Pressemitteilungen 2022

Häufige Schlafstörungen bei Heranwachsenden

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Berlin, 21. Januar 2022 – Rund 80.000 der Zehn- bis Neunzehnjährigen in Deutschland leiden unter Schlafstörungen. Gerade in dieser Altersgruppe kann schlechter Schlaf schwerwiegende Folgen haben, etwa eine Beeinträchtigung der körperlichen und geistigen Entwicklung der Kinder und Jugendlichen. Dadurch kann sich das Risiko für psychische Störungen und schlechtere Schulleistungen erhöhen. „Schlafprobleme bei Kindern und Jugendlichen äußern sich insbesondere durch Einschlaf- und Durchschlafprobleme. Häufig muss von vielen verschiedenen Faktoren ausgegangen werden, die sich gegenseitig verstärken“, erklärt Dr. Ursula Marschall, Leitende Medizinerin bei der Barmer. Schlafprobleme könnten auch körperlich und entwicklungsbedingt sein. Darüber hinaus spielten häufig schulische und psychosoziale Alltagsbelastungen eine Rolle wie Ängste, Überforderungen und Stress. In der Regel träten sie nur vorübergehend auf, bei anhaltenden Schlafstörungen solle jedoch medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.

Tipps für einen besseren Schlaf

Bereits kleine Anpassungen im Alltag könnten dazu beitragen, die Nachtruhe zu verbessern. Dies sei insbesondere erstrebenswert, da eine gesunde Schlafroutine das wichtigste Regenerationswerkzeug des Menschen sei. „Um einen erholsamen Schlaf zu fördern, sind regelmäßige Schlafzeiten sinnvoll. Der Körper benötigt genügend Zeit, um sich zu entspannen. Daher ist der Medienkonsum vor dem Zubettgehen und im Bett tabu“, so Marschall. Denn Geräte wie Smartphones oder Tablets verwendeten Licht aus dem blauwelligen Spektrum, welches verhindere, dass das Schlafhormon Melatonin gebildet wird. Grundlegend für eine tiefe und feste Nachtruhe sei außerdem die richtige Umgebung. Das Schlafzimmer solle daher einen Wohlfühlort darstellen, abgedunkelt werden können und das Bett einen ausreichenden Liegekomfort bieten.

Mehr Informationen zu Schlafstörungen bei Jugendlichen finden Sie unter: www.barmer.de/a007347

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