Pressemitteilung Barmer Schleswig-Holstein

Arbeitsunfähigkeiten in Schleswig-Holstein: Erneuter Rückgang bei Fehltagen

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  • Die krankheitsbedingten Fehltage in Schleswig-Holstein sanken von 23,4 Tagen im Jahr 2024 auf 23,0 Tage im Jahr 2025.  
  • Der Krankenstand fiel von 6,4 Prozent (2024) auf 6,3 Prozent (2025).
  • In den Jahren 2022 und 2023 erreichte der Krankenstand Höchstwerte, bedingt durch die Einführung der eAU sowie zahlreiche Corona-, Grippe- und Atemwegserkrankungen.
  • Dr. Anneke Riehl, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Schleswig-Holstein: „Ein Vergleich mit den Jahren vor 2022 ist trügerisch und hinkt gewaltig.“

Kiel, 13. Februar 2026 – Die durchschnittlichen krankheitsbedingten Fehltage in Schleswig-Holstein gingen 2025 erneut leicht zurück, wie Barmer-Daten zeigen. Im Jahr 2025 verzeichneten schleswig-holsteinische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Schnitt 23 Fehltage. 2024 und 2023 lag die durchschnittliche Fehlzeit noch bei 23,4 Tagen. Der Krankenstand sank von 6,4 Prozent im Jahr 2024 auf 6,3 Prozent im vergangenen Jahr. Damit waren täglich über 60 von 1.000 Beschäftigten krankgeschrieben.

Riehl, Anneke

Dr. Anneke Riehl, Landesgeschäftsführerin der Barmer Schleswig-Holstein. Foto: Heiko Marquardt

 „Der Nachholeffekt nach der Coronapandemie schwächt sich weiter ab. Nach dem Ende des Kontaktverbots trafen Erreger auf untrainierte Immunsysteme, was zu mehr Atemwegserkrankungen führte. Dieser Effekt lässt nun nach. Atemwegsinfekte fielen 2025 moderater aus“, erklärt Dr. Anneke Riehl, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Schleswig-Holstein. Die Fehltage wegen Atemwegsinfekten sanken um 2,5 Prozent, bei Erkältungen wie Schnupfen oder Mandelentzündung sogar um 6,2 Prozent. Riehl ergänzt: „2022 und 2023 erreichten die Fehlzeiten Spitzenwerte, getrieben von Corona und Grippe. Jetzt normalisiert sich das Infektionsgeschehen.“ Zudem habe die Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsmeldung (eAU) Ende 2021 zu einem statistischen Effekt geführt. Ein Vergleich mit den Jahren vor 2022 sei daher trügerisch. Viele zunächst unregistrierte Arbeitsunfähigkeiten wurden erst durch die eAU erfasst. Das Arbeitsunfähigkeitsgeschehen in Schleswig-Holstein liege allerdings mit einem ganzen Tag über dem bundesdeutschen Durchschnitt, der laut Barmer-Auswertung ebenfalls rückläufig ist und 2025 bei 22 Fehltagen pro Kopf lag, nach 22,5 im Vorjahr. Der bundesweite Krankenstand sank von 6,17 auf 6,03 Prozent.

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