Grippesaison hat begonnen – Höchste Zeit für die Schutzimpfung

Berlin, 4. Februar 2020 – In Deutschland erkranken seit Mitte Januar immer mehr Menschen an der Grippe. So hat das Robert Koch-Institut in dieser Saison bereits knapp 21.000 Influenza-Erkrankte registriert, darunter 7.000 Betroffene allein in der vierten Januarwoche. Vor diesem Hintergrund rät die Barmer Versicherten mit einem Risiko für einen besonders schweren Krankheitsverlauf, keine Zeit mehr zu verlieren und sich jetzt noch impfen zu lassen. „Angesichts des Coronavirus ist die Grippe öffentlich etwas in den Hintergrund gerückt. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass die Influenza in Deutschland jedes Jahr Todesopfer fordert. Menschen, die täglich mit vielen Personen Kontakt haben, Senioren, chronisch Kranke und Schwangere sollten die Impfung jetzt nachholen“, sagt Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der Barmer. Etwa zehn bis 14 Tage dauere es, bis nach der Impfung der Schutz vollständig im Körper aufgebaut sei. Zwar empfehle die Ständige Impfkommission den Oktober und November für die Grippeschutzimpfung. Allerdings bleibe selbst eine späte Impfung immer noch der wirksamste Schutz gegen die Influenza, so Marschall. Schließlich könne sich eine Grippewelle bis in den April oder Mai hineinziehen.

Hygieneregeln schützen zusätzlich vor Ansteckung

Aber auch eine Influenza-Impfung biete keinen 100-prozentigen Schutz. So könne dieser bei chronisch Kranken und älteren Menschen reduziert sein, weil deren Immunsystem nicht mehr so gut arbeite. Zudem sei eine Ansteckung kurz nach einer Impfung mit Influenza möglich, wenn noch kein ausreichender Impfschutz aufgebaut sei. Daher solle man zusätzlich einige Hygieneregeln beachten. „Gründliches und regelmäßiges Händewaschen ist das A und O, um das Influenzarisiko zu minimieren. Ist kein Waschbecken in der Nähe, kann ein alkoholisches Händedesinfektionsmittel helfen. Bei Grippewellen sollte man zudem Händeschütteln möglichst vermeiden und Abstand zu hustenden oder niesenden Personen halten“, rät Marschall. Hilfreich sei es, engen Kontakt zu Erkrankten auch im häuslichen Umfeld möglichst zu meiden. Darüber hinaus solle man in Grippezeiten mit den Händen die Schleimhäute von Augen, Mund und Nase selten berühren, da auf diesem Wege die Viren leichter in den Körper gelangen könnten.

Webcode dieser Seite: p014603 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 04.02.2020
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