Hilfe gegen Mückenstiche

Berlin (08.07.2016). Die Abende sind endlich hochsommerlich und daher ideal, um Zeit im Freien zu verbringen. Wer dabei einige Tipps beherzigt, dem bleiben lästige Mückenstiche erspart.

"Um Mückenstichen vorzubeugen, wäre es hilfreich, helle und dichtgewebte Kleidung zu tragen. Dies erschwert das Zustechen", rät Heidi Günther, Apothekerin bei der Barmer GEK. Zusätzlich hielten Insektenschutzmittel aus der Apotheke die Plagegeister fern. Deren Wirkung könne etwa sechs bis acht Stunden anhalten. Dagegen wirkten ätherische Öle meist nur kurzfristig. Sie könnten außerdem Allergien auslösen und sollten deshalb nie pur auf die Haut aufgetragen werden. "Wer selber ein Insektenschutzmittel herstellen möchte, nimmt acht Tropfen eines ätherischen Öls wie beispielsweise Basilikum, Lavendel oder Eukalyptus und mischt sie mit 100 Millilitern Mandel-, Kokos- oder Jojobaöl. Vor Gebrauch muss dann noch gut geschüttelt werden", so Günther.

Sollten die Mücken dennoch zustechen, empfiehlt Günther kühlende Gele mit Antihistaminika oder bei stärkeren Hautreaktionen Salben mit niedrig dosiertem Hydrocortison. Diese wirken gegen das quälende Jucken. Auch Kühlen unter fließendem Wasser oder mit einem in ein Tuch geschlagenen Coolpack könne helfen. Wer an der Einstichstelle kratzt, verschlimmere die Beschwerden meist noch. Durch das Aufkratzen können Bakterien in die Wunde eindringen, und es kann zu Infektionen kommen. "Auf Hausmittel wie Essig, Zitronenöl oder den Saft einer Zwiebel sollte man bei der Behandlung von Mückenstichen besser verzichten. Die betroffene Hautpartie entzündet sich im Zweifel eher, als dass diese alten Hausmittel den Juckreiz lindern", so Günth.

Mücken lokalisieren ihre Opfer über das Kohlendioxid, das Menschen ausatmen. Ob eine Mücke zusticht oder nicht, hängt zudem von der "richtigen" Mischung aus Milchsäure, Ammoniak und Fettsäuren auf der Haut ab.


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Webcode dieser Seite: p001157 Autor: Barmer Erstellt am: 01.06.2016 Letzte Aktualisierung am: 15.12.2016
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