Hautkrebs in Bayern

Hautkrebs in Bayern: Diagnosen steigen deutlich an – Früherkennungsuntersuchungen brechen ein

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München, 17. Juni 2022 – Innerhalb der vergangenen elf Jahre sind in Bayern die Diagnosen für hellen Hautkrebs um rund 12 Prozent gestiegen. Das geht aus einer Analyse der BARMER hervor. Demnach diagnostizierten im Jahr 2020 Bayerische Ärztinnen und Ärzte bei rund 3,4 Millionen Personen hellen Hautkrebs. Im Jahr 2010 waren es noch rund 3 Millionen. Hauptursache für hellen Hautkrebs ist übermäßige UV-Strahlung durch die Sonne. "Angesichts der Tatsache, dass sich das Risiko für hellen Hautkrebs durch einen angemessenen Sonnenschutz erheblich reduzieren lässt, sind die Betroffenenzahlen viel zu hoch", sagt Professorin Dr. Claudia Wöhler, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Bayern. Zudem empfiehlt sie das Hautkrebsscreening, das BARMER-Versicherte ab 19 alle zwei Jahre als Kassenleistung in Anspruch nehmen können.

44 Prozent weniger Früherkennungsuntersuchungen

Das Hautkrebsscreening soll helfen, Krebsvorstufen zu erkennen und einen Tumor zu entdecken, bevor er in umliegendes Gewebe eingewachsen ist oder Metastasen gebildet hat. Hierfür sieht sich die Ärztin oder der Arzt die Haut von Kopf bis Fuß genau an. Für eine sorgfältige Untersuchung müssen auch Hautfalten und Schleimhäute betrachtet werden. Gesetzlich Versicherte können sich als Teil der allgemeinen "Check-up"-Vorsorge auf Hautkrebs hin untersuchen lassen. Die Inanspruchnahme der "Check-Up"-Untersuchungen ist nach Angaben der BARMER vor allem durch die Corona-Pandemie drastisch eingebrochen. Nahmen im Jahr 2019 in Bayern noch rund 595.000 gesetzlich Versicherte dieses Vorsorgeangebot an, waren es im Jahr 2020 nur 335.000. Das entspricht einem Rückgang von rund 44 Prozent. Neben dem allgemeinen "Check-up" haben gesetzlich Versicherte auch die Möglichkeit, alle zwei Jahre in einer Haut- oder Hausarztpraxis einen Termin für ein Hautkrebsscreening zu vereinbaren. Der Einbruch bei diesen Vorsorgeterminen war in Bayern nicht so drastisch. Er ging zwischen den Jahren 2019 von rund 724.500 Untersuchungen auf 722.700 Untersuchungen im Jahr 2020 zurück. "Wer aus Angst, sich im Wartezimmer mit dem Corona-Virus zu infizieren, in den vergangenen zwei Jahren auf Früherkennungsuntersuchungen verzichtet hat, sollte diese schleunigst nachholen. Je früher Krebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Zu spät erkannte Krebserkrankungen können tödlich sein", sagt Wöhler. 

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