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Wenn es im Kopf drückt, hämmert oder sticht – Frauen schmerzt häufiger der Kopf, als Männern

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5. September, Kopfschmerztag - Mehr als 392.000 Menschen in Sachsen waren wegen Kopfschmerzen in ärztlicher Behandlung. Laut Krankenkasse Barmer sind Frauen mehr als doppelt so häufig von Kopfschmerzen betroffen wie Männer. 

Dresden, 02. September 2021 – Nahezu jeder hat ab und zu einmal Kopfschmerzen. In der Regel sind diese harmlos und verschwinden rasch wieder von selbst. Laut Krankenkasse Barmer sind allerdings 9,6 Prozent der Versicherten in Sachsen mit der Diagnose Kopfschmerz ärztlich behandelt worden. Frauen sind dabei mehr als doppelt so häufig von Kopfschmerzen betroffen wie Männer. Demnach waren 13,1 Prozent der Sächsinnen im Jahr 2019 wegen Kopfschmerzen mindestens einmal in ärztlicher Behandlung. Hochgerechnet auf die Bevölkerung im Freistaat entspricht das mehr als 270.000 Frauen. Bei den Männern waren es rund 122.400, was einem Anteil von 6,1 Prozent entspricht. „Doch Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz, es lassen sich mehr als 200 verschiedene Arten unterscheiden“, sagt Dr. Fabian Magerl, Landesgeschäftsführer der Barmer in Sachsen, anlässlich des Kopfschmerztags am 5. September. Treten Kopfschmerzen wiederholt ohne konkrete Ursache auf, werden sie als primäre Kopfschmerzen bezeichnet. Dazu zählen beispielsweise Migräne, Spannungs- und Cluster-Kopfschmerzen. Als eigenständige Erkrankung sind sie der häufigste Grund für Kopfschmerzen.

Vorsicht vor Selbstmedikation bei Kopfschmerzen

Die Medizin kenne mehr als 240 Arten von Kopfschmerzen. Wichtig sei deshalb bei Frauen wie bei Männern, dass ärztlich diagnostiziert wird, um welche Art von Kopfschmerzen es sich handelt. „Für die richtige Wahl von Arzneimitteln ist es entscheidend, ob es sich um Spannungskopfschmerzen oder Migräne handelt. Oder vielleicht ein unentdeckter Bluthochdruck hinter den Kopfschmerzen steckt“, sagt Dr. Magerl. Bei Migräne und Cluster-Kopfschmerzen seien zum Beispiel sogenannte Triptane geeignet. Sie enthielten gefäßverengende, entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkstoffe, die allerdings bei Spannungskopfschmerzen nicht helfen. Um einen Kreislauf von Dauerkopfschmerzen zu verhindern, müsse bei der Einnahme derartiger Medikamente genau auf die ärztliche Anweisung geachtet werden. Denn ausgerechnet diese Wirkstoffe können Dauerkopfschmerzen als Nebenwirkung entfalten. „Auch die in der Apotheke freiverkäuflichen Kopfschmerzpräparate seien wegen ihren Neben- und Wechselwirkung nicht für den Dauereinsatz geeignet“, mahnt Dr. Magerl.

Kopfschmerz-Apps können helfen

Um die Art des Kopfschmerzes differenzieren zu können, sollten Betroffene ein Schmerztagebuch führen, in dem sie dokumentieren, wann und unter welchen Bedingungen die Kopfschmerzen auftreten. Es sei auch sinnvoll aufzuschreiben, wann man Schmerzmittel nimmt, um herauszufinden, ob dies zu häufig geschieht. Denn der zu häufige Gebrauch von Schmerzmitteln könne Kopfschmerzen verstärken. „Gute Kopfschmerz-Apps, die als Medizinprodukt zertifiziert sind, enthalten oftmals einen Fragebogen in digitaler Form, der dann mit dem behandelnden Arzt oder der Ärztin besprochen werden kann“, sagt Dr. Magerl.

Mehr zum Thema unter www.barmer.de/s000938

Kontakt für die Presse:

Claudia Szymula
Pressesprecherin Barmer Sachsen
Telefon: 0800 333 004 152231
E-Mail: presse.sn@barmer.de
Twitter: twitter.com/BARMER_SN

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