Haselnussblüte und Pollenallergie
Pressemitteilung 2026 Sachsen

Pollenflug: Jetzt Immuntherapie beginnen

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  • Immer frühere Pollenflüge: Eine erhöhte Jahresmitteltemperatur führt dazu, dass Hasel- und Erlenpollen bereits deutlich früher aktiv sind.    
  • Asthma-Risiko bei Kindern: Über 4 Prozent der Kinder  bis neun Jahre in Sachsen sind bereits an Asthma erkrankt. Frühzeitige Immuntherapie kann vorbeugen.
  • Therapie wirkt ursächlich: Hyposensibilisierung reduziert allergische Reaktionen nachhaltig und kann Symptome erheblich lindern oder ganz verschwinden lassen.
  • Dr. Claudia Beutmann: „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für eine Immuntherapie.“ 

Dresden, 05.02.2026 – Vor allem Kinder profitieren von einer Immuntherapie. Durch eine erhöhte Jahresmitteltemperatur starten Frühblüher wie Hasel und Erle inzwischen regelmäßig Wochen früher in die Saison. Außerdem verschärft der zunehmende Einfluss des Klimawandels die allergologische Lage weiter. Experten  beobachten, dass sich die Pollenflugsaison verlängert und die Intensität der Belastung zunimmt. Der Pollenflug setzt oftmals auch eher im Jahr ein. Dadurch sind Betroffene von Heuschnupfen auch früher und stärker belastet. 

Die BARMER empfiehlt deshalb, die Immuntherapie gegen Heuschnupfen – auch Hyposensibilisierung genannt – jetzt zu beginnen. 

1 Dr. Claudia Beutmann, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Sachsen

Dr. Claudia Beutmann, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Sachsen

Dr. Claudia Beutmann, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Sachsen rät: „Noch sorgt der Frost für eine Atempause – doch die zunehmend milderen Winter lassen den Pollenflug jedes Jahr früher beginnen. Wer unter Heuschnupfen leidet, sollte die notwendige Immuntherapie nicht länger aufschieben.“ Als gesetzliche Krankenkasse übernimmt die BARMER die Kosten für eine Hyposensibilisierung.

Die Therapie benötigt mehrere Wochen Vorlauf und wirkt direkt an der Ursache: Sie moduliert die überschießende Immunreaktion, sodass allergische Beschwerden langfristig abgeschwächt werden können. Eine frühzeitig begonnene Behandlung kann zudem verhindern, dass sich aus Heuschnupfen ein sogenannter „Etagenwechsel“ entwickelt – also die Ausbreitung der Allergie auf die unteren Atemwege bis hin zu Asthma. Besonders Kinder und Jugendliche profitieren nachweislich von einer früh gestarteten Langzeittherapie, deren Erfolgsaussichten in diesen Altersgruppen am höchsten sind. 

Laut Analysen der BARMER sind im Jahr 2024 über vier Prozent der Kinder in Sachsen unter neun Jahren bereits an Asthma erkrankt – darunter auch viele Fälle ohne allergische Ursache. Das sind fast 14.000 kleine Patientinnen und Patienten. 

Kontakt für die Presse:

Claudia Szymula
Pressesprecherin Barmer Sachsen
Telefon: 0800 333 004 152231
E-Mail: presse.sn@barmer.de
Twitter: twitter.com/BARMER_SN

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