Pressemitteilung aus Berlin/Brandenburg

Kinderkrankengeldtage in Berlin rapide gestiegen

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Berlin, 16. Mai 2022 – Berliner Eltern haben im Jahr 2021 so viel Kinderkrankengeldtage genommen wie noch nie zuvor. Das geht aus einer aktuellen Analyse der Barmer hervor. Insgesamt bewilligte die Kasse im Jahr 2021 in Berlin rund 68.000 Kinderkrankengeldtage und somit mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr mit rund 30.900 Tagen. Auch im Jahr 2019 lagen die bewilligten Zahltage mit rund 43.200 unter dem Ergebnis des Jahres 2021. „Kinderkrankengeld hat sich als wichtige Entlastung für Familien bewährt, wenn Eltern ihre Kinder aufgrund von Krankheit oder pandemiebedingten Schließungen zu Hause betreuen müssen“, sagt Gabriela Leyh, Landesgeschäftsführerin der Barmer Berlin/Brandenburg. Etwa 32 Prozent der Gesamtzahltage im Jahr 2021 seien auf das pandemiebedingte Kinderkrankengeld entfallen. Dieses konnten Eltern erstmalig im Jahr 2021 nutzen, wenn sie ihre Kinder aufgrund pandemiebedingter Maßnahmen wie Schul- und Kitaschließungen zu Hause betreuen mussten.

Berliner Frauen tragen Hauptverantwortung bei Kinderbetreuung

Wie aus der Barmer-Analyse weiter hervorgeht, herrscht ein deutliches Ungleichgewicht bei Kinderbetreuung in den Familien. Nur 30 Prozent der Kinderkrankengeldanträge wurden im Jahr 2021 von Vätern gestellt. Dies sei zwar ein höherer Anteil als in den Jahren 2020 und 2021 mit jeweils 26 Prozent, die Hauptlast bliebe jedoch bei den Müttern. „Väter übernehmen die Kinderbetreuung nur zögerlich. Es sind nach wie vor die Mütter, die zu Hause bleiben, um sich um die Kinder kümmern und Kinderkrankengeld beantragen“, so Leyh. 

Kontakt für die Presse:

Markus Heckmann
Pressesprecher Barmer Berlin-Brandenburg
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