Eine Frau in Jeans steht auf einer Waage
Pressemitteilung 2026

Adipositas bei Kindern und Jugendlichen in Hamburg über dem Bundesdurchschnitt

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  • 3,4 Prozent der Kinder und Jugendlichen bis 14 Jahre in Hamburg waren 2024 adipös – neun Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt.

  • Mädchen sind deutlich häufiger betroffen als Jungen. Besonders hoch ist der Anteil bei den 13- und 14-jährigen Jugendlichen.

  • Anlässlich des Welt-Adipositas-Tags am 4. März fordert die BARMER verstärkte Prävention und interprofessionelles Handeln.

  • Dr. Susanne Klein, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Hamburg: „Um langfristige Erkrankungen zu vermeiden, ist ein gesundes Gewicht bereits in jungen Jahren wichtig“. 

Hamburg, 3. März 2026 – In Hamburg sind mehr Kinder und Jugendliche von Adipositas betroffen als im bundesweiten Durchschnitt. Das zeigt der aktuelle Kinderatlas des BARMER Instituts für Gesundheitssystemforschung (bifg). Demnach lebten 2024 3,4 Prozent der Kinder und Jugendlichen im Alter von null bis 14 Jahren mit der Diagnose Adipositas in der Hansestadt. Hamburg liegt damit neun Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Anlässlich des Welt-Adipositas-Tages am 4. März rückt die BARMER die Bedeutung frühzeitiger Prävention und gemeinsamer Verantwortung in den Fokus. Der internationale Aktionstag macht jährlich auf die gesundheitlichen und gesellschaftlichen Folgen von Adipositas aufmerksam und unterstreicht die Notwendigkeit nachhaltiger Gegenmaßnahmen. Besonders verbreitet ist krankhaftes Übergewicht unter den Teenagern in der Hansestadt: 6,9 Prozent der Jungen im Alter von 13 und 14 Jahren waren 2024 fettleibig, bei den gleichaltrigen Mädchen waren es 6 Prozent. Im Zehnjahresvergleich bleibt der prozentuale Anteil adipöser Kinder in Hamburg abgesehen von einem Anstieg während der Coronazeit weitgehend konstant. Die absoluten Fallzahlen sind jedoch gestiegen: 2014 wurde noch bei rund 7.750 Kindern und Jugendlichen Adipositas diagnostiziert, 2024 waren es bereits 9.100. „Wer im Jugendalter zu dick ist, bleibt es meist auch als Erwachsener. Um langfristige Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck, orthopädische Probleme oder auch Depressionen zu vermeiden, sind ein gesundes Gewicht und ausreichend Bewegung bereits in jungen Jahren wichtig“, sagt Dr. Susanne Klein, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Hamburg. Gerade bei Kindern seien vielfältige Bewegungsmöglichkeiten wichtig, um den Energieverbrauch zu erhöhen. Klein betont: „Die Hauptverantwortung kann nicht allein bei den Eltern liegen. Es ist ein interprofessionelles Handeln nötig.“ Neben dem familiären Umfeld seien auch Bildungseinrichtungen, Politik und Gesundheitswesen gefordert, nachhaltige Rahmenbedingungen für ein gesundes Aufwachsen zu schaffen. Dazu zählten niedrigschwellige Bewegungsangebote, eine hochwertige Kita- und Schulverpflegung sowie Gesundheits- und Ernährungsbildung. Der Welt-Adipositas-Tag verdeutliche, dass Prävention eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei, vor allem mit Blick auf die Gesundheit kommender Generationen.

Pressekontakt:

Sebastian Finger
Pressesprecher Barmer Hamburg
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