Aufruf zum Alkoholfasten: Alkoholprobleme in Schleswig-Holstein weit verbreitet
Überblick
- In Schleswig-Holstein benötigen 135 von 10.000 Menschen ärztliche Hilfe wegen Alkoholproblemen – etwa neun Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt.
- Besonders betroffen sind Menschen zwischen 50 und 69 Jahren. In dieser Altersgruppe hat etwa eine von 40 Personen ein Alkoholproblem.
- „Viele der heute 50- bis 70-Jährigen sind in einer Zeit aufgewachsen, in der Alkohol selbstverständlich zum Alltag gehörte. Das wirkt bis heute nach“, sagt Dr. Anneke Riehl, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Schleswig-Holstein
Kiel, 20. Februar 2026 – In Schleswig-Holstein ist problematischer Alkoholkonsum weit verbreitet. Eine Barmer-Auswertung zeigt: Hier werden mehr Menschen wegen Alkoholproblemen behandelt als im bundesweiten Durchschnitt. 135 von 10.000 Menschen sind wegen psychischer und anderer Verhaltensauffälligkeiten im Zusammenhang mit Alkohol in einer niedergelassenen Praxis oder in einer Klinik medizinisch versorgt worden. „Alkohol ist kein harmloses Genussmittel“, sagt Dr. Anneke Riehl, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Schleswig-Holstein. „Er wirkt als Zellgift und kann langfristig schwere Schäden verursachen.“ Die Barmer rufe deshalb zu Beginn der Fastenzeit dazu auf, komplett auf Alkohol zu verzichten – und diesen Verzicht möglichst dauerhaft beizubehalten. Alkoholkonsum werde gesellschaftlich noch immer verharmlost, sodass laut Umfragen fast jede dritte erwachsene Person ein Konsumverhalten zeige, das mit einem moderaten oder hohen Krankheitsrisiko verbunden sei. Das Zellgift Alkohol trage zur Entstehung von mehr als 200 Krankheiten bei. Daten der Barmer zeigen, dass über 40 Prozent der Alkoholkranken an Depressionen leiden, ebenfalls 40 Prozent haben Bluthochdruck, rund jeder Fünfte hat Diabetes.
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