SHG "das zweite Leben" auf dem Schweriner Altstadtfest
STANDORTinfo Mecklenburg-Vorpommern

Schweriner über Organspende aufgeklärt

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Für die Mitglieder der Selbsthilfegruppe Das zweite Leben - Nierenlebendspende e.V. war es eine liebgewonne Tradition: Zum Schweriner Weihnachtsmarkt zu reisen, um dort über (Lebend)Organspende aufzuklären. „Leider hat uns Corona in den letzten zwei Jahren einen Strich durch die Rechnung gemacht und wir konnten, auch aus Rücksicht auf die Gesundheit unserer Mitglieder, nicht nach Schwerin fahren", erklärte Brunhilde Ernst, Vorständin von ,Das zweite Leben‘. Das Infektionsrisiko sei vor allem in der kalten Jahreszeit zu hoch gewesen. Denn alle Mitglieder des Vereins seien selbst Spender oder Empfänger einer Niere. Um weiter Aufklärungsarbeit zu leisten, besuchte die Gruppe deshalb dieses Jahr kurzerhand das Schweriner Altstadtfest. Hier kamen die Mitglieder mit Menschen über Organspende, (Lebend)Transplantation und allen damit verbundenen Fragen ins Gespräch. „Uns liegt das Thema Organspende aufgrund unserer eigenen Erfahrungen sehr am Herzen. Wir wollen Betroffenen Mut machen, aufklären und unterstützen, aber auch Ängste abbauen, sich mit Organspende auseinanderzusetzen", so Ernst. Das sei im Gespräch mit den Besucherinnen und Besuchern des Altstadtfestes gelungen. 

Willen im Spende-Ausweis dokumentieren

Deutschlandweit warten aktuell fast 9.000 Menschen auf ein Spenderorgan. Viele warten vergebens. Deshalb sei es enorm wichtig, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, so BARMER-Landeschef Henning Kutzbach. „Wir unterstützen seit vielen Jahren die Aktionen der Selbsthilfegruppe ,Das zweite Leben‘. Es ist immens wichtig, hier aufzuklären und Berührungsängste hinsichtlich Organspende abzubauen", sagte er. Er habe Verständnis dafür, dass es nicht einfach ist, sich damit zu beschäftigen. „Es geht um Fragen, die Leben und Tod berühren. Deshalb gibt es hier auch kein ,richtig‘ oder ,falsch‘. Die Frage, ob Organspende ‚ja‘ oder ‚nein‘, kann jede und jeder nur für sich persönlich beantworten. Und niemand hat das Recht, die Entscheidung zu kritisieren“, so Kutzbach. Wichtig sei allerdings, diese Entscheidung in einem Organspende-Ausweis zu dokumentieren. 

Wer bisher noch keinen Organspende-Ausweis hat, bekommt diesen kostenlos in unseren Geschäftsstellen sowie in vielen Apotheken, Arztpraxen oder Krankenhäusern. Hier gibt es den Ausweis zum Ausdrucken. In unserem Online-Special haben wir umfassende Informationen rund um das Thema Organsende aufbereitet: www.barmer.de/s000105

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