Vitamin-D-Mangel bei über 230.000 Menschen in Niedersachsen und Bremen

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Hannover, 6. Januar 2022 – Gerade in den Wintermonaten sind viele Menschen in Deutschland mit Vitamin D unterversorgt. Nach einer Auswertung der Barmer werden in Niedersachsen rund 218.000 und in Bremen rund 13.000 Menschen jährlich aufgrund eines Vitamin-D-Mangels ärztlich behandelt. Das sind rund 2,7 Prozent der Bevölkerung in Niedersachsen und 2,4 Prozent in Bremen. Männer und Frauen sind unterschiedlich betroffen: In Niedersachsen waren es 1,7 Prozent der Männer (Bremen 1,5) und 3,7 Prozent der Frauen (Bremen 3,2). Vitamin D ist wichtig für die Knochen und andere Stoffwechselvorgänge im Körper. Der Grund für einen Mangel an Vitamin D ist meist eine einseitige Ernährung oder ein erhöhter Nährstoffbedarf in bestimmten Lebens- oder Alterssituationen. „Wir können Vitamin D durch Sonnenbestrahlung selber produzieren. Wer in der dunklen Jahreszeit jedoch nicht oft genug nach draußen geht, kann zeitweilig zu wenig Vitamin D im Köper haben“, sagt Heike Sander, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Niedersachsen und Bremen.

Einen Nährstoffmangel erkennen

Ein Nährstoffmangel mache sich meist gar nicht oder nur durch allgemeine Beschwerden wie Müdigkeit oder eine höhere Anfälligkeit für Infekte bemerkbar. „Wer sich öfter schlapp fühlt, bringt dies nicht direkt mit einem Nährstoffmangel in Verbindung. Ein Mangel an Vitamin D zeigt sich zum Beispiel oft nur durch Müdigkeit und depressive Verstimmungen“, so Sander. Eine Selbstverordnung mit Nährstoffpräparaten sei nicht ratsam. Wer den Verdacht habe, unter einem Nährstoffmangel zu leiden, sollte einen Arzt aufsuchen – und natürlich versuchen, sich ausgewogen zu ernähren.

Mangelernährung im Alter

„Ältere Menschen zählen in Deutschland zur Risikogruppe für einen Nährstoffmangel. Besonders Vitamin B12 und Vitamin D fehlen ihnen“, betont Sander. Nicht jeder ältere oder betagte Mensch leide unter einem Nährstoffmangel. Viele Menschen verlieren im Alter jedoch ihr gesundes Empfinden gegenüber Hunger, Appetit und Durst. Darüber hinaus müsse man mit zunehmendem Alter oft mehr Medikamente einnehmen, die einen Einfluss auf die Aufnahme der Nährstoffe haben können. Auch eine Grunderkrankung selbst könne sich negativ auf die Nährstoffversorgung auswirken.

Nähere Informationen unter www.barmer.de/s000694

Kontakt für die Presse:

Michael Erdmann
Pressesprecher Barmer Niedersachsen, Bremen
Telefon 0800 33 30 04 65 4432
E-Mailmichael.erdmann@barmer.de
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