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Kopfschmerztag: Frauen im Nordosten häufiger von Kopfschmerzen betroffen

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Schwerin, 03.09.2021 – Kopfschmerzen sind weit verbreitet. Fast jeder leidet ab und zu unter darunter, auch wenn nicht alle Betroffenen mit den Beschwerden zum Arzt gehen. Nach Analysen der Barmer sind Frauen mehr als doppelt so häufig von Kopfschmerzen betroffen wie Männer. Demnach waren in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2019 rund 15,8 Prozent der Frauen wegen Kopfschmerzen mindestens einmal in ärztlicher Behandlung. Das entspricht hochgerechnet knapp 130.000 betroffenen Frauen im Land. Bei den Männern waren es knapp 54.000, was einem Anteil von 6,8 Prozent entspricht. „Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz, man unterscheidet zwischen primären und sekundären Kopfschmerzen“, sagt Henning Kutzbach, Landesgeschäftsführer der Barmer in Mecklenburg-Vorpommern, anlässlich des Kopfschmerztags am 5. September. Primäre Kopfschmerzen seien eigenständige Erkrankungen wie zum Beispiel Spannungskopfschmerz oder Migräne. Eine klar erkennbare Ursache sei nicht zu finden, der Kopfschmerz sei die Erkrankung. Sekundäre Kopfschmerzen dagegen ein Symptom bzw. Warnsignal einer anderen Krankheit wie beispielsweise Nasennebenhöhlen- oder Hirnhautentzündung. 95 von 100 Kopfschmerzerkrankungen gelten als primäre Erkrankung.

Vorsicht vor Selbstmedikation bei Kopfschmerzen

Die Medizin kenne mehr als 240 Arten von Kopfschmerzen. Wichtig sei deshalb bei Frauen wie bei Männern, dass ärztlich diagnostiziert wird, um welche Art von Kopfschmerzen es sich handelt. „Ob es sich um Spannungskopfschmerzen oder Migräne handelt, oder vielleicht ein unentdeckter Bluthochdruck hinter den Kopfschmerzen steckt, ist entscheidend für die richtige Wahl von Arzneimitteln“, sagt Kutzbach. So wirkten Triptane gut gegen Migräne aber nicht gegen Spannungskopfschmerzen. Außerdem sollten Triptane genauestens nach ärztlicher Anweisung eingenommen werden, da sie ausgerechnet Dauerkopfschmerzen als Nebenwirkung entfalten könnten. Auch die in der Apotheke freiverkäuflichen Kopfschmerzpräparate eignen sich wegen ihren Neben- und Wechselwirkung nicht für den Dauereinsatz.

Kopfschmerz-Apps können helfen

Um die Art des Kopfschmerzes differenzieren zu können, sollten Betroffene einen Kopfschmerzfragebogen führen, in dem sie dokumentieren, wann und unter welchen Bedingungen die Kopfschmerzen auftreten. „Gute Kopfschmerz-Apps, die als Medizinprodukt zertifiziert sind, enthalten oftmals einen solchen Fragebogen in digitaler Form, der dann mit dem behandelnden Arzt oder der Ärztin besprochen werden kann“, so Kutzbach.

Mehr zum Thema unter www.barmer.de/s000549.  

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