Weltnichtrauchertag: Nicht nachlassen im Kampf gegen die todbringende Sucht

Düsseldorf, 28. Mai 2021 – Der Anteil der Raucherinnen und Raucher in Nordrhein-Westfalen ist mit 26,8 Prozent weiter rückläufig – so steht es im Tabakatlas 2020 des Deutschen Krebsforschungszentrums (dkfz) in der Helmholtz-Gesellschaft. „Dennoch dürfen wir nicht nachlassen. Wir müssen immer wieder auf die Gefahren des Tabakkonsums hinweisen“, sagt Heiner Beckmann, Landesgeschäftsführer der Barmer in NRW, anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai. Er sagt dies auch mit Blick darauf, dass die Zahl der Fälle von Lungenkrebs im bundesweiten Vergleich in NRW am höchsten ist. Laut Tabakatlas liegt die Zahl der Lungenkrebs-Neuerkrankungen in NRW bei 69,7 je 100.000 Einwohner. Der bundesweite Durchschnitt beträgt 59,9. „Wer raucht, erhöht sein Risiko todbringende Erkrankungen zu bekommen. Tabak kann verschiedene Krebserkrankungen auslösen: von der Lunge über die Speiseröhre, den Kehlkopf und die Mundhöhle bis zur Brust, den Darm oder das Knochenmark“, so Beckmann. Ebenso erhöhe das Rauchen das Risiko für einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall oder den schwereren Verlauf einer Covid-19-Infektion.

 

Zigarettenstummel kann bis zu 1000 Liter Wasser verunreinigen

Neben den gesundheitlichen Problemen für sich selbst lösten Raucherinnen und Raucher durch ihren Tabakkonsum enorme Umweltschäden aus. „Exemplarisch ist die Verschmutzung durch Zigarettenstummel zu nennen“, sagt der Landeschef der Barmer. „Herumliegende Zigarettenstummel können vom Regen ausgewaschen werden. Die Stoffe gelangen in Flüsse, Gewässer und ins Grundwasser. Eine Zigarette kann dabei bis zu 1000 Liter Wasser mit einer zu hohen Nikotinbelastung verunreinigen.“ Ebenso leide das Klima allein schon durch die Zigarettenproduktion. Laut einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) muss für die Herstellung von 300 Zigaretten ein Baum gefällt werden. Allein zum Trocknen des Tabaks würden pro Jahr 11,4 Millionen Tonnen Holz benötigt.

 

Raucherentwöhnung ist ein zentrales Thema für die Barmer

„Wegen des hohen Gefährdungspotenzials für Mensch, Tier und Umwelt ist die Raucherentwöhnung für uns als Barmer ein zentrales Thema“, so Heiner Beckmann. Mit umfangreichen Artikeln und Kampagnen klärt die Krankenkasse über die Möglichkeiten auf. „Unsere Versicherten werden direkt und unmittelbar bei der Raucherentwöhnung unterstützt.“ Dies geschehe auf unterschiedlichen Wegen. Dazu gehört das digitale Angebot „SQUIN – Smoke Quit Win!“. Mit Hilfe dieses Tools, das die Barmer ihren Mitgliedern kostenlos zur Verfügung stellt, motivieren sich Raucherinnen und Raucher in einer kleinen Gruppe, um ihre Sucht loszuwerden. „Man muss täglich nur etwa zehn Minuten investieren, um mit dem Einstieg in den Ausstieg anzufangen“, sagt Beckmann. Dabei sei das Programm, in dem die Versicherten anonym bleiben können, wissenschaftlich überprüft.

 

In einem Sucht-Special hat die Barmer zahlreiche Informationen rund um die Gefahren durch das Rauchen zusammengefasst. Ebenso gibt es wertvolle Tipps, wie man die Sucht loswerden kann: www.barmer.de/a006146.

Webcode dieser Seite: p016881 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 27.05.2021
Nach oben