Pressemitteilung aus Hamburg

Barmer-Jahresauswertung zu Corona: Hamburgs Beschäftigte seltener arbeitsunfähig als der Bundesschnitt

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Hamburg, 23. Februar 2022 – Die Corona-Pandemie hat in der Hansestadt im vergangenen Jahr zu deutlich weniger Krankschreibungen geführt als im Bundesdurchschnitt. Das geht aus einer Analyse der Barmer hervor. Demnach waren in Hamburg von Januar bis Dezember durchschnittlich 19 von 10.000 Barmer-Versicherten mit Anspruch auf Krankengeld wegen Covid-19 arbeitsunfähig. Bundesweit lag der Wert bei 27. Die meisten Corona-bedingten Krankschreibungen in Hamburg gab es in der Woche vom 20. bis 26. Dezember (KW 51) mit gut 27 sowie in der Woche vom 25. bis 31. Januar (KW 4) mit 26 je 10.000 Versicherten. Absolut betrachtet waren in diesen Wochen bis zu 220 Menschen wegen Covid-19 arbeitsunfähig. In den Sommermonaten waren es dagegen weniger als 100 pro Woche. „Im vergangenen Sommer hat sich die Annahme als Trugschluss erwiesen, wonach die Corona-Pandemie mehr oder weniger vorüber sei. Das haben die steigenden Fallzahlen ab dem Herbst deutlich gezeigt“, erklärt Dr. Susanne Klein, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Hamburg. Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten, bleibe daher ein wichtiges Mittel, um sich vor einer Ansteckung zu schützen.

Frauen häufiger als Männer wegen Corona krankgeschrieben

Wie aus der Analyse weiter hervorgeht, waren 2021 durchgängig mehr Frauen als Männer wegen Corona arbeitsunfähig. Über das Jahr betrachtet lag die Quote krankgeschriebener Frauen in Hamburg bei gut 60 Prozent. „Frauen arbeiten häufiger als Männer in sozialen Berufen, etwa in der Pflege. Das ist ein Grund dafür, dass sie häufiger mit dem Corona-Virus in Kontakt kommen und daran erkranken“, so Klein. Außer der Tatsache, dass sie weniger Möglichkeiten zur Arbeit im Home-Office hätten, übernähmen Frauen auch häufiger die Pflege von erkrankten Angehörigen.

Regionale Unterschiede

Bei der Häufigkeit Corona-bedingter Krankschreibungen gab es laut der Barmer-Analyse deutliche regionale Unterschiede. So verzeichneten die ostdeutschen Länder Sachsen und Thüringen die mit Abstand höchsten Raten. In Sachsen waren pro Woche zwischen 25 bis 229 je 10.000 Beschäftigte mit Anspruch auf Krankengeld krankgeschrieben. In Hamburg lagen die Krankenstände, mit Ausnahme eines neunwöchigen Zeitraums von Anfang August bis Oktober, im ganzen Jahr unter denen des nördlichen Nachbarn Schleswig-Holstein. Im Süden unterbot dagegen Niedersachsen noch die Quoten aus Hamburg. „Für die regionalen Unterschiede bei den Corona-Krankschreibungen gibt es keine einzelne Ursache. Stattdessen werden zahlreiche Gründe in verschieden starkem Maße ausschlaggebend sein, darunter regional unterschiedliche Impfquoten. Das Verhalten jedes oder jeder Einzelnen bleibt also ein ganz zentraler Faktor“, erläutert Klein. Auch die Bevölkerungsdichte in einer Region und die Arbeitsplatzstrukturen vor Ort könnten eine Rolle spielen. Schließlich gebe es Regionen mit verstärkt solchen Branchen, die nur in geringem Maße oder überhaupt kein Home-Office ermöglichen könnten.


Pressekontakt:

Karsten Schulz
Pressesprecher Barmer Hamburg
Telefon: 0800 33 30 04 65 1131
E-Mailpresse.hh@barmer.de
Twitter: twitter.com/BARMER_HH

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