündung von Blutgefäßen. Die Veranlagung zur Migräne wird wahrscheinlich vererbt.

Barmer GEK unterstützt "Aktion Mütze" an Schulen

Migräne beginnt oft kurz nach der Pubertät. Doch schon Kinder und Jugendliche klagen häufig über Kopfschmerzen. Die Barmer GEK unterstützt deshalb die "Aktion Mütze – Kindheit ohne Kopfzerbrechen", ein bundesweites Präventionsprogramm für Schulen. "Durch Aufklärung und eine gesundheitsfördernde Gestaltung des Alltags sollen Kopfschmerzen bei Heranwachsenden vermieden werden. Denn jeder weiß, wie belastend Kopfschmerzen sind. Und lernen fällt dann äußerst schwer", sagt Wortmann. Interessierte Schulen können für die Klassen der 7. Jahrgangsstufe Unterrichtsmaterial kostenfrei anfordern. Das Projekt wird von Prof. Dr. Hartmut Goebel von der Schmerzklinik Kiel wissenschaftlich begleitet.

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Webcode dieser Seite: p004967 Autor: Barmer Erstellt am: 08.01.2016 Letzte Aktualisierung am: 29.10.2018
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